Diese Erziehung Zitate zeigen, wie sich Kindheit gewandelt hat

Kaum ein Thema beschäftigt Menschen seit Jahrhunderten so beständig wie die Frage, wie man Kinder richtig erzieht. Philosophen, Dichter, Staatsmänner und Pädagogen haben sich seit jeher daran versucht, diese komplexe Aufgabe in Worte zu fassen – mal streng, mal zärtlich, mal humorvoll. Diese Sammlung an Erziehung Zitaten zeigt, wie unterschiedlich Generationen über Kinder, Grenzen und Liebe gedacht haben, und wie viele dieser Gedanken bis heute erstaunlich aktuell geblieben sind.

Erziehung im Wandel der Zeit

Blickt man einige Generationen zurück, war Erziehung vor allem eines: eine Frage von Gehorsam und Disziplin. Kinder sollten funktionieren, sich einfügen und möglichst wenig auffallen. Strafen galten als notwendiges Werkzeug, Widerspruch als Erziehungsfehler. Noch bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war körperliche Züchtigung in vielen Familien selbstverständlicher Bestandteil des Alltags, und die Vorstellung, ein Kind könne eigene, ernstzunehmende Bedürfnisse haben, war in weiten Teilen der Gesellschaft schlicht nicht verbreitet.

Mit Pädagogen wie Maria Montessori, Johann Heinrich Pestalozzi oder später Astrid Lindgren begann sich dieses Bild langsam zu wandeln. Kinder wurden zunehmend als eigenständige kleine Menschen mit eigenem Willen, eigener Neugier und eigenem Recht auf Entfaltung verstanden, statt als formbares Material, das nach den Vorstellungen der Erwachsenen zu gestalten sei. Diese Entwicklung war kein plötzlicher Bruch, sondern ein langsamer, oft widersprüchlicher Prozess – viele der hier gesammelten Zitate stammen genau aus dieser Übergangszeit und spiegeln beide Sichtweisen wider: die alte, auf Gehorsam ausgerichtete, und die neue, auf Selbstentfaltung setzende.

Heute, in der modernen Erziehung, stehen Begriffe wie Bindung, Bedürfnisorientierung und Vorbildfunktion im Vordergrund. Strafen und Belohnungen als Erziehungsmittel werden zunehmend kritisch gesehen, während Empathie, Kommunikation auf Augenhöhe und das eigene Vorleben gewünschter Werte an Bedeutung gewonnen haben. Gleichzeitig zeigt der Blick in die Vergangenheit: Viele Grundfragen der Erziehung – wie viel Freiheit, wie viel Führung, wie viel Nähe ein Kind braucht – beschäftigen Eltern und Denker schon seit Jahrhunderten, ohne dass es je eine endgültige, für alle Zeiten gültige Antwort gegeben hätte.

Liebe und Bindung – Das Fundament aller Erziehung

Bei aller Uneinigkeit über Methoden und Grenzen sind sich die meisten Denker in einem einig: Ohne echte Liebe und Bindung kann Erziehung nicht gelingen. Diese Zitate rücken genau das in den Mittelpunkt.

  1. Die Liebe der Eltern zu ihren Kindern ist das einzige vollkommen selbstlose Gefühl. William Somerset Maugham
  2. Kinder halten uns nicht von Wichtigerem ab. Sie sind das Wichtigste. C. S. Lewis
  3. Kinder sind Hoffnungen. Novalis
  4. Kinder, die man nicht liebt, werden Erwachsene, die nicht lieben. Pearl S. Buck
  5. Kinder sind das lieblichste Pfand in der Ehe; sie binden und erhalten das Band der Liebe. Martin Luther
  6. Nicht der Besitz an materiellen Gütern erhellt die Kinderjahre, sondern die Liebe und Gemütsverfassung der Eltern. Rudolf von Tavel
  7. Das Leben der Eltern ist das Buch, in dem die Kinder lesen. Augustinus Aurelius
  8. Erziehung besteht aus zwei Dingen: Beispiel und Liebe. Friedrich Fröbel
  9. Du kannst deinen Kindern deine Liebe geben, nicht aber deine Gedanken. Sie haben ihre eigenen. Khalil Gibran
  10. Kinder erfordern ein dickes Fell – aber ein ganz weiches. Ruth W. Lingenfelser
  11. Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen: Wurzeln und Flügel. Johann Wolfgang von Goethe
  12. Ohne Kinder wäre die Welt eine Wüste. Jeremias Gotthelf
  13. Nichts ist so entsetzlich wie der Zusammenstoß zwischen roher Gewalt und kindlicher Hilflosigkeit. Rita Bockelmann
  14. Was die Kinder wesentlich brauchen, ist nicht Religion, sondern eine reine Atmosphäre, um darin aufzuwachen und nichts Böses und Unwürdiges vor Augen zu haben. Carl Hilty

Freiheit, Selbstentfaltung und der Montessori-Blick

Wenige Denkschulen haben unser modernes Verständnis von Kindheit so stark geprägt wie die Reformpädagogik. Im Zentrum steht der Gedanke, dass Kinder sich am besten selbst entfalten, wenn man ihnen Raum dafür gibt, statt sie in vorgefertigte Formen zu pressen.

  1. Dein Kind sei so frei es immer kann. Lass es gehen und hören, finden und fallen, aufstehen und irren. Johann Heinrich Pestalozzi
  2. Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen. Sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen. Maria Montessori
  3. Die Umgebung des Erwachsenen ist keine lebenbringende Umwelt für das Kind, sondern eher eine Anhäufung von Hindernissen, zwischen denen das Kind Abwehrkräfte entwickelt, zu verbildenden Anpassungen genötigt wird und allerlei Suggestionseinflüssen unterliegt. Maria Montessori
  4. Das Leben anzuregen – und es sich dann frei entwickeln zu lassen – hierin liegt die erste Aufgabe des Erziehers. Maria Montessori
  5. Die Aufgabe der Umgebung ist es nicht, das Kind zu formen, sondern ihm zu erlauben, sich zu offenbaren. Maria Montessori
  6. Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen. Maria Montessori
  7. Wenn du ein Kind zu oft kritisierst, wird es lernen, über andere zu urteilen. Wenn du es regelmäßig lobst, wird es lernen, wertzuschätzen. Maria Montessori
  8. Jede Erziehung ist Selbsterziehung, und wir sind eigentlich als Lehrer und Erzieher nur die Umgebung des sich selbst erziehenden Kindes. Rudolf Steiner
  9. Aus der Art, wie ein Kind spielt, kann man erahnen, wie es seine Lebensaufgabe ergreifen wird. Rudolf Steiner
  10. Ruhig und langsam die Natur sich selber helfen lassen und nur sehen, dass die umgebenden Verhältnisse die Arbeit der Natur unterstützen, das ist Erziehung. Ellen Key
  11. Über einen Graben, den das Kind ohne Gefahr aus eigener Kraft überspringen kann, darf ich es nicht hinüberheben. Gustav Friedrich Dinter
  12. Was bildet man nicht immer an unserer Jugend? Da sollen wir bald diese, bald jene Unart ablegen, und doch sind die Unarten meist eben soviele Organe, die dem Menschen durch das Leben helfen. Johann Wolfgang von Goethe

Vorbild statt Vorschrift: Erziehung durch gelebtes Beispiel

Ein zentraler Gedanke zieht sich durch viele der bekanntesten Erziehungszitate: Kinder lernen weniger durch das, was man ihnen sagt, sondern durch das, was sie tagtäglich an Erwachsenen beobachten.

  1. Kinder machen nicht das, was wir sagen, sondern das, was wir tun. Jesper Juul
  2. Erziehen heißt vorleben. Alles andere ist höchstens Dressur. Oswald Bumke
  3. Nur das lebendige Beispiel erzieht, das gleichzeitig vom Alter zur Jugend, von der Jugend zum Alter übergeht. Achim von Arnim
  4. Das gute Beispiel ist nicht eine Möglichkeit, andere Menschen zu beeinflussen, es ist die einzige. Albert Schweitzer
  5. Wir brauchen unsere Kinder nicht erziehen, sie machen uns sowieso alles nach. Karl Valentin
  6. Viele, die bei Kindern sind, tun ihre Pflicht, aber das Herz ist nicht dabei. Das merkt das Kind. Wilhelm von Humboldt
  7. Durch Vernunft, nicht durch Gewalt soll man Menschen zur Wahrheit führen. Denis Diderot
  8. Man darf nie vergessen, daß man der Jugend nur das in die Seele legen darf, von dem man wünscht, daß es immer darin bleibe. François de Salignac de la Mothe Fénelon
  9. Einen Menschen zum Menschen erziehen wollen, ist eitel menschlicher Kram. Zum Menschen ist er von Gott geschaffen, dass aber die Seinen ihm den ganzen geschichtlichen Reichtum, den sie übernommen und gesammelt haben, als gute Hausväter treulich überliefern, das ist Erziehung. Achim von Arnim
  10. Die Eltern sind verpflichtet, die Seele der Kinder zu prägen. Konfuzius
  11. Das Geheimnis der Erziehungskunst ist der Respekt vor dem Schüler. Ralph Waldo Emerson

Strenge und Disziplin: Wie sich der Blick auf Grenzen wandelte

Diese Zitate zeigen besonders deutlich den historischen Wandel: von einer Zeit, in der Strafe als selbstverständliches Erziehungsmittel galt, hin zu einem zunehmend kritischen Blick auf Zwang und Härte.

  1. Ist Leidenschaft das Wesen der Welt, so werden Schläge wohl mehr wirken als Worte. Wilhelm Busch
  2. Man kann in Kinder nichts hineinprügeln, aber vieles herausstreicheln. Astrid Lindgren
  3. Überhaupt müssen Strafen den Kindern immer mit der Behutsamkeit zugefügt werden, daß sie sehen, daß bloß ihre Besserung der Endzweck derselben sei. Immanuel Kant
  4. Ein Kind soll Triebbeherrschung lernen. Ihm die Freiheit geben, daß es uneingeschränkt allen seinen Impulsen folgt, ist unmöglich. Die Erziehung hat also ihren Weg zu suchen zwischen der Scylla des Gewährenlassens und der Charybdis des Versagens. Sigmund Freud
  5. Es ist einfacher, eine Nation zu regieren, als vier Kinder zu erziehen. Sir Winston Churchill
  6. Erziehung ist organisierte Verteidigung der Erwachsenen gegen die Jugend. Mark Twain
  7. Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer. Sokrates
  8. Es ist ein Unfug, die Kinder zu erziehen, will sagen, ihnen zu befehlen, dafür aber den Erwachsenen zu gehorchen. Es ist schon deshalb Unfug, weil die Kindheit Stil hat und eine freimütige Vornehmheit, die man wohl zerstören, aber durch nichts ersetzen kann. Peter Hille
  9. Es ist wünschenswert, daß Mutter und Kind eines Sinnes sind. Läßt sich dieser Einklang nicht erzielen, so liegt die Entscheidung auf seiten des Kindes. Peter Hille
  10. Wohlbehagen ermattet den Geist, Schwierigkeiten erziehen und kräftigen ihn. Francesco Petrarca
  11. Bester Beweis einer guten Erziehung ist die Pünktlichkeit. Gotthold Ephraim Lessing
  12. Es ist die Strafe unserer eigenen Jugendsünden, dass wir gegen die unserer Kinder nachsichtig sein müssen. Friedrich Hebbel
  13. Eltern erziehen gemeiniglich ihre Kinder nur so, daß sie in die gegenwärtige Welt, sei sie auch verderbt, passen. Sie sollten sie aber besser erziehen, damit ein zukünftiger besserer Zustand dadurch hervorgebracht werde. Immanuel Kant
  14. Als neulich Schnee lag und meine Nachbarskinder ihre kleinen Schlitten auf der Straße ausprobieren wollten, sogleich war ein Polizeidiener nahe, und ich sah die armen Dingerchen fliehen, so schnell sie konnten. Es geht bei uns alles dahin, die liebe Jugend frühzeitig zahm zu machen und alle Natur, alle Originalität und alle Wildheit auszutreiben, so daß am Ende nichts übrigbleibt als der Philister. Johann Wolfgang von Goethe

Das Wesen des Kindes – Poetische und philosophische Gedanken

Manche der schönsten Erziehungszitate handeln gar nicht von Methoden, sondern schlicht davon, was Kindsein eigentlich bedeutet – und was Erwachsene davon wieder lernen könnten.

  1. Drei Dinge sind uns aus dem Paradies geblieben: Die Sterne der Nacht, die Blumen des Tages und die Augen der Kinder. Dante Alighieri
  2. Jedes Kind ist ein Künstler. Das Problem ist nur, ein Künstler zu bleiben, während man erwachsen wird. Pablo Picasso
  3. Es dauerte vier Jahre, um wie Raphael zu malen, aber ein Leben lang, um wie ein Kind zu malen. Pablo Picasso
  4. Die Kinder sind der Fortschritt selbst – vertraut dem Kinde. Rainer Maria Rilke
  5. Kinder sind wie Blumen. Man muss sich zu ihnen niederbeugen, wenn man sie erkennen will. Friedrich Fröbel
  6. Kinder und Greise fabeln. Die ersten, weil ihr Verstand die Herrschaft über die Phantasie noch nicht gewonnen, die zweiten, weil er sie verloren hat. Marie von Ebner-Eschenbach
  7. Was ein Kind tut, soll nicht als eine Handlung, sondern als ein Symptom aufgefaßt werden. Marie von Ebner-Eschenbach
  8. Die Kinder kennen weder Vergangenheit noch Zukunft, und – was uns Erwachsenen kaum passieren kann – sie genießen die Gegenwart. Jean de la Bruyère
  9. Man darf nicht verlernen, die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen. Henri Matisse
  10. Tiere und kleine Kinder sind der Spiegel der Natur. Epikur
  11. Wenn wir ganz und gar aufgehört haben, Kinder zu sein, dann sind wir schon tot. Michael Ende
  12. Ein Kind kann einem Erwachsenen immer drei Dinge lehren: grundlos fröhlich zu sein, immer mit irgendetwas beschäftigt zu sein und nachdrücklich das zu fordern, was es will. Paulo Coelho
  13. In der kleinen Welt, in welcher Kinder leben, gibt es nichts, dass so deutlich von ihnen erkannt und gefühlt wird, als Ungerechtigkeit. Charles Dickens
  14. In den Kindern erlebt man sein eigenes Leben noch einmal, und erst jetzt versteht man es ganz. Søren Kierkegaard
  15. Kinder müssen mit den Erwachsenen viel Geduld haben. Antoine de Saint-Exupéry
  16. Was man als Kind geliebt hat, bleibt im Besitz des Herzens bis ins hohe Alter. Khalil Gibran

Mit einem Augenzwinkern: Humorvolle Erziehungssprüche

Erziehung ist nicht immer nur Ernst und Wissenschaft – manche der treffendsten Beobachtungen über Eltern und Kinder kommen mit einem ordentlichen Schuss Humor daher.

  1. Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Wilhelm Busch
  2. Ein Kind zu erziehen ist leicht. Schwer ist nur, das Ergebnis zu lieben. Werner Schneyder
  3. Erst bei den Enkeln ist man dann so weit, dass man die Kinder ungefähr verstehen kann. Erich Kästner
  4. Erst wenn man genau weiß, wie die Enkel ausgefallen sind, kann man beurteilen, ob man seine Kinder gut erzogen hat. Erich Maria Remarque
  5. Erziehung ist das, was übrig bleibt, wenn man vergessen hat, was man gelernt hat. B.F. Skinner
  6. Man könnt‘ erzogene Kinder gebären, wenn die Eltern erzogen wären. Johann Wolfgang von Goethe
  7. Kinder sind eine ungeheure Verpflichtung. Für 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Das ist nicht so, als ob du ein Auto kaufst. Julia Roberts
  8. Ich fürchte, unsere allzu sorgfältige Erziehung liefert uns Zwergobst. Georg Christoph Lichtenberg
  9. Ehe man eigene Kinder hat, hat man nicht die leiseste Vorstellung davon, welches Ausmaß die eigene Stärke, Liebe oder Erschöpfung annehmen kann. Peter Gallagher
  10. Aufklärung nennt man den Vorgang, bei dem ein Erwachsener mit Hilfe aller seiner Kenntnisse den Kindern ein Viertel von dem erzählt, was sie schon wissen. Wolfgang Herbst
  11. Kein Kind ist so brav, daß die Mutter nicht froh ist, wenn es endlich schläft. Ralph Waldo Emerson
  12. Gute Manieren bestehen aus lauter kleinen Opfern. Ralph Waldo Emerson
  13. Die beste Erziehungsmethode für ein Kind ist, ihm eine gute Mutter zu verschaffen. Christian Morgenstern
  14. Gedanken wollen oft – wie Kinder und Hunde – dass man mit ihnen im Freien spazieren geht. Christian Morgenstern
  15. Dass so viel Ungezogenheit gut durch die Welt kommt, daran ist die Wohlerzogenheit schuld. Marie von Ebner-Eschenbach
  16. Kinder lieben zunächst ihre Eltern blind, später fangen sie an, diese zu beurteilen, manchmal verzeihen sie ihnen sogar. Oscar Wilde
  17. Auszeichnungen sind nicht so wichtig für mich, wie wenn ein 10-jähriges Kind sagt: Ich liebe Captain Jack Sparrow! Johnny Depp
  18. Ich habe den Körper einer Frau und die Gefühle eines Kindes. Elizabeth Taylor

Erziehung als gesellschaftliche Verantwortung

Erziehung endet nicht an der eigenen Haustür. Diese Zitate erinnern daran, dass die Art, wie wir Kinder erziehen, auch die Gesellschaft von morgen mitgestaltet.

  1. Wenn wir wahren Frieden in der Welt erlangen wollen, müssen wir bei den Kindern anfangen. Mahatma Gandhi
  2. Die Erziehung ist die mächtigste Waffe, die man benutzen kann, um die Welt zu ändern. Nelson Mandela
  3. Niemand wird mit dem Hass auf andere Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ethnischen Herkunft oder Religion geboren. Hass wird gelernt. Und wenn man Hass lernen kann, kann man auch lernen zu lieben. Denn Liebe ist ein viel natürlicheres Empfinden im Herzen eines Menschen als ihr Gegenteil. Nelson Mandela
  4. Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. Albert Einstein
  5. Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. Afrikanisches Sprichwort
  6. Jede Generation hat ihre eigenen moralischen toten Winkel. Wir sehen sie nicht, aber unsere Kinder werden. Bono
  7. An seinen Vorfahren kann man nichts ändern, aber man kann mitbestimmen, was aus den Nachkommen wird. François de La Rochefoucauld
  8. Arbeit ist einer der besten Erzieher des Charakters. Samuel Smiles
  9. Um eine Kultur zu schaffen, genügt es nicht, mit dem Lineal auf die Finger zu klopfen. Albert Camus

Weitere kluge Gedanken über Erziehung

Diese letzten Zitate lassen sich keiner der obigen Kategorien eindeutig zuordnen, verdienen aber genauso ihren Platz in dieser Sammlung.

  1. Das beste zum Spielen für ein Kind ist ein anderes Kind! Friedrich Fröbel
  2. Du sollst deine Kinder durch deine Freunde erziehen lassen. Friedrich Wilhelm Nietzsche
  3. Ein wunderbar latenter Zustand – die der elterlichen Strenge zu Grunde liegende elterliche Liebe! Karl Ferdinand Gutzkow
  4. Denn wir können die Kinder nach unserm Sinne nicht formen. Johann Wolfgang von Goethe
  5. Mütter lieben ihre Kinder mehr, als Väter es tun, weil sie sicher sein können, dass es ihre sind. Aristoteles
  6. Jeder junge Mensch macht früher oder später die verblüffende Entdeckung, dass auch Eltern gelegentlich Recht haben können. André Malraux
  7. Gute Erziehung besteht darin, dass man verbirgt, wie viel man von sich selber hält und wie wenig von den anderen. Jean Cocteau
  8. Erziehung nimmt und beachtet jedes Wesen. Als eine Knospe an dem großen Lebensbaume. Friedrich Fröbel
  9. Mit den Kindern muss man zart und freundlich verkehren. Das Familienleben ist das beste Band. Kinder sind unsere besten Richter. Otto von Bismarck
  10. Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun. Orson Welles
  11. Je mehr wir unsere Kinder lieben, desto weniger kann es uns genügen, daß sie nur in unsere Fußstapfen treten. Friedrich Schleiermacher
  12. Wer in Gegenwart von Kindern spottet oder lügt, begeht ein todeswürdiges Verbrechen. Marie von Ebner-Eschenbach
  13. Eines wissen alle Eltern auf der Welt: wie die Kinder anderer Leute erzogen werden sollen. Alice Miller
  14. Ich stehe immer auf der Seite der Kinder. Astrid Lindgren
  15. Wie die Welt von morgen aussehen wird, hängt in großem Maß von der Einbildungskraft jener ab, die gerade jetzt lesen lernen. Astrid Lindgren
  16. Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden. Pearl S. Buck
  17. Man erziehe die Knaben zu Dienern und die Mädchen zu Müttern, so wird es überall wohl stehn. Johann Wolfgang von Goethe
  18. Die größte Kunst ist, den Kleinen alles, was sie tun oder lernen sollen, zum Spiel und Zeitvertreib zu machen. John Locke
  19. Es ist freilich eine schwere Sache, sich selbst zu vergessen und so in ein Kinderköpfchen hinein sich zu denken. Aber wer es versteht, das Kinderherz sich offen zu erhalten, sieht auch in den Kopf hinein und erkennt, was er bedarf. Jeremias Gotthelf
  20. Eltern verzeihen ihren Kindern die Fehler am schwersten, die sie ihnen selbst anerzogen haben. Marie von Ebner-Eschenbach
  21. Ein Kind ist ein Buch, aus dem wir lesen und in das wir schreiben sollen. Peter Rosegger
  22. Darum liebe ich die Kinder, weil sie die Welt und sich selbst noch im schönen Zauberspiegel ihrer Phantasie sehen. Theodor Storm
  23. Kinder verlieren ist schlimmer, als selbst sterben. Carmen Sylva
  24. Im Leben lernt der Mensch zuerst gehen und sprechen. Später lernt er dann, still zu sitzen und den Mund zu halten. Marcel Pagnol
  25. Je mehr ein Mensch sich schämt, desto anständiger ist er. George Bernard Shaw
  26. Wer sich seiner eigenen Kindheit nicht mehr deutlich erinnert, ist ein schlechter Erzieher. Marie von Ebner-Eschenbach
  27. Es gibt Eltern, die sich an ihren Kindern für die schlechte Erziehung rächen, die sie ihnen selbst gegeben. Carmen Sylva
  28. Erziehung ist alles. Der Pfirsich war einst eine Bittermandel, und der Blumenkohl ist nichts als ein Kohlkopf mit akademischer Bildung. Mark Twain
  29. Die Seele eines Kindes ist heilig, und was vor sie gebracht wird, muß wenigstens den Wert der Reinheit haben. Johann Gottfried von Herder
  30. Wer Kindern was verspricht, sei es ein Spiel, ein Geschenk oder sei es die Rute, der halte es wie einen Eid. Peter Rosegger
  31. Christus, da er den Menschen ziehen wollte, mußte Mensch werden. Sollen wir Kinder ziehen, so müssen wir auch Kinder mit ihnen werden. Martin Luther

Fazit: Erziehung bleibt eine Frage der Balance

Was diese über 120 Zitate am Ende eindrucksvoll zeigen: Es gibt kein einzelnes, endgültig richtiges Erziehungskonzept – nur ein ständiges Austarieren zwischen Nähe und Freiheit, zwischen Vorbild und Führung, zwischen Strenge und Verständnis. Die Denker der Vergangenheit waren sich darüber genauso uneinig wie moderne Eltern es heute sind. Vielleicht liegt genau darin die wichtigste Erkenntnis: Erziehung war nie eine exakte Wissenschaft, sondern immer auch ein Stück gelebte Liebe – mit allen Fehlern, die dazugehören.

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