Neil Armstrong
Wer war Neil Armstrong?
Neil Alden Armstrong kam am 5. August 1930 auf einer Farm bei Wapakoneta in Ohio zur Welt. Er starb am 25. August 2012 in Cincinnati, Ohio. Der US-amerikanische Testpilot und Astronaut war Kommandant von Apollo 11, der Mission, die mit Buzz Aldrin und Michael Collins zum Mond flog. Am 21. Juli 1969 betrat er als erster Mensch die Mondoberfläche. Die Mondlandung machte ihn weltweit bekannt, doch sein Weg dorthin begann deutlich früher.
Schon als Jugendlicher war Neil A. Armstrong von der Fliegerei fasziniert. Er war bei den Boy Scouts of America, baute Modellflugzeuge und bekam Flugstunden. An seinem 16. Geburtstag erhielt er eine Pilotenlizenz, noch vor dem Führerschein für das Auto. Später flog er als Kampfpilot der Navy im Koreakrieg und arbeitete anschließend als Testpilot, unter anderem auf den Raketenflugzeugen Bell X-1 und North American X-15. Mit der X-15 erreichte er im Juli 1962 Mach 5,74, das sind 6419 km/h. Im selben Jahr wurde er als Mitglied der zweiten Astronautengruppe vorgestellt.
Als Astronaut Neil Armstrong kommandierte er 1966 die Mission Gemini 8, bei der erstmals zwei Raumfahrzeuge im All aneinander koppelten. Die Mission wurde danach vorzeitig beendet. Seine Nominierung als erster Mensch auf dem Mond war keineswegs von langer Hand geplant: Er selbst sprach 1966 davon, dass es eine Art glücklicher Umstand sei, wer dieser Mensch ist. Wer sich über Armstrong Neil und seine Laufbahn bei der NASA Neil Armstrong informieren möchte, findet hier einen Überblick über sein Leben, von der Farm in Ohio bis zum Mond. Auch über das Ende seines Lebens berichten wir: Die Nachricht, dass Neil Armstrong verstorben war, erreichte im August 2012 die Öffentlichkeit, er wurde 82 Jahre alt.
| Vollständiger Name | Neil Alden Armstrong |
|---|---|
| Geboren | 5. August 1930 bei Wapakoneta, Ohio |
| Gestorben | 25. August 2012 in Cincinnati, Ohio |
| Nationalität | US-amerikanisch |
| Beruf | Testpilot und Astronaut |
| Bekannt für | Kommandant von Apollo 11; erster Mensch auf dem Mond (21. Juli 1969) |
Kindheit und Herkunft: Neil Armstrongs Jugend auf der Farm in Ohio
Wann ist Neil Armstrong geboren? Neil Alden Armstrong kam am 5. August 1930 bei Wapakoneta im US-Bundesstaat Ohio zur Welt. Genauer gesagt wurde Neil Armstrong geboren auf einer Farm, die etwa zehn Kilometer von Wapakoneta entfernt lag. Wer wissen möchte, wann wurde Neil Armstrong geboren, findet in diesem Datum den Anfang eines Lebenswegs, der ihn später als ersten Menschen auf den Mond führen sollte.
Die Familie: Rechnungsprüfer und Hausfrau
Sein Vater Stephen Armstrong arbeitete als staatlicher Rechnungsprüfer. Seine Mutter Viola Engel war Hausfrau. Die Quelle nennt keine weiteren Einzelheiten zum Alltag der Familie, und so bleibt das Bild bewusst schlicht: ein Elternhaus auf dem Land in Ohio, ohne erkennbare Verbindung zur Luft- und Raumfahrt.
Deutsche Wurzeln der Familie
Interessant ist die deutsche Seite seiner Herkunft. Violas Vater, Martin August Engel, war ein deutscher Auswanderer. Auch weiter zurück in der Ahnenreihe finden sich Spuren nach Deutschland: Friedrich Kötter, einer von Armstrongs Urgroßvätern, stammte aus Ladbergen im heutigen Nordrhein-Westfalen. Der erste Mensch auf dem Mond hatte also einen Urgroßvater, der aus dem heutigen Nordrhein-Westfalen stammte.
| Angabe | Inhalt |
|---|---|
| Geburtsdatum | 5. August 1930 |
| Geburtsort | Farm, zehn Kilometer von Wapakoneta (Ohio) entfernt |
| Vater | Stephen Armstrong, staatlicher Rechnungsprüfer |
| Mutter | Viola Engel, Hausfrau |
| Großvater mütterlicherseits | Martin August Engel, deutscher Auswanderer |
| Urgroßvater | Friedrich Kötter aus Ladbergen |
Pfadfinder, Modellflugzeuge und die Faszination des Fliegens
Schon in seiner Jugend faszinierte ihn die Fliegerei. Die Quelle verknüpft dies mit seiner Zeit als Pfadfinder bei den Boy Scouts of America. Aus dieser Begeisterung wurde bald Praxis: Er baute Modellflugzeuge und bekam Flugstunden. Es blieb also nicht beim Zuschauen und Träumen, sondern er ging die Sache handwerklich und lernend an, Schritt für Schritt.
Der vorläufige Höhepunkt dieser frühen Leidenschaft kam an seinem 16. Geburtstag. An diesem Tag erhielt er eine Pilotenlizenz, und zwar noch vor dem Führerschein für das Auto. Er durfte also ein Flugzeug steuern, bevor er ein Auto fahren durfte. Mit 16 Jahren hatte der Junge von der Farm in Ohio damit bereits eine Pilotenlizenz in der Tasche.
Der Weg zur Purdue University
Nach der High School nahm Armstrong 1947 mit Hilfe eines Stipendiums der US-Marine ein Studium an der Purdue University auf. Sein Ziel war es, Flugzeugingenieur zu werden. Die Begeisterung aus Kindertagen wurde damit zum Berufswunsch mit klarer Richtung. Drei Semester absolvierte er, dann zog ihn die Navy im Januar 1949 zum Militärdienst ein und entsandte ihn nach Florida. Damit endete seine Jugend in Ohio, und ein neuer Abschnitt begann, der ihn zunächst zum Kampfpiloten machte.
Was die frühen Jahre zeigen
Man kann in diesen Jahren ein Muster erkennen: Armstrong blieb nicht bei einer Faszination stehen, sondern verfolgte sie konsequent weiter. Aus Interesse wurden Modellbau und Flugstunden, daraus eine Pilotenlizenz und schließlich ein Ingenieurstudium. Das ist eine Deutung, die auf den genannten Stationen aufbaut. Sie zeigt, wie aus einer frühen Begeisterung ein Lebensweg werden kann, wenn man sie mit eigenem Tun füllt. Wer sich fragt, wann Neil Armstrong geboren wurde und wie er aufwuchs, sieht: Der Mann, der 1969 den Mond betrat, begann seinen Weg auf einer Farm in Ohio.
Ausbildung: Vom Stipendium der Marine zum Studium der Luftfahrttechnik
Armstrongs Weg in die Luftfahrt begann nicht im Hörsaal, sondern in der Jugend. Als Pfadfinder bei den Boy Scouts of America faszinierte ihn die Fliegerei. Er baute Modellflugzeuge und bekam Flugstunden. Seine Pilotenlizenz erhielt er an seinem 16. Geburtstag, also 1946, und damit noch vor dem Führerschein für das Auto.
Wer sich fragt, wie alt Neil Armstrong bei diesem Schritt war, findet die Antwort in dieser Zahl: sechzehn Jahre. Auch sein Neil Armstrong Alter bei späteren Meilensteinen lässt sich leicht nachrechnen, denn er wurde am 5. August 1930 geboren und starb am 25. August 2012 im Alter von 82 Jahren. Die Frage, wie alt Neil Armstrong heute wäre, beantwortet sich damit über das Geburtsjahr 1930, ausgehend vom jeweiligen Jahr.
Das Studium an der Purdue University
1947 nahm Armstrong an der Purdue University ein Studium auf. Möglich wurde das durch ein Stipendium der US-Marine. Sein Ziel war es, Flugzeugingenieur zu werden. Damit war früh erkennbar, dass ihn nicht nur das Fliegen selbst interessierte, sondern auch die Technik dahinter.
Das Studium wurde allerdings unterbrochen. Nach drei Semestern zog ihn die Navy im Januar 1949 zum Militärdienst ein und entsandte ihn nach Florida. In Pensacola wurde er zum Kampfpiloten ausgebildet. Es folgte der Einsatz im Koreakrieg, von dem er im Frühjahr 1952 in die USA zurückkehrte. Im August desselben Jahres verließ er die Navy.
Rückkehr an die Universität und Bachelor
Nach dem Militärdienst setzte Armstrong sein Studium an der Purdue University fort. Im Januar 1955 erhielt er den Bachelor in Luftfahrttechnik. Dieses Diplom war die Grundlage für seine nächste Station: Er bewarb sich damit als Testpilot beim National Advisory Committee for Aeronautics (NACA), dem Vorläufer der NASA.
Der Abschluss zeigt, wie eng bei Armstrong Praxis und Theorie zusammengehörten. Im Rückblick auf seine Zeit als Testpilot sagte er: „Our principal responsibility was engineering work.“ Seine eigentliche Aufgabe war es, die getesteten Flugzeuge konstruktiv zu verbessern. Dafür brauchte es ingenieurwissenschaftliches Wissen, nicht nur Flugerfahrung.
Weiterbildung an der University of Southern California
Mit dem Bachelor war Armstrongs Ausbildung nicht beendet. Neben seiner Arbeit belegte er Studienkurse in Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Südkalifornien (Graduate Studies). 1970 erhielt er dort den Master in Luft- und Raumfahrttechnik. Im selben Jahr verlieh ihm die Purdue-Universität einen Ehrendoktor in Ingenieurwissenschaften. 2005 folgte eine Ehrendoktorwürde der Universität von Südkalifornien.
Was die Ausbildung zeigt
- Früh Verantwortung übernehmen: Mit 16 Jahren hielt er eine Pilotenlizenz, bevor er überhaupt Auto fahren durfte.
- Umwege aushalten: Das Studium wurde durch den Militärdienst unterbrochen, Armstrong nahm es danach wieder auf und schloss es ab.
- Lernen hört nicht auf: Auch als erfahrener Testpilot belegte er weitere Kurse und erwarb später den Master.
Man kann darin sehen, dass Armstrongs Laufbahn auf einer Verbindung beruhte: Flugpraxis von Jugend an und eine solide ingenieurwissenschaftliche Ausbildung. Beides zusammen machte ihn zu einem Piloten, der Flugzeuge nicht nur flog, sondern auch verbessern konnte.
Werdegang: Vom Kampfpiloten über die NACA zur NASA-Mission Gemini 8
Wer verstehen will, wie Neil Armstrong auf dem Mond landen konnte, muss seinen Weg davor betrachten. Er führte über die Navy, die Testpiloten-Arbeit und das zweite Astronautenkorps der NASA. Und weil die Frage oft gestellt wird: Nein, lebt Neil Armstrong noch? Er starb am 25. August 2012 in Cincinnati, Ohio, mit 82 Jahren an den Folgen einer Bypass-Operation.
Studium und Ausbildung zum Kampfpiloten
1947 begann Armstrong mit einem Stipendium der US-Marine ein Studium an der Purdue University, um Flugzeugingenieur zu werden. Nach drei Semestern zog ihn die Navy im Januar 1949 zum Militärdienst ein und schickte ihn nach Florida. In Pensacola wurde er zum Kampfpiloten ausgebildet.
Im Koreakrieg
Ab 1950 nahm Armstrong am Koreakrieg teil. Er gehörte dem Fighter Squadron 51 (VF-51) an, das auf dem Flugzeugträger Essex stationiert war. Mit 20 Jahren war er das jüngste Mitglied der Einheit. Mit seiner einsitzigen F9F „Panther“ flog er insgesamt 78 Einsätze, die meiste Zeit davon Aufklärungsflüge.
Am 3. September 1951 wurde sein Flugzeug im Tiefflug durch ein quer über ein tiefes Tal gespanntes Seil beschädigt. Ein Teil der Tragfläche wurde abgeschnitten, eine normale Landung war nicht mehr möglich. Armstrong flog zum Flugplatz von Pohang, der unter US-amerikanischer Kontrolle stand, und katapultierte sich mit dem Schleudersitz heraus. Im Frühjahr 1952 kehrte er in die USA zurück, im August verließ er die Navy und setzte sein Studium fort. Im Januar 1955 erhielt er den Bachelor in Luftfahrttechnik.
Testpilot bei der NACA
Mit diesem Abschluss bewarb er sich als Testpilot beim National Advisory Committee for Aeronautics (NACA), dem Vorläufer der NASA. Er wurde angestellt, konnte die gewünschte Position aber zunächst nicht antreten: Beworben hatte er sich für die High-Speed Flight Station (HSFS) auf der Edwards Air Force Base, doch in Kalifornien war keine Stelle frei. Deshalb arbeitete er anfangs am Lewis Flight Propulsion Laboratory in Ohio. Als im Sommer 1955 eine Testpiloten-Stelle für ihn frei wurde, reiste er sofort zur HSFS nach Los Angeles.
Dort erprobte Armstrong neben vielen anderen Flugzeugtypen die Raketenflugzeuge Bell X-1 und North American X-15. Seine eigentliche Aufgabe beschrieb er selbst so: „Our principal responsibility was engineering work.“ Es ging also darum, die getesteten Flugzeuge konstruktiv zu verbessern. Insgesamt flog er über 200 verschiedene Flugzeugtypen, vom Jet über Raketenflugzeuge und Hubschrauber bis zu Gleitflugzeugen.
Zehn Jahre nachdem Chuck Yeager mit der X-1 erstmals die Schallmauer durchbrochen hatte, flog Armstrong mit der „Glamorous Glennis“. Im November 1960 hatte er seinen Jungfernflug auf der X-15. Seine höchste Geschwindigkeit auf dieser Maschine war Mach 5,74 (6419 km/h) im Juli 1962. Zwischen November 1960 und seinem Wechsel ins Raumfahrtprogramm 1962 war er außerdem einer der für die X-20 vorgesehenen Piloten. Nebenbei belegte er Studienkurse in Luft- und Raumfahrttechnik an der Universität von Südkalifornien.
Im Juni 1958 gehörte er zu den neun Testpiloten, die die US-Luftwaffe für das Projekt „Man In Space Soonest“ auswählte. Das Projekt wurde jedoch kurz darauf abgesagt, als die NASA gegründet wurde und die Aktivitäten der US-amerikanischen Raumfahrt übernahm.
Der Weg zum Astronauten
Für die erste NASA-Astronautengruppe, die Mercury Seven, kam Armstrong nicht infrage: Er war zu diesem Zeitpunkt wieder Zivilist, und für diese Gruppe durften nur Militärangehörige ausgewählt werden. Bei der zweiten Gruppe kam er zum Zug. Am 17. September 1962 wurde er mit acht anderen zukünftigen Raumfahrern der Öffentlichkeit vorgestellt. Als Spezialgebiet im Gemini-Programm übernahm er zunächst die Simulatoren.
Gemini 8: die erste Kopplung im All
Im Februar 1965 wurde Armstrong als Ersatzmann für Gordon Cooper zum Kommandanten der Mission Gemini 5 ernannt. Er kam nicht zum Einsatz, diente aber als Verbindungssprecher (Capcom). Danach wurde er als Kommandant von Gemini 8 nominiert. Damit gehörte er zu den wenigen Astronauten, denen die NASA bereits beim ersten Raumflug ein Kommando übertrug.
Gemini 8 startete am 16. März 1966. Armstrong und sein Pilot David Scott koppelten erstmals zwei Raumfahrzeuge im All aneinander. Danach geriet Gemini 8 stark ins Taumeln. Die Astronauten brachten die Lage unter Kontrolle, die Mission wurde aber gekürzt. Es war das erste Mal, dass ein Raumflug vorzeitig beendet wurde. Auch den Rekord der ersten Notlandung eines Raumschiffes nennt die Quelle für diese Mission.
Nach seiner Landung wurde Armstrong als Ersatz-Kommandant für Gemini 11 eingeteilt. Bei Gemini 9 im Juni 1966 diente er wieder als Capcom. Dass er so lange im Gemini-Programm gebunden war, hatte Folgen: Er gehörte nicht zu den sechs Kommandanten, die für die ersten Apollo-Flüge nominiert wurden. Erst nach der Katastrophe von Apollo 1 und dem Tod von Gus Grissom im Januar 1967 rückte er nach. Man kann darin sehen, dass sein Weg zur Mondmission weniger geradlinig geplant war, als es im Rückblick wirkt. Armstrong selbst sagte 1966 in einem Interview: „who the person is is sort of happenstance“.
Die wichtigsten Stationen im Überblick
- 1947Beginn des Studiums an der Purdue University mit Hilfe eines Stipendiums der US-Marine.
- 1949Einberufung zur Navy im Januar; Ausbildung zum Kampfpiloten in Pensacola, Florida.
- 1950Beginn der Teilnahme am Koreakrieg im Fighter Squadron 51 (VF-51), stationiert auf der Essex.
- 1951Am 3. September wird seine F9F im Tiefflug durch ein Seil beschädigt; er katapultiert sich nahe Pohang aus dem Flugzeug.
- 1955Im Januar Erwerb des Bachelors in Luftfahrttechnik; im Sommer Wechsel zur High-Speed Flight Station nach Los Angeles.
- 1958Im Juni Auswahl als einer von neun Testpiloten für das Projekt „Man In Space Soonest“, das kurz darauf abgesagt wird.
- 1960Im November Jungfernflug auf der X-15.
- 1962Im Juli erreicht er auf der X-15 Mach 5,74 (6419 km/h); am 17. September wird er als Mitglied der zweiten Astronautengruppe vorgestellt.
- 1966Kommandant der Mission Gemini 8 am 16. März; erste Kopplung zweier Raumfahrzeuge im All, danach Taumeln und vorzeitiger Abbruch.
Von der Navy-Staffel in Korea über die Raketenflugzeuge in Kalifornien bis zum Kommando über Gemini 8 sammelte Armstrong die Erfahrung, auf der seine spätere Rolle bei Apollo 11 aufbaute. Wie es mit der Mondlandung weiterging, erfährst du im nächsten Abschnitt.
Leistungen: Die erste Mondlandung mit Apollo 11
Wenn von der ersten Mondlandung die Rede ist, steht ein Name im Mittelpunkt: Neil Armstrong. Als Kommandant von Apollo 11 flog er gemeinsam mit Buzz Aldrin und Michael Collins zum Mond. Die Mondlandung 1969 ist seine größte Leistung, und sie war das Ergebnis eines langen Weges, der mit Modellflugzeugen auf einer Farm in Ohio begann.
Der Weg zur Apollo-Mission
Dass Armstrong den Mond als Erster betreten würde, war keineswegs von langer Hand geplant. Er selbst sagte 1966 in einem Interview, wer dieser Mensch sei, entscheide eine Art glücklicher Umstand („who the person is is sort of happenstance“). Auf die Besetzung wirkten mehrere Dinge ein:
- Nach dem Tod von Gus Grissom im Januar 1967 rückte Armstrong nach und wurde im November 1967 Ersatzkommandant des dritten bemannten Apollo-Flugs.
- Verzögerungen bei der Mondlandefähre führten 1968 zu einer Umplanung. Apollo 8 wurde als Mondflug ohne Fähre eingefügt.
- Armstrong wurde Ersatzkommandant von Apollo 8. Wie üblich wurde die Ersatzmannschaft als Hauptmannschaft für den drittnächsten Flug eingeteilt, also für Apollo 11.
- Der Erfolg von Apollo 9 und Apollo 10 spielte ebenfalls eine Rolle.
Vorbereitet war er gut: Im Gemini-Programm hatte er als Kommandant von Gemini 8 mit David Scott erstmals zwei Raumfahrzeuge im All aneinandergekoppelt. Als das Raumschiff stark ins Taumeln geriet, brachten die Astronauten die Lage unter Kontrolle, auch wenn die Mission gekürzt wurde. Zuvor hatte er als Testpilot über 200 verschiedene Flugzeugtypen geflogen, darunter die X-15.
Die Landung: Handarbeit statt Automatik
Beim Training entging Armstrong am 6. Mai 1968 knapp dem Tod, als ein Lunar Landing Training Vehicle abstürzte. Er blieb dabei, und mit Apollo 11 gelang ihm schließlich die Mondlandung, die in die Geschichte einging.
Am 20. Juli 1969 übernahm Armstrong bei der Landung mit seinem Kollegen Buzz Aldrin die manuelle Steuerung der Mondlandefähre Eagle. Er lenkte sie von felsigem Gelände fort zu einer sicheren Landung um 20:17 Uhr (UTC). Seine ersten Worte an die Bodenstation lauteten: „Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed“.
Der erste Schritt
Sechs Stunden nach der Landung kletterte Armstrong in den frühen Morgenstunden des 21. Juli aus der Fähre. Wer wissen will, wann die erste Mondlandung war, findet die Antwort in diesen beiden Daten: Gelandet wurde am 20. Juli, den ersten Schritt auf der Oberfläche machte Armstrong am 21. Juli 1969 (UTC). Die erste Mondlandung 1969 ist damit auch ein Datum, das sich in zwei Kalendertage teilt.
Armstrong hatte sich vorgenommen, den Satz „That’s one small step for a man, one giant leap for mankind“ zu sprechen. Aufgrund der Strapazen und der Aufregung ließ er jedoch den Vokal „a“ aus und gab dem Satz damit eine ungewollte Bedeutung. Erst in einem Interview für das Buch „Chariots for Apollo“ (1986) räumte er den Versprecher erstmals ein. Die wissenschaftliche und kulturelle Bedeutung der Landung stellte den Versprecher aber in den Schatten, und die Worte gehören zu den berühmtesten, die je ein Mensch gesprochen hat.
Eine oft erzählte Geschichte gehört dagegen ins Reich der Legende: Der Satz „Good Luck, Mr. Gorsky“, den Armstrong angeblich vor der Rückkehr in die Fähre gesprochen haben soll, ist eine moderne Sage. Armstrong selbst dementierte sie bereits 1995.
Anerkennung für die Leistung
Noch im selben Jahr würdigte ihn die Politik: 1969 erhielt Armstrong die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der USA. Im selben Jahr folgte der Kaiserliche Kulturorden Japans. Später kamen weitere Ehrungen hinzu, etwa 1978 die Congressional Space Medal of Honor und 1979 die Aufnahme in die National Aviation Hall of Fame. Auch im All und im Gestein tragen Dinge seinen Namen: Der Mondkrater Armstrong und der Asteroid (6469) Armstrong sind nach ihm benannt. Das im Mondgestein entdeckte Mineral Armalcolit trägt die Namen von Armstrong, Aldrin und Collins.
Einordnung und was darüber hinausgeht
Für die Apollo Mondlandung gilt: Als Rekord führt die Quelle drei Dinge an, nämlich die erste Kopplung mit einem anderen Raumfahrzeug (Gemini 8), die erste Notlandung eines Raumschiffes (Gemini 8) und den ersten Menschen auf dem Mond (Apollo 11). Die Mondlandung ist also der Höhepunkt einer Laufbahn, die in der Testfliegerei begann und im Astronautenprogramm ihre Fortsetzung fand.
Zu späteren Landungen, zur letzten Mondlandung oder zu aktuellen Plänen wie einer Mondlandung 2026 oder einer Mission Artemis 2 macht die vorliegende Quelle keine Angaben. Belegt ist, dass sich Armstrong später für die bemannte Raumfahrt einsetzte: Er galt als starker Befürworter einer bemannten Mars-Mission, und 2010 kritisierte er die Entscheidung Präsident Obamas, keine Menschen mehr zum Mond zu schicken.
Auch Erinnerungsstücke wie eine Münze zu „10 Jahre Mondlandung“ gehören nicht zu dem, was die Quelle über Armstrong berichtet. Sicher ist dagegen: Die Mondlandung 1 der Menschheitsgeschichte, wie man sie nennen könnte, trägt seinen Namen. Man kann darin sehen, dass ein Ergebnis dieser Größe aus Ausbildung, Training, Erfahrung als Testpilot und einem Quäntchen Glück bei der Besetzung zusammenkam.
Rückschläge: Gefahren im Training und die Gemini-8-Panne
Neil Armstrongs Weg zum Mond verlief nicht geradlinig und nicht ohne Gefahr. Zwei Ereignisse aus den Jahren 1966 und 1968 zeigen, wie dünn die Grenze zwischen Erfolg und Katastrophe in der frühen Raumfahrt sein konnte.
Gemini 8: Kopplung und Taumeln
Am 16. März 1966 startete Armstrong als Kommandant der Mission Gemini 8. Dass die NASA ihm schon beim ersten Raumflug ein Kommando übertrug, war ungewöhnlich: Er war damit einer der wenigen Astronauten, die diese Verantwortung gleich beim Einstieg erhielten. Gemeinsam mit seinem Piloten David Scott koppelte er zum ersten Mal zwei Raumfahrzeuge im All aneinander. Danach geriet Gemini 8 jedoch stark ins Taumeln. Die beiden Astronauten brachten die Lage unter Kontrolle, doch die Mission wurde gekürzt. Es war das erste Mal, dass ein Raumflug vorzeitig beendet wurde. Die Quelle führt dieses Ereignis zudem als Besonderheit auf: Gemini 8 war die erste Notlandung eines Raumschiffes.
Der Absturz im Training
Am 6. Mai 1968 entging Armstrong beim Training für die Mondlandung nur knapp dem Tod. Ein Lunar Landing Training Vehicle, ein Trainingsgerät für die Mondlandung, stürzte ab. Mehr Einzelheiten nennt die Quelle nicht, doch schon die knappe Feststellung zeigt: Auch das Üben auf der Erde war riskant. Etwa anderthalb Jahre später übernahm Armstrong bei der echten Landung die manuelle Steuerung der Mondlandefähre Eagle und lenkte sie von felsigem Gelände fort zu einer sicheren Landung.
Was die Zwischenfälle über die Mission verraten
Wer sich mit der Frage beschäftigt, ob die Mondlandung echt war, stößt früher oder später auf Behauptungen, alles sei inszeniert gewesen. Man kann in der Geschichte der Beinahe-Katastrophen einen Gegenpol zu jeder Verschwörungstheorie zur Mondlandung sehen: Eine Mission, die nur als Täuschung gedacht gewesen wäre, hätte kaum einen Kommandanten gebraucht, der im Training abstürzt oder im Orbit ins Taumeln gerät. Das ist eine Deutung, kein Beweis, aber sie passt zu dem, was die Quelle über den realen, mühsamen und gefährlichen Weg berichtet. Auch rund um die Mondlandung Verschwörungstheorien kursieren, die Mondlandung gilt manchen als Fake. Armstrongs dokumentierte Zwischenfälle zeigen dagegen, wie unsicher, fehleranfällig und menschlich dieses Programm in Wirklichkeit war.
Was bleibt
- Gemini 8 (16. März 1966): erste Kopplung zweier Raumfahrzeuge, danach starkes Taumeln und vorzeitiges Ende der Mission.
- 6. Mai 1968: Absturz eines Lunar Landing Training Vehicle, den Armstrong nur knapp überlebte.
- 20./21. Juli 1969: manuelle Steuerung der Eagle zu einer sicheren Landung.
Bemerkenswert ist, dass Armstrong aus beiden Situationen weiterging, statt auszusteigen. Man kann darin sehen, dass Können und Ruhe unter Druck sich bewähren, gerade wenn etwas schiefgeht.
Privatleben: Familie, Verluste und zweite Ehe
Hinter dem Bild des Mannes, der als erster Mensch den Mond betrat, steht ein Privatleben, über das die Quellen nur knapp berichten. Einiges lässt sich aber sicher festhalten, und es zeigt Neil Armstrong auch von einer Seite, die auf den bekannten Bildern von der Mondlandung nicht zu sehen ist. Wer sich die Bilder der Mondlandung ansieht, blickt auf den Piloten und Astronauten. Der Mensch dahinter hatte eine Familie, erlebte einen schweren Verlust und führte am Ende ein zurückgezogenes Leben.
Die erste Ehe mit Janet Shearon
Im Januar 1956 heiratete Armstrong seine Studentenliebe Janet Shearon. Zu dieser Zeit hatte er sein Studium in Luftfahrttechnik gerade abgeschlossen und war als Testpilot bei der NACA tätig. Das Paar bekam zwei Söhne und eine Tochter.
Der frühe Tod der Tochter
Die Tochter erkrankte schon früh an einem diffusen intrinsischen Ponsgliom, einem Tumor im Hirnstamm. Sie starb im Alter von zwei Jahren, letztlich an einer Lungenentzündung. Mehr als diese nüchterne Angabe nennt die Quelle nicht. Wie Armstrong und seine Frau diese Zeit erlebten, wissen wir nicht, und darüber sollte man auch nicht spekulieren. Festzuhalten bleibt, dass Armstrong den Tod eines Kindes erleben musste.
Trennung und Scheidung
Die Ehe mit Janet hielt nicht bis zum Ende. Nach langjähriger Trennung ließ sich Janet Armstrong 1994 von ihrem Mann scheiden. Gründe für das Scheitern der Ehe nennt die Quelle nicht, und wir wollen sie nicht erfinden. Man kann nur festhalten, dass die Trennung lange vor der Scheidung lag.
Die zweite Ehe mit Carol Held Knight
Noch im selben Jahr, 1994, heiratete Armstrong zum zweiten Mal, und zwar Carol Held Knight. Mit ihr lebte er zuletzt zurückgezogen in der Nähe von Cincinnati, also in der Region in Ohio, in der er auch in seinen späteren Jahren zu Hause war. Dort hatte er von 1971 bis 1979 als Professor an der University of Cincinnati gelehrt.
Ein Leben fern vom Rampenlicht
Dass Armstrong am Ende zurückgezogen lebte, passt zu dem, was die Nachrufe über ihn schrieben: Sie bezeichneten ihn unter anderem als „bescheidenen Helden“ und „stillen Helden der Raumfahrt“. Man kann darin sehen, dass der Mann, der 1969 im Mittelpunkt der Weltöffentlichkeit stand, danach keine Bühne mehr suchte. Das ist eine Deutung, die sich auf diese Nachrufe und auf sein zurückgezogenes Leben in Ohio stützt.
Wichtige Stationen im Überblick
| Jahr | Ereignis |
|---|---|
| 1930 | Geburt auf einer Farm bei Wapakoneta, Ohio |
| 1956 | Heirat mit Janet Shearon im Januar |
| 1994 | Scheidung von Janet und Heirat mit Carol Held Knight |
| 2012 | Tod am 25. August mit 82 Jahren |
Auch der Neil Armstrong Geburtstag gehört zu diesen Eckdaten: Er wurde am 5. August 1930 geboren und starb am 25. August 2012 in Cincinnati, nur wenige Wochen nach seinem 82. Geburtstag. Eine Bypass-Operation, die nach dem Befund von vier Stenosen in den Herzkranzgefäßen am 7. August 2012 nötig geworden war, brachte keine Rettung. Seine Asche wurde am 15. September 2012 vom Deck des Kreuzers Philippine Sea im Atlantik dem Meer übergeben.
Aus der Familiengeschichte lässt sich ablesen, dass auch ein Held des 20. Jahrhunderts Verluste und Brüche erlebt hat. Seine Lebensdaten zeigen, dass Armstrong die Höhen und Tiefen eines normalen Lebens kannte, und das macht ihn als Vorbild menschlicher.
Tod: Herzprobleme und Armstrongs Ende im August 2012
Neil Armstrong lebte zuletzt zurückgezogen in der Nähe von Cincinnati, gemeinsam mit seiner zweiten Frau Carol Held Knight, die er 1994 geheiratet hatte. Im Sommer 2012 änderte sich diese ruhige Zeit: Am 7. August 2012, zwei Tage nach seinem 82. Geburtstag, wurden bei ihm vier Stenosen in den Herzkranzgefäßen festgestellt, also Verengungen der Gefäße, die das Herz versorgen. Sie machten eine sofortige Bypass-Operation nötig.
Wer fragt, wann ist Neil Armstrong gestorben, bekommt eine klare Antwort: am 25. August 2012. Er war 82 Jahre alt und starb in Cincinnati, Ohio, an den Folgen der Bypass-Operation. Zwischen der Diagnose und seinem Tod lagen damit gerade einmal 18 Tage.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 7. August 2012 | Vier Stenosen in den Herzkranzgefäßen werden festgestellt, eine Bypass-Operation wird sofort nötig. |
| 25. August 2012 | Neil Armstrong stirbt mit 82 Jahren an den Folgen der Operation. |
| 15. September 2012 | Seine Asche wird vom Deck des Kreuzers Philippine Sea im Atlantik dem Meer übergeben. |
Die Beisetzung im Atlantik
Am 15. September 2012 wurde die Asche von Neil Armstrong, verstorben drei Wochen zuvor, vom Deck des Kreuzers Philippine Sea im Atlantik dem Meer übergeben. Man kann darin eine Verbindung zu seinem Weg sehen: Armstrong war in jungen Jahren Pilot der US-Navy gewesen und hatte im Koreakrieg von dem Flugzeugträger Essex aus gearbeitet. Die Beisetzung auf einem Schiff der Marine schließt insofern an diese Zeit an.
Ein Nachspiel Jahre später
Der Tod hatte noch ein Nachspiel. Im Juli 2019 veröffentlichte die New York Times, dass die Hinterbliebenen Armstrongs vom Krankenhaus 6 Millionen US-Dollar als Entschädigung für Behandlungsfehler nach der Operation erhalten hatten.
Ein Leben, das weit über 2012 hinausreicht
Armstrong war als Testpilot, Astronaut und Kommandant von Apollo 11 der erste Mensch auf dem Mond. Zuletzt lebte er zurückgezogen in der Nähe von Cincinnati. Nachrufe, etwa in der Morgenpost, bezeichneten ihn als „bescheidenen Helden“, und die Augsburger Allgemeine nannte ihn den „stillen Helden der Raumfahrt“. Sein Leben bleibt damit nicht nur wegen des Schritts auf den Mond im Gedächtnis, sondern auch wegen der Zurückhaltung, mit der er sein Leben nach der Raumfahrt führte.
Vermächtnis: Ehrungen, Benennungen und der Film „Aufbruch zum Mond“
Als Neil Armstrong am 25. August 2012 im Alter von 82 Jahren starb, war sein Name längst mit einem einzigen Augenblick verbunden: dem 21. Juli 1969, als er um 02:56:20 Uhr (UTC) als erster Mensch die Mondoberfläche betrat. Doch sein Vermächtnis besteht aus mehr als diesem Moment. Es zeigt sich in Auszeichnungen, in Namen, die ihm gewidmet wurden, und in einem Spielfilm, der seinen Weg erzählt.
Ehrungen zu Lebzeiten
Schon im Jahr der Neil Armstrong Mondlandung erhielt er 1969 die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der USA. Im selben Jahr folgte der Kaiserliche Kulturorden Japans. Die weiteren Stationen im Überblick:
| Jahr | Ehrung |
|---|---|
| 1969 | Presidential Medal of Freedom |
| 1969 | Kaiserlicher Kulturorden Japans |
| 1973 | Stern auf dem Hollywood Walk of Fame |
| 1978 | Congressional Space Medal of Honor, als einer der ersten sechs Astronauten |
| 1979 | Aufnahme in die National Aviation Hall of Fame, als dritter Raumfahrer |
| 2001 | Gewähltes Mitglied der American Philosophical Society |
| 2005 | Ehrendoktorwürde der Universität von Südkalifornien |
Namen am Himmel und auf der Erde
Nach Armstrong sind der Mondkrater Armstrong und der Asteroid (6469) Armstrong benannt. Zusammen mit Buzz Aldrin und Michael Collins ist er außerdem Namensgeber des Minerals Armalcolit, das im Mondgestein der Apollo-11-Mission entdeckt wurde. Der Name der drei Besatzungsmitglieder steckt damit buchstäblich in einem Material, das sie selbst vom Mond mitbrachten.
Auch auf der Erde trägt einiges seinen Namen. Im Januar 2014 wurde das Dryden Flight Research Center in Neil A. Armstrong Flight Research Center umbenannt. Das ist insofern passend, als Armstrong als NASA-Testpilot am Flight Research Center in Edwards, Kalifornien, über 200 verschiedene Flugzeugtypen geflogen war, darunter die X-15. Im März 2014 benannte zudem die US Navy das Forschungsschiff Neil Armstrong (T-AGOR-27) nach ihm.
Der Film „Aufbruch zum Mond“
2018 kam der von Damien Chazelle inszenierte Historienfilm „Aufbruch zum Mond“ heraus, in dem Ryan Gosling Armstrong darstellt. Der Film konzentriert sich insbesondere auf die lange Vorlaufzeit der Mond-Mission. Das passt zu einem Detail, das die Biografie selbst nahelegt: Armstrongs Nominierung als erster Mensch auf dem Mond war keineswegs von langer Hand vorbereitet. Er selbst sagte schon 1966 in einem Interview, wer diese Person sei, entscheide eine Art glücklicher Umstand („who the person is is sort of happenstance“). Man kann darin sehen, dass der Weg zum Mond aus vielen Schritten, Umplanungen und Zufällen bestand, nicht aus einem einzigen Plan.
Wer hat die Mondlandung gefilmt?
Die Frage, wer hat die Mondlandung gefilmt, taucht im Zusammenhang mit Armstrong immer wieder auf. Aus unserer Quelle lässt sich dazu nichts Belastbares sagen: Sie nennt keine Kameraleute und keine Aufnahmetechnik. Belegt ist dagegen, was Armstrong tat: Er übernahm bei der Landung die manuelle Steuerung der Mondlandefähre Eagle und lenkte sie von felsigem Gelände fort zu einer sicheren Landung. Seine ersten Worte an die Bodenstation lauteten „Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed“.
Ein Vermächtnis jenseits der Ehrungen
Zu Armstrongs Vermächtnis gehört auch sein späteres Eintreten für die Raumfahrt. Er galt als starker Befürworter einer bemannten Mars-Mission, und 2010 kritisierte er Präsident Obamas Entscheidung, keine Menschen mehr zum Mond zu schicken. In einem von ihm mit-initiierten offenen Brief zeigten sich die Unterzeichner „sehr beunruhigt“, dass die USA ihre hart errungene globale Führung in der Raumfahrttechnologie an andere Nationen abtreten könnten. Selbst nach seiner Zeit bei der NASA setzte er sich also weiter für das ein, was er einst mitgeprägt hatte.
Was wir lernen können: Präzision, Ingenieurskunst und Bescheidenheit
Neil Armstrong gilt als der Mann, der als erster Mensch den Mond betrat. Wer sich mit seinem Weg beschäftigt, stößt dabei weniger auf Heldenpose als auf Handwerk. Die Quelle hält fest, dass er seine eigentliche Aufgabe als Testpilot in der konstruktiven Verbesserung der getesteten Flugzeuge sah. Sein Satz dazu lautet: „Our principal responsibility was engineering work.“ Aus dieser Haltung lassen sich Lektionen ableiten, die weit über die Raumfahrt hinausreichen. Wo es sich um Deutungen handelt, sind sie als solche gemeint und bauen auf belegten Stationen seines Lebens auf.
Am Anfang seiner Laufbahn stand keine Eingebung, sondern Neugier und Fleiß. Schon als Pfadfinder faszinierte ihn die Fliegerei, er baute Modellflugzeuge und nahm Flugstunden. An seinem 16. Geburtstag hielt er eine Pilotenlizenz in den Händen, noch vor dem Führerschein fürs Auto. Auch später verlief nicht alles nach Plan: Bei der NACA konnte er die gewünschte Stelle zunächst nicht antreten und arbeitete erst am Lewis Flight Propulsion Laboratory in Ohio. Als im Sommer 1955 eine Testpilotenstelle frei wurde, reiste er sofort nach Los Angeles.
- Verstehe dein Handwerk von Grund auf. Armstrong studierte Luftfahrttechnik und erwarb 1955 den Bachelor, später folgte der Master. Wer die Technik hinter seiner Arbeit kennt, trifft in kritischen Momenten bessere Entscheidungen. Man kann darin sehen, dass Fachwissen die Grundlage für Gelassenheit ist.
- Bleib ruhig, wenn es eng wird. Bei Gemini 8 geriet das Raumfahrzeug stark ins Taumeln. Die Mission wurde vorzeitig beendet. Bei der Mondlandung übernahm er die manuelle Steuerung der Eagle und lenkte sie von felsigem Gelände fort zu einer sicheren Landung.
- Nutze Umwege und Wartezeiten. Dass die gewünschte Stelle zunächst nicht frei war, hielt ihn nicht auf. Er arbeitete weiter und war bereit, als sich die Gelegenheit bot.
- Sieh das Ganze als Teamleistung. Der Flug von Apollo 11 gelang mit Buzz Aldrin und Michael Collins, und hinter jeder Mission standen Simulatoren, Tests und viele Beteiligte. Armstrong selbst kümmerte sich im Gemini-Programm als Spezialgebiet um die Simulatoren, also um die Vorbereitung, die den Ernstfall beherrschbar macht.
- Bleib bescheiden, wenn Glück mitspielt. Seine Nominierung als erster Mensch auf dem Mond war laut Quelle keineswegs von langer Hand vorbereitet. Umplanungen bei Apollo 8 und der Tod von Gus Grissom spielten eine Rolle. Schon 1966 sagte er, wer diese Person sei, entscheide eine Art glücklicher Umstand („who the person is is sort of happenstance“). Wer seinen Erfolg auch den Umständen zuschreibt, bleibt mit beiden Füßen auf dem Boden.
- Gib Fehler zu und lass sie stehen. Den berühmten Versprecher bei seinem ersten Schritt räumte er erst 1986 in einem Interview ein. Die Bedeutung der Mondlandung stellte ihn ohnehin in den Schatten. Man kann das als Hinweis lesen, dass kleine Pannen große Leistungen nicht entwerten.
- Bleib nach dem Höhepunkt nützlich. Er lehrte von 1971 bis 1979 als Professor in Cincinnati und wurde 1986 zweiter Vorsitzender der Kommission zur Untersuchung der Challenger-Katastrophe. Verantwortung endet nicht mit dem größten Erfolg.
Gerade diese Haltung macht den Blick auf Neil Armstrong Mond und Mensch so lohnend. Es geht weniger um den einen berühmten Moment als um die Jahre davor: Flugstunden, Studium, Erprobung neuer Maschinen und Simulatortraining. Die Frage lebt Neil Armstrong noch lässt sich klar beantworten: Er starb am 25. August 2012 im Alter von 82 Jahren an den Folgen einer Bypass-Operation. Seine Asche wurde am 15. September 2012 im Atlantik dem Meer übergeben. Was von ihm bleibt, ist ein Beispiel dafür, wie man Verantwortung trägt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Für dich heißt das: Nimm dein eigenes Handwerk ernst, übe, bevor es darauf ankommt, und würdige die Menschen, mit denen du arbeitest. Und wenn dir eines Tages der entscheidende Moment zufällt, bist du bereit.
FAQ: Häufige Fragen zu Neil Armstrong und der Mondlandung
Wann ist Neil Armstrong geboren?
Neil Alden Armstrong kam am 5. August 1930 auf einer Farm zehn Kilometer von Wapakoneta in Ohio zur Welt. Wer wissen möchte, wann Neil Armstrong geboren ist, findet hier die Kurzfassung: Sein Vater Stephen Armstrong war staatlicher Rechnungsprüfer, seine Mutter Viola Engel war Hausfrau. Sie war die Tochter des deutschen Auswanderers Martin August Engel.
Wann ist Neil Armstrong gestorben und woran?
Neil Armstrong starb am 25. August 2012 in Cincinnati, Ohio, im Alter von 82 Jahren. Am 7. August 2012 waren vier Stenosen in seinen Herzkranzgefäßen festgestellt worden, die eine sofortige Bypass-Operation nötig machten. Er starb an den Folgen dieser Operation. Am 15. September 2012 wurde seine Asche vom Deck des Kreuzers Philippine Sea im Atlantik dem Meer übergeben.
Wann war die Mondlandung?
Wenn du dich fragst, wann die Mondlandung war: Die Mondlandefähre Eagle landete am 20. Juli 1969 um 20:17 Uhr (UTC). Neil Armstrong betrat die Mondoberfläche am 21. Juli 1969 um 02:56:20 Uhr (UTC) als erster Mensch. Deshalb findest du in Quellen mal den 20., mal den 21. Juli: Der Unterschied ergibt sich aus der Landung und dem ersten Schritt, die rund sechs Stunden auseinanderlagen.
Welche Rolle hatte Neil Armstrong bei der Mondlandung?
Zur Neil-Armstrong-Mondlandung gehört vor allem seine Rolle als Kommandant von Apollo 11. Die Mission flog mit Buzz Aldrin und Michael Collins zum Mond. Bei der Landung mit Aldrin übernahm Armstrong die manuelle Steuerung der Mondlandefähre Eagle und lenkte sie von felsigem Gelände fort zu einer sicheren Landung. Seine ersten Worte vom Mond an die Bodenstation waren: „Houston, Tranquility Base here. The Eagle has landed“.
Was hat Armstrong beim ersten Schritt auf dem Mond gesagt?
Armstrong hatte sich vorgenommen, zu sagen: „That’s one small step for a man, one giant leap for mankind“ (dt. „Das ist ein kleiner Schritt für einen Menschen, ein riesiger Sprung für die Menschheit“). Aufgrund der Strapazen und der Aufregung versäumte er die Aussprache eines einzigen Vokals, des „a“ in „a man“, und gab dem Satz damit eine ungewollte Bedeutung. Erst während eines Interviews für das Buch „Chariots for Apollo“ (1986) räumte er den Versprecher ein.
Hat Armstrong auf dem Mond wirklich „Good Luck, Mr. Gorsky“ gesagt?
Angeblich sprach er den Satz, bevor er in die Mondlandefähre zurückkehrte. Armstrong selbst dementierte diese moderne Sage bereits 1995. Der Satz gilt daher als zugeschrieben, nicht als belegt.
Gibt es Beweise gegen Verschwörungstheorien zur Mondlandung?
Die Quelle, auf die wir uns hier stützen, behandelt Verschwörungstheorien nicht ausdrücklich. Dokumentiert ist dagegen die Mission selbst: Es gibt ein Transkript der Apollo-11-Mission auf der Website der NASA. Außerdem wurde während der Mission Mondgestein gesammelt, in dem später das Mineral Armalcolit entdeckt wurde. Es ist nach Armstrong, Aldrin und Collins benannt. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann diese Unterlagen nachlesen.
Gibt es eine Mondlandung 2026?
Zur Mondlandung 2026 liefern die Quellen zu Neil Armstrong keine Angaben. Belegt ist nur: 2010 kritisierte Armstrong die Entscheidung von Präsident Barack Obama, keine Menschen mehr zum Mond schicken zu wollen. In einem von ihm maßgeblich mit-initiierten offenen Brief an Obama äußerten die Unterzeichner sich „sehr beunruhigt“, dass die USA ihre „hart errungene globale Führung in der Raumfahrttechnologie an andere Nationen abtreten“. Armstrong galt zudem als starker Befürworter einer bemannten Mars-Mission.
War Armstrong von Anfang an als erster Mensch auf dem Mond vorgesehen?
Nein, seine Nominierung war nicht von langer Hand vorbereitet. Wegen seiner langen Einbindung ins Gemini-Programm gehörte er nicht zu den ersten Apollo-Kommandanten. Erst nach dem Tod von Gus Grissom im Januar 1967 rückte er nach. Im Sommer 1968 führten Verzögerungen bei der Mondlandefähre zu einer Umplanung: Armstrong wurde Ersatzkommandant von Apollo 8 und damit Hauptkommandant von Apollo 11. Er selbst sagte 1966 in einem Interview, wer der erste Mensch auf dem Mond sein werde, entscheide „sort of happenstance“, also gewissermaßen ein glücklicher Umstand.
Wie knapp entging Armstrong vor der Mondlandung dem Tod?
Am 6. Mai 1968 entging er während des Trainings für die Mondlandung nur knapp dem Tod, als ein Mondlandungstrainingsgerät (Lunar Landing Training Vehicle) abstürzte. Schon 1951 hatte er im Koreakrieg Glück gehabt: Am 3. September 1951 wurde seine F9F im Tiefflug durch ein gespanntes Seil beschädigt, eine Tragfläche wurde abgeschnitten. Er flog zum Flugplatz von Pohang und katapultierte sich mit dem Schleudersitz heraus.
Welche Auszeichnungen erhielt Neil Armstrong für die Mondlandung?
Für seine Leistung erhielt Armstrong 1969 die Presidential Medal of Freedom, die höchste zivile Auszeichnung der USA. Im selben Jahr bekam er den Kaiserlichen Kulturorden Japans. 1978 gehörte er zu den ersten sechs Astronauten, denen die Congressional Space Medal of Honor verliehen wurde, und 1979 nahm ihn die National Aviation Hall of Fame als dritten Raumfahrer auf. Nach ihm sind außerdem der Mondkrater Armstrong und der Asteroid (6469) Armstrong benannt.
Was machte Armstrong nach der Mondlandung?
1970 wurde er stellvertretender Leiter des Washingtoner Aeronautikbüros der NASA, 1971 verließ er die Behörde. Von 1971 bis 1979 lehrte er als Professor für Luft- und Raumfahrttechnik an der University of Cincinnati. Danach wechselte er in die Wirtschaft. 1986 wurde er als zweiter Vorsitzender in die Kommission zur Untersuchung der Challenger-Katastrophe berufen, 1989 trat er dem Direktorium von Thiokol bei, dem Hersteller der Feststoffbooster des Space Shuttle.
Gibt es einen Film über Neil Armstrong?
Ja. 2018 wurde der von Damien Chazelle inszenierte Historienfilm „Aufbruch zum Mond“ veröffentlicht, in dem Ryan Gosling Armstrong darstellt. Der Film fokussiert sich insbesondere auf die lange Vorlaufzeit der Mond-Mission. Als Buchbiografie gibt es von James R. Hansen „First Man“, auf Deutsch „Aufbruch zum Mond. Neil Armstrong – Die autorisierte Biografie“.
