Martin Luther King
Wer war Martin Luther King?
Martin Luther King hatte einen Traum: dass seine vier Kinder eines Tages in einem Land leben, in dem sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden. Für diesen Traum ließ er sich verhaften, bedrohen, mit Steinen bewerfen und ins Gefängnis sperren. Sein Haus wurde bombardiert, er wurde niedergestochen und vom FBI überwacht. Und trotzdem antwortete er auf Hass nie mit Gewalt. Mit nur 39 Jahren wurde er ermordet, doch seine Worte und seine Haltung haben die USA und die Welt für immer verändert.
In diesem Porträt erfährst du, wer Martin Luther King war, warum er nach dem deutschen Reformator benannt ist, wie aus einem jungen Pastor der Anführer der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung wurde, was hinter der Rede „I Have a Dream“ steckt, warum er den Friedensnobelpreis bekam, wer ihn ermordete, was der Martin Luther King Day ist und was du ganz konkret von ihm lernen kannst.
| Name | Martin Luther King Jr. |
|---|---|
| Geburtsname | Michael King Jr. |
| Geboren | 15. Januar 1929 in Atlanta, Georgia (USA) |
| Gestorben | 4. April 1968 in Memphis, Tennessee (USA), mit 39 Jahren |
| Todesursache | ermordet durch einen Gewehrschuss |
| Grab | King Center in Atlanta, an der Seite seiner Frau Coretta |
| Eltern | Martin Luther King Sr., Pastor, und Alberta Williams King, Lehrerin |
| Ehefrau | Coretta Scott King (verheiratet seit 1953) |
| Kinder | Yolanda, Martin Luther III, Dexter und Bernice |
| Beruf | Baptistenpastor, Bürgerrechtler |
| Ausbildung | Doktor der Theologie (Boston University, 1955) |
| Bekannt für | gewaltfreien Kampf gegen Rassentrennung, Rede „I Have a Dream“ |
| Auszeichnung | Friedensnobelpreis 1964 |
| Gedenktag | Martin Luther King Day, jeder dritte Montag im Januar |
Martin Luther Kings Lebenslauf in Stichpunkten
- 1929Geburt am 15. Januar in Atlanta als Michael King Jr.
- 1934Sein Vater ändert die Namen von Vater und Sohn in Martin Luther King
- 1944Mit 15 Jahren Studium am Morehouse College
- 1953Heirat mit Coretta Scott
- 1954Pastor der Dexter Avenue Baptist Church in Montgomery
- 1955Doktortitel, Verhaftung von Rosa Parks, Beginn des Busboykotts von Montgomery
- 1956Bombenanschlag auf sein Haus, Ende des Busboykotts mit einem Sieg
- 1957Gründung und Vorsitz der Southern Christian Leadership Conference
- 1959Reise nach Indien auf den Spuren Gandhis
- 1963Haft in Birmingham, „Brief aus dem Gefängnis von Birmingham“, Marsch auf Washington mit „I Have a Dream“
- 1964Bürgerrechtsgesetz, Besuch in Berlin, Friedensnobelpreis
- 1965Märsche von Selma nach Montgomery, Wahlrechtsgesetz
- 1967Öffentliche Kritik am Vietnamkrieg
- 1968Rede „I’ve Been to the Mountaintop“ am 3. April, Ermordung am 4. April in Memphis
- 1986Erster landesweiter Martin Luther King Day
- 2011Einweihung des Martin Luther King Memorial in Washington
Wer war Martin Luther King?
Martin Luther King Jr. war ein amerikanischer Baptistenpastor und der bekannteste Anführer der Bürgerrechtsbewegung in den USA. In den 1950er- und 1960er-Jahren kämpfte er gegen die Rassentrennung und für gleiche Rechte für Afroamerikaner. Sein Werkzeug war der gewaltfreie Widerstand: Boykotte, Sitzstreiks, Märsche und Reden, aber niemals Gewalt.
King war ein herausragender Redner, der christlichen Glauben, die Ideale der amerikanischen Verfassung und die Gewaltlosigkeit Mahatma Gandhis zu einer kraftvollen Botschaft verband. Er erreichte, dass die USA Gesetze gegen Rassendiskriminierung und für das Wahlrecht der Schwarzen verabschiedeten. Mit 35 Jahren wurde er damals der jüngste Träger des Friedensnobelpreises.
Herkunft und Kindheit: Warum heißt er wie der Reformator?
Martin Luther King kam am 15. Januar 1929 in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia zur Welt. Geboren wurde er eigentlich als Michael King Jr. Sein Vater war Pastor der Ebenezer Baptist Church in Atlanta. 1934 reiste der Vater nach Deutschland zu einem Kongress der Baptisten in Berlin und besuchte die Wirkungsstätten des Reformators Martin Luther. Tief beeindruckt änderte er danach seinen eigenen Namen und den seines Sohnes in Martin Luther King.
Der kleine Martin wuchs in einer gebildeten Mittelschichtfamilie auf, erlebte aber früh, was Rassentrennung bedeutet. Als Kind spielte er mit einem weißen Nachbarsjungen, bis dessen Eltern ihm den Kontakt verboten, weil Martin schwarz war. In den Südstaaten der USA galten damals die sogenannten Jim-Crow-Gesetze: Schwarze mussten getrennte Schulen besuchen, durften in Bussen nur hinten sitzen, nicht in „weißen“ Restaurants essen und wurden systematisch daran gehindert zu wählen.
Martin war ein hervorragender Schüler. Er übersprang zwei Klassen und begann mit 15 Jahren ein Studium am Morehouse College in Atlanta. Danach studierte er Theologie am Crozer Theological Seminary und schloss 1955 seine Doktorarbeit an der Boston University ab. In Boston lernte er die Musikstudentin Coretta Scott kennen. Die beiden heirateten am 18. Juni 1953 und bekamen vier Kinder.
Der Busboykott von Montgomery und Rosa Parks
1954 wurde King Pastor der Dexter Avenue Baptist Church in Montgomery, Alabama. Er war gerade 25 Jahre alt. Am 1. Dezember 1955 weigerte sich in Montgomery die schwarze Näherin und Bürgerrechtlerin Rosa Parks, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen. Sie wurde verhaftet.
Die schwarze Gemeinde von Montgomery rief daraufhin einen Boykott der städtischen Busse aus und wählte den jungen Pastor King zu ihrem Sprecher. 381 Tage lang liefen Zehntausende Menschen zu Fuß zur Arbeit, bildeten Fahrgemeinschaften oder fuhren mit Taxis. Im Januar 1956 wurde ein Bombenanschlag auf Kings Haus verübt, während seine Frau und seine kleine Tochter darin waren. Wütende Anhänger versammelten sich vor dem Haus, doch King bat sie, nach Hause zu gehen und auf Hass mit Liebe zu antworten. Im Dezember 1956 endete der Boykott mit einem Sieg: Das Oberste Gericht der USA hatte die Rassentrennung in Bussen für verfassungswidrig erklärt.
Gewaltlosigkeit: Kings Vorbild Gandhi
Kings Philosophie verband die Bergpredigt Jesu mit den Methoden Mahatma Gandhis, der Indien mit gewaltfreiem Widerstand von der britischen Kolonialherrschaft befreit hatte. 1959 reiste King nach Indien, um mehr über Gandhis Ideen zu lernen. Für ihn war Gewaltlosigkeit keine Schwäche und keine Feigheit, sondern eine aktive, mutige Form des Widerstands, die den Gegner nicht vernichten, sondern gewinnen will.
Diese Haltung wurde immer wieder auf die Probe gestellt. 1958 wurde King bei einer Signierstunde in New York von einer psychisch kranken Frau mit einem Brieföffner niedergestochen und überlebte nur knapp. Er verzichtete darauf, sie anzuklagen. Seine Überzeugung fasste er in seinem Buch „Kraft zum Lieben“ in einem seiner berühmtesten Gedanken zusammen: Dunkelheit kann Dunkelheit nicht vertreiben, nur Licht kann das. Hass kann Hass nicht vertreiben, nur Liebe kann das.
Birmingham 1963: der Brief aus dem Gefängnis
1957 wurde King Vorsitzender der neu gegründeten Southern Christian Leadership Conference, einer Organisation schwarzer Kirchen, die den gewaltfreien Kampf in den ganzen Süden tragen sollte. Ein entscheidender Schauplatz wurde 1963 Birmingham in Alabama, damals eine der Städte mit der härtesten Rassentrennung. Bei Demonstrationen ließ der Polizeichef Eugene „Bull“ Connor Hunde und Wasserwerfer auf friedliche Demonstranten, darunter viele Kinder und Jugendliche, los. Die Bilder gingen um die Welt und erschütterten die Öffentlichkeit.
King wurde verhaftet. In seiner Zelle schrieb er, zunächst auf die Ränder einer Zeitung, eine Antwort an weiße Geistliche, die ihm vorgeworfen hatten, er sei ungeduldig und solle auf eine friedliche Lösung warten. Dieser „Brief aus dem Gefängnis von Birmingham“ vom 16. April 1963 gehört heute zu den wichtigsten Texten der amerikanischen Geschichte. Darin steht der Satz:
Der Marsch auf Washington und „I Have a Dream“
Am 28. August 1963 kamen rund 250.000 Menschen nach Washington, um für Arbeit und Freiheit zu demonstrieren, eine der größten Kundgebungen in der Geschichte der USA. Am Ende des Tages trat Martin Luther King vor dem Lincoln Memorial ans Mikrofon. Er hatte eine Rede vorbereitet, doch während er sprach, rief ihm die Gospelsängerin Mahalia Jackson zu: „Erzähl ihnen von dem Traum, Martin!“ King legte sein Manuskript beiseite und sprach frei.
Was folgte, ist eine der berühmtesten Reden der Geschichte. Immer wieder begann er seine Sätze mit „I have a dream“, ich habe einen Traum. Er träumte davon, dass eines Tages die Söhne früherer Sklaven und die Söhne früherer Sklavenhalter gemeinsam an einem Tisch der Brüderlichkeit sitzen. Und dass seine vier kleinen Kinder eines Tages in einer Nation leben, in der sie nicht nach ihrer Hautfarbe, sondern nach ihrem Charakter beurteilt werden.
Die Rede ist bis heute urheberrechtlich geschützt. Deshalb findest du hier nur kurze Auszüge und Zusammenfassungen. Wer die ganze Rede hören möchte, findet offizielle Aufnahmen und Textausgaben, die von den Erben lizenziert sind.
Friedensnobelpreis 1964 und der Besuch in Berlin
Der Druck der Bürgerrechtsbewegung zeigte Wirkung. Am 2. Juli 1964 unterzeichnete Präsident Lyndon B. Johnson das Bürgerrechtsgesetz, das die Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen und die Diskriminierung am Arbeitsplatz verbot. Im September 1964 besuchte King Berlin. Er sprach in West-Berlin und überquerte dann trotz Bedenken der amerikanischen Behörden die Mauer, um auch in Ost-Berlin in zwei überfüllten Kirchen zu predigen. Dort sagte er sinngemäß, dass keine von Menschen gemachte Mauer die Kinder Gottes trennen könne.
Am 10. Dezember 1964 erhielt Martin Luther King in Oslo den Friedensnobelpreis für seinen gewaltfreien Kampf gegen Rassendiskriminierung. Er war 35 Jahre alt, damals der jüngste Preisträger überhaupt. Das Preisgeld spendete er vollständig der Bürgerrechtsbewegung.
Selma und das Wahlrecht
Obwohl Schwarze laut Verfassung wählen durften, wurden sie in vielen Südstaaten mit Schikanen, Tests und Gewalt davon abgehalten. Im März 1965 versuchten Demonstranten, von Selma nach Montgomery in Alabama zu marschieren. Am 7. März, dem „Blutigen Sonntag“, prügelte die Polizei auf der Edmund-Pettus-Brücke brutal auf sie ein. King rief daraufhin Geistliche und Unterstützer aus dem ganzen Land nach Selma. Wenige Wochen später gelang der Marsch nach Montgomery, und im August 1965 unterzeichnete Präsident Johnson das Wahlrechtsgesetz. Diese Ereignisse erzählt der Film „Selma“ aus dem Jahr 2014.
Die letzten Jahre: Vietnam, Armut und Gegenwind
In seinen letzten Lebensjahren weitete King seinen Kampf aus. Er setzte sich gegen Armut ein, auch für weiße Arme, und kritisierte ab 1967 öffentlich den Vietnamkrieg. Damit machte er sich auch bei Verbündeten und in der Regierung viele Feinde. Gleichzeitig wandten sich jüngere schwarze Aktivisten von ihm ab, denen seine Gewaltlosigkeit zu zahm war.
Das FBI unter J. Edgar Hoover hielt King für gefährlich. Es überwachte ihn jahrelang, hörte seine Telefone ab und versuchte mit anonymen Drohbriefen, ihn einzuschüchtern und zu diskreditieren. Das wurde erst Jahre nach seinem Tod öffentlich bekannt.
Martin Luther King und Malcolm X
Martin Luther King und Malcolm X gelten als die beiden großen Gegenpole der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. Malcolm X kritisierte Kings Gewaltlosigkeit lange als naiv und forderte, dass sich Schwarze notfalls mit allen Mitteln verteidigen. King dagegen setzte auf Integration und Versöhnung. Persönlich getroffen haben sich die beiden nur ein einziges Mal, kurz, am 26. März 1964 im US-Kapitol in Washington. In seinen letzten Lebensmonaten näherte sich Malcolm X den Positionen Kings an. Er wurde im Februar 1965 ermordet, drei Jahre vor King.
„I’ve Been to the Mountaintop“ und die Ermordung
Im April 1968 reiste King nach Memphis in Tennessee, um streikende schwarze Müllarbeiter zu unterstützen. Am Abend des 3. April hielt er eine Rede, die heute fast wie eine Vorahnung klingt. Er sprach davon, dass er auf dem Gipfel des Berges gewesen sei und das gelobte Land gesehen habe. Vielleicht werde er nicht mit ihnen dorthin gelangen, aber sie als Volk würden es erreichen. Er habe keine Angst vor irgendjemandem.
Am nächsten Abend, dem 4. April 1968, stand Martin Luther King auf dem Balkon des Lorraine Motels in Memphis, als ihn um 18:01 Uhr ein Gewehrschuss traf. Er starb kurz darauf im Krankenhaus. Er war 39 Jahre alt. Nach seinem Tod kam es in über hundert amerikanischen Städten zu Unruhen.
Wer hat Martin Luther King erschossen?
Als Täter wurde James Earl Ray verhaftet, ein entflohener Strafgefangener mit rassistischen Ansichten. Er wurde im Juni 1968 in London gefasst und bekannte sich 1969 schuldig, um einem Prozess mit drohender Todesstrafe zu entgehen. Er wurde zu 99 Jahren Haft verurteilt. Nur wenige Tage später widerrief er sein Geständnis und beteuerte bis zu seinem Tod 1998 seine Unschuld.
Auch Kings Familie glaubte nicht, dass Ray allein gehandelt hat, und setzte sich sogar für einen neuen Prozess ein. 1999 kam eine Zivilgeschworenen-Jury in Memphis zu dem Ergebnis, dass King Opfer einer Verschwörung geworden sei. Eine Untersuchung des US-Justizministeriums fand im Jahr 2000 jedoch keine glaubwürdigen Beweise dafür. Die Frage, ob Ray Hintermänner hatte, ist bis heute umstritten.
Martin Luther King wurde in Atlanta beigesetzt. Heute ruht er gemeinsam mit seiner 2006 verstorbenen Frau Coretta Scott King in einem Grabmal im King Center, umgeben von einem Wasserbecken, nicht weit von seinem Geburtshaus und der Ebenezer Baptist Church.
Coretta Scott King und die Familie
Coretta Scott King stand ihrem Mann nicht nur zur Seite, sie war selbst eine engagierte Bürgerrechtlerin. Nach seiner Ermordung führte sie sein Werk fort, gründete das King Center in Atlanta und kämpfte jahrzehntelang dafür, dass sein Geburtstag ein nationaler Feiertag wurde. Die vier Kinder, Yolanda, Martin Luther King III, Dexter und Bernice, wuchsen ohne ihren Vater auf. Martin Luther King III und Bernice King setzen sich bis heute für das Erbe ihres Vaters ein.
Der Martin Luther King Day
1983 unterzeichnete Präsident Ronald Reagan ein Gesetz, das Kings Geburtstag zu einem nationalen Feiertag machte. Seit 1986 wird der Martin Luther King Day jedes Jahr am dritten Montag im Januar gefeiert, also immer in der Nähe seines Geburtstags am 15. Januar. Er ist einer von nur wenigen amerikanischen Feiertagen, die einer einzelnen Person gewidmet sind. Viele Amerikaner nutzen den Tag für ehrenamtliches Engagement. An diesem Tag bleiben übrigens auch die amerikanischen Börsen geschlossen.
Seit 2011 erinnert in Washington ein großes Denkmal an King. Seine Figur ist aus einem riesigen Granitblock gemeißelt, dem „Stein der Hoffnung“, eine Anspielung auf einen Satz aus seiner Rede „I Have a Dream“: aus dem Berg der Verzweiflung einen Stein der Hoffnung hauen.
Echte und falsche Martin-Luther-King-Zitate
Wie bei vielen großen Persönlichkeiten kursieren auch unter Kings Namen Sätze, die er nie gesagt hat.
„Ich betrauere den Verlust Tausender kostbarer Leben, aber ich werde mich nicht über den Tod eines Einzelnen freuen, nicht einmal eines Feindes.“ Dieser Satz verbreitete sich 2011 nach dem Tod von Osama bin Laden millionenfach als King-Zitat. Er stammt aber nicht von King, sondern von einer jungen Frau, die ihn in einem Facebook-Beitrag vor ein echtes King-Zitat gesetzt hatte. Beim Teilen wurden beide Teile verschmolzen.
„Glaube ist, den ersten Schritt zu tun, auch wenn du die Treppe nicht ganz siehst.“ Dieser beliebte Satz wird King sehr oft zugeschrieben. Eine eindeutige Quelle in seinen Reden und Schriften ist allerdings nicht belegt.
Echt sind dagegen die Zitate aus seinen Büchern, Briefen und Reden in diesem Porträt, etwa der Gedanke, dass Dunkelheit nicht Dunkelheit vertreiben kann, aus seinem Buch „Kraft zum Lieben“ (1963), und der Satz über die Ungerechtigkeit aus dem Brief aus dem Gefängnis von Birmingham.
Martin-Luther-King-Zitate für jeden Anlass
Für Mut im Alltag: In einer Rede am Spelman College 1960 ermutigte King die Studierenden sinngemäß: Wenn du nicht fliegen kannst, dann lauf. Wenn du nicht laufen kannst, dann geh. Wenn du nicht gehen kannst, dann krieche. Aber was immer du tust, du musst weiter vorwärtsgehen.
Für schwierige Entscheidungen: In einer Rede am Oberlin College in Ohio sagte er, die Zeit sei immer reif, das Richtige zu tun.
Für Liebe und Versöhnung: Sein Gedanke, dass nur Licht die Dunkelheit vertreiben kann und nur Liebe den Hass.
Für Träume und Ziele: „I have a dream“, die vier Worte, die bis heute Menschen ermutigen, groß zu träumen.
Bücher und Filme über Martin Luther King
Kings eigene Gedankenwelt lernst du am besten in seinem Buch „Kraft zum Lieben“ kennen, einer Sammlung seiner Predigten, oder in seiner aus seinen Schriften zusammengestellten Autobiografie, herausgegeben von Clayborne Carson. Der Film „Selma“ (2014) mit David Oyelowo als King erzählt eindringlich vom Kampf um das Wahlrecht 1965.
Bücher und Filme über Martin Luther King
Was du von Martin Luther King lernen kannst
1. Antworte auf Hass nicht mit Hass. King wurde bedroht, verhaftet und angegriffen, und blieb trotzdem gewaltfrei. Wer Hass mit Hass beantwortet, vervielfacht ihn nur.
2. Hab einen Traum, und sprich ihn aus. Ein klares, mitreißendes Bild der Zukunft kann Menschen mehr bewegen als jede Statistik. Was ist dein Traum?
3. Warte nicht auf den perfekten Moment. Man warf King vor, er sei zu ungeduldig. Er antwortete, dass „warte“ fast immer „niemals“ bedeute. Die Zeit, das Richtige zu tun, ist immer jetzt.
4. Bleib in Bewegung. Fliegen, laufen, gehen oder kriechen: Hauptsache, du gehst weiter vorwärts.
5. Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. King wusste, dass sein Leben in Gefahr war, und machte trotzdem weiter. Mut ist, das Richtige zu tun, obwohl du Angst hast.
Warum Martin Luther King ein echter Motivationsheld ist
Martin Luther King hätte ein bequemes Leben als angesehener Pastor führen können. Stattdessen stellte er sich an die Spitze einer Bewegung, obwohl er wusste, dass ihn das das Leben kosten könnte. Er wurde verhaftet, bedroht, verleumdet und schließlich ermordet. Doch nichts davon brachte ihn dazu, seinen Grundsatz der Gewaltlosigkeit aufzugeben.
Er hat gezeigt, dass Worte, Mut und Liebe stärker sein können als Hunde, Wasserwerfer und Gefängnismauern. Und er hat Millionen Menschen ermutigt, an eine gerechtere Welt zu glauben und für sie aufzustehen. Wenn du also das nächste Mal das Gefühl hast, dass ein Problem zu groß für dich ist, dann denk an den jungen Pastor aus Montgomery und an seinen berühmtesten Gedanken über Licht und Dunkelheit:




