Maya Angelou
Wer war Maya Angelou?
Maya Angelou hat ein Leben geführt, das für zehn Menschen reichen würde. Sie war Straßenbahnschaffnerin, Tänzerin, Sängerin, Journalistin in Afrika, Bürgerrechtlerin an der Seite von Martin Luther King und Malcolm X, Professorin und eine der bekanntesten Dichterinnen der Welt. Und das alles nach einer Kindheit, in der sie so schwer verletzt wurde, dass sie fünf Jahre lang kein Wort mehr sprach. Ihr Gedicht „Still I Rise“ ist bis heute eine Hymne für alle, die wieder aufstehen.
| Geburtsname | Marguerite Annie Johnson |
|---|---|
| Geboren | 4. April 1928 in St. Louis, Missouri (USA) |
| Gestorben | 28. Mai 2014 in Winston-Salem, North Carolina |
| Alter | 86 Jahre |
| Aufgewachsen | bei ihrer Großmutter in Stamps, Arkansas |
| Bruder | Bailey Johnson, der ihr den Spitznamen „Maya“ gab |
| Sohn | Guy Johnson (geboren 1944) |
| Berufe | Schriftstellerin, Dichterin, Sängerin, Tänzerin, Schauspielerin, Regisseurin, Bürgerrechtlerin, Professorin |
| Bekanntestes Buch | Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt (1969) |
| Bekannteste Gedichte | Still I Rise, Phenomenal Woman, On the Pulse of Morning |
| Wichtigste Ehrung | Presidential Medal of Freedom (2011) |
Maya Angelous Lebenslauf in Stichpunkten
- 1928Geburt am 4. April in St. Louis
- 1931Umzug zur Großmutter nach Stamps, Arkansas
- 1936Nach einem schweren Übergriff verstummt sie für rund fünf Jahre
- 1944Erste schwarze Straßenbahnschaffnerin in San Francisco, Geburt ihres Sohnes Guy
- 1954Tournee durch Europa mit der Oper „Porgy and Bess“
- 1960Arbeit für Martin Luther Kings Bürgerrechtsorganisation
- 1961Jahre in Kairo und Ghana als Journalistin
- 1968Martin Luther King wird an ihrem Geburtstag ermordet
- 1969„Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt“ erscheint
- 1978Gedichtband „And Still I Rise“
- 1982Professorin auf Lebenszeit an der Wake Forest University
- 1993Gedichtvortrag bei der Amtseinführung von Bill Clinton
- 2011Presidential Medal of Freedom
- 2014Tod am 28. Mai in Winston-Salem
Kindheit in Stamps: das Mädchen, das verstummte
Als Maya drei Jahre alt war, trennten sich ihre Eltern. Sie und ihr älterer Bruder Bailey wurden allein mit dem Zug zu ihrer Großmutter nach Stamps geschickt, einem kleinen Ort im tief rassistischen Süden der USA. Die Großmutter führte dort einen Laden und war eine strenge, aber starke Frau. Bailey nannte seine Schwester „Mya Sister“, daraus wurde der Name Maya.
Mit sieben Jahren wurde Maya bei einem Besuch bei ihrer Mutter vom Freund der Mutter missbraucht. Sie erzählte es ihrem Bruder, der Mann wurde verurteilt, kam aber schnell frei und wurde kurz darauf getötet. Maya glaubte, ihre Worte hätten ihn umgebracht. Also hörte sie auf zu sprechen, fast fünf Jahre lang.
Eine Nachbarin, Bertha Flowers, holte sie zurück. Sie gab Maya Bücher, las ihr Gedichte vor und sagte ihr, dass Gedichte erst lebendig werden, wenn man sie laut ausspricht. So fand Maya ihre Stimme wieder, über die Literatur. Diese Stimme hat danach Millionen Menschen erreicht.
Maya Angelou jung: Schule, Graduation und eine frühe Mutterschaft
Als Teenager zog Maya mit ihrem Bruder zur Mutter nach Kalifornien, zuerst nach Oakland, dann nach San Francisco. Ihre Mutter Vivian Baxter war das Gegenteil der strengen Großmutter: elegant, selbstbewusst, unabhängig, manchmal unberechenbar, aber immer auf der Seite ihrer Kinder. Maya bekam ein Stipendium für Tanz und Schauspiel an der California Labor School und entdeckte dort die Bühne für sich.
Mit 16 wurde sie schwanger, nach einer einzigen Begegnung mit einem Nachbarsjungen. Sie verheimlichte die Schwangerschaft fast bis zum Ende, machte noch ihren Schulabschluss und brachte wenige Wochen später ihren Sohn Guy zur Welt. Ihre Mutter machte ihr keine Vorwürfe, sondern sagte ihr, dass sie jetzt eben Mutter sei und das schaffen werde. Diese Szene bildet das Ende ihres ersten Buches. Für Maya war Guy nie ein Fehler, sondern der Mensch, der ihr ganzes Leben Halt gab.
Stamps, Arkansas: der Laden der Großmutter
Der Ort, an dem Maya aufwuchs, prägte sie mehr als jeder andere. Stamps war ein kleiner Ort im Süden von Arkansas, streng geteilt in einen weißen und einen schwarzen Teil. Ihre Großmutter Annie Henderson, die Maya nur „Momma“ nannte, führte im schwarzen Viertel einen Gemischtwarenladen, den „Store“. Das war für eine schwarze Frau dieser Zeit eine außergewöhnliche Leistung. Sie hatte das Geschäft aus dem Nichts aufgebaut, verkaufte zuerst Essen an Arbeiter und besaß später sogar Land, das sie an Weiße verpachtete. Während der großen Wirtschaftskrise der 1930er-Jahre gehörte sie zu den wenigen Menschen in der Gegend, die noch Geld hatten.
Im Laden lernte Maya rechnen, beobachten und zuhören. Morgens kamen die Baumwollpflücker, voller Hoffnung auf einen guten Tag, abends kamen sie erschöpft und mit zerschundenen Händen zurück. Maya sah, wie hart das Leben der Menschen um sie herum war, und wie würdevoll viele von ihnen es trotzdem trugen. Die Großmutter war fromm, wortkarg und unerschütterlich. Sie brachte Maya bei, sich nie auf die Ebene von Menschen herabzulassen, die einen erniedrigen wollen, eine Haltung, die Maya später in „Still I Rise“ zu Poesie machte.
Mrs. Flowers und die Kraft der Literatur
Die wichtigste Begegnung ihrer Kindheit war die mit Bertha Flowers, einer gebildeten, eleganten Frau aus dem schwarzen Teil von Stamps. Maya beschreibt sie als die erste Frau, die ihr zeigte, wie ein Mensch sein kann. Mrs. Flowers lud das stumme Mädchen zu sich ein, bot ihr Kekse und Limonade an und las ihr laut aus Charles Dickens vor. Dann gab sie ihr Bücher mit nach Hause und bat sie, Gedichte auswendig zu lernen und beim nächsten Besuch laut vorzutragen.
Sie sagte Maya, dass Sprache das ist, was den Menschen von den Tieren unterscheidet, und dass Worte erst ihre volle Bedeutung bekommen, wenn man sie ausspricht. Mrs. Flowers nannte ihre gemeinsamen Nachmittage „Lektionen fürs Leben“. Maya las in den folgenden Jahren alles, was sie bekommen konnte: Shakespeare, Edgar Allan Poe, die Bibel, schwarze Dichter wie Paul Laurence Dunbar und Langston Hughes. Langsam kehrte ihre Stimme zurück. Ohne Mrs. Flowers, sagte Maya später, wäre sie vielleicht nie wieder zum Sprechen gekommen.
James Baldwin: Freund und Förderer
Ohne James Baldwin gäbe es Maya Angelous berühmtestes Buch vielleicht nicht. Die beiden lernten sich Ende der 1950er-Jahre kennen und wurden enge Freunde, fast wie Geschwister. Baldwin, damals schon ein gefeierter Schriftsteller, erkannte früh ihr Erzähltalent. Nach den Morden an Malcolm X und Martin Luther King, als Maya in tiefer Trauer steckte, nahm er sie mit zu einem Abendessen bei dem Cartoonisten Jules Feiffer. Dort erzählte sie so mitreißend von ihrer Kindheit, dass Feiffers Frau einen Verleger anrief. Der bat Maya, ihre Geschichte aufzuschreiben. Sie lehnte zuerst ab, bis der Verleger sie mit der Bemerkung herausforderte, es sei fast unmöglich, eine Autobiografie als Literatur zu schreiben. Diese Herausforderung nahm sie an.
Straßenbahn, Bühne, Afrika: ein Leben in vielen Rollen
Mit 16 Jahren wollte Maya in San Francisco Straßenbahnschaffnerin werden. Schwarze Frauen wurden dafür nicht eingestellt. Maya ging so lange jeden Tag ins Büro, bis man sie nahm. Sie wurde die erste schwarze Schaffnerin der Stadt. Im selben Jahr bekam sie mit 17 ihren Sohn Guy, den sie allein großzog.
Um Geld zu verdienen, arbeitete sie als Köchin, Kellnerin und Tänzerin. Als Calypso-Sängerin trat sie in Nachtclubs auf und nahm 1957 ein eigenes Album auf. Mit der Oper „Porgy and Bess“ tourte sie durch 22 Länder. Später lebte sie in Kairo, wo sie für eine englischsprachige Zeitung arbeitete, und in Ghana, wo sie an der Universität unterrichtete und Malcolm X kennenlernte.
Wie Marguerite Johnson zu Maya Angelou wurde
Ihren Künstlernamen bekam sie in den 1950er-Jahren. 1951 heiratete sie den griechischen Seemann und Musiker Tosh Angelos, eine Ehe zwischen einer schwarzen Frau und einem weißen Mann, die damals in vielen US-Bundesstaaten noch verboten war. Die Ehe hielt nur wenige Jahre. Als Maya später als Tänzerin und Sängerin im Nachtclub „Purple Onion“ in San Francisco auftrat, schlugen die Manager einen exotischeren Namen vor. Aus dem Spitznamen ihres Bruders und dem Nachnamen ihres Ex-Mannes wurde „Maya Angelou“. Unter diesem Namen kannte sie bald die ganze Welt.
Calypso, Porgy and Bess und das Leben als Künstlerin
In den 1950er-Jahren war Calypso-Musik in den USA in Mode, und Maya Angelou wurde als „Miss Calypso“ bekannt. 1957 nahm sie ein Album mit diesem Titel auf und spielte in einem Film über Calypso mit. Mit der Opernproduktion „Porgy and Bess“ reiste sie durch Europa und Afrika, lernte dabei mehrere Sprachen und unterrichtete in jeder Stadt Tanz. Später zog sie nach New York, schloss sich der Harlem Writers Guild an, einer Gruppe schwarzer Schriftsteller, und begann ernsthaft zu schreiben. Dort lernte sie unter anderem James Baldwin kennen, der ihr wichtigster Förderer werden sollte.
Kampf für Bürgerrechte mit Martin Luther King und Malcolm X
1960 arbeitete Maya Angelou für die Bürgerrechtsorganisation von Martin Luther King und sammelte Spenden für die Bewegung. Nach ihrer Rückkehr aus Afrika wollte sie Malcolm X beim Aufbau einer neuen Organisation helfen, doch er wurde 1965 ermordet. Drei Jahre später plante sie mit King eine Kampagne, und er wurde am 4. April 1968 erschossen, an ihrem 40. Geburtstag. Viele Jahre lang feierte sie ihren Geburtstag danach nicht mehr.
Kairo und Ghana: die Jahre in Afrika
1961 ging Maya Angelou mit dem südafrikanischen Freiheitskämpfer Vusumzi Make nach Kairo. Dort arbeitete sie als Redakteurin einer englischsprachigen Wochenzeitung, als eine der wenigen Frauen in diesem Beruf in Ägypten. Als die Beziehung zerbrach, zog sie mit ihrem Sohn nach Ghana. In Accra arbeitete sie an der Universität, schrieb für Zeitungen und gehörte zu einer Gemeinschaft afroamerikanischer Auswanderer, die im gerade unabhängig gewordenen Ghana nach ihren Wurzeln suchten. Diese Jahre beschreibt sie in ihrem Buch „All God’s Children Need Traveling Shoes“. Sie erzählt darin ehrlich, dass sie in Afrika nicht einfach „zu Hause“ ankam, sondern merkte, wie amerikanisch sie trotz allem war.
Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt
Ihr Freund, der Schriftsteller James Baldwin, ermutigte sie nach diesen Schicksalsschlägen, ihre Lebensgeschichte aufzuschreiben. 1969 erschien „I Know Why the Caged Bird Sings“, auf Deutsch „Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt“. Das Buch erzählt ihre Kindheit bis zum Alter von 16 Jahren, offen und ohne Selbstmitleid, auch über den Missbrauch. Es wurde ein Welterfolg und war eine der ersten Autobiografien einer schwarzen Frau, die ein Millionenpublikum erreichte.
Der Titel bezieht sich auf ein Bild: Der Vogel im Käfig singt nicht, weil er glücklich ist, sondern weil er sich nach Freiheit sehnt. Bis 2013 schrieb Angelou sieben Bände ihrer Lebensgeschichte.
Worum es im Buch genau geht
„Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt“ erzählt Mayas Leben von drei bis sechzehn. Im Mittelpunkt steht der Laden ihrer Großmutter in Stamps, in dem schwarze Baumwollpflücker vor und nach der Arbeit einkaufen. Maya beschreibt den Alltag der Rassentrennung bis ins Detail: den weißen Zahnarzt, der ihre Großmutter abweist, obwohl er ihr Geld schuldet; die Schulabschlussfeier, bei der ein weißer Redner den schwarzen Kindern erklärt, dass aus ihnen höchstens Sportler werden; die Angst, wenn der Ku-Klux-Klan durch die Gegend reitet.
Dazwischen stehen Szenen voller Wärme und Humor, etwa mit ihrem Bruder Bailey, ihrem einzigen echten Vertrauten. Und dann die Begegnung mit Mrs. Flowers, die Maya nach dem Missbrauch durch Bücher wieder zum Sprechen bringt. Das Buch endet mit der Geburt ihres Sohnes. Den Titel lieh sie sich aus dem Gedicht „Sympathy“ des schwarzen Dichters Paul Laurence Dunbar von 1899.
Das Buch stand 1970 auf der Shortlist für den National Book Award. Gleichzeitig gehört es seit Jahrzehnten zu den Büchern, die in amerikanischen Schulen am häufigsten verboten werden sollen, weil es Missbrauch und Rassismus so offen beschreibt. 1979 wurde es fürs Fernsehen verfilmt.
Die sieben Autobiografien von Maya Angelou
Maya Angelou erzählte ihr Leben in sieben Bänden, die über mehr als 40 Jahre entstanden. Zusammen ergeben sie eine der ungewöhnlichsten Lebensgeschichten der amerikanischen Literatur.
| Band | Jahr | Lebensabschnitt |
|---|---|---|
| I Know Why the Caged Bird Sings | 1969 | Kindheit in Stamps bis zur Geburt ihres Sohnes |
| Gather Together in My Name | 1974 | Junge Mutter, Jobs, Abwege und Gefahren |
| Singin’ and Swingin’ and Gettin’ Merry Like Christmas | 1976 | Ehe, Bühne, Tournee mit „Porgy and Bess“ |
| The Heart of a Woman | 1981 | New York, Bürgerrechtsbewegung, Kairo |
| All God’s Children Need Traveling Shoes | 1986 | Die Jahre in Ghana |
| A Song Flung Up to Heaven | 2002 | Die Morde an Malcolm X und Martin Luther King |
| Mom & Me & Mom | 2013 | Die Beziehung zu ihrer Mutter Vivian Baxter |
Maya Angelou Bücher: die wichtigsten Werke
| Jahr | Buch | Art |
|---|---|---|
| 1969 | Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt | Autobiografie, Band 1 |
| 1971 | Just Give Me a Cool Drink of Water ’fore I Diiie | Gedichte, für den Pulitzer-Preis nominiert |
| 1974 | Gather Together in My Name | Autobiografie, Band 2 |
| 1978 | And Still I Rise | Gedichte, darin „Still I Rise“ und „Phenomenal Woman“ |
| 1986 | All God’s Children Need Traveling Shoes | Autobiografie über ihre Jahre in Ghana |
| 1993 | Wouldn’t Take Nothing for My Journey Now | Kurze Essays über das Leben |
| 2013 | Mom & Me & Mom | Ihr letztes Buch, über ihre Mutter |
Still I Rise: das Gedicht über das Wiederaufstehen
„Still I Rise“ erschien 1978 und ist ihr berühmtestes Gedicht. Das lyrische Ich spricht direkt zu denen, die es kleinmachen wollen: Du kannst mich mit Lügen beschreiben, mich in den Dreck treten, doch ich stehe trotzdem auf, wie Staub, der aufsteigt. Das Gedicht verbindet die Geschichte der Sklaverei mit dem Stolz einer Frau, die sich nicht brechen lässt. Der Refrain „I rise“ wiederholt sich immer wieder, bis er am Ende wie ein Triumph klingt. Sportlerinnen, Politiker und Musiker zitieren es bis heute.
Still I Rise: Aufbau und Bedeutung
Das Gedicht hat neun Strophen und lebt von einem einfachen, aber genialen Wechsel: Das lyrische Ich stellt den Menschen, die es unterdrücken wollen, immer wieder provozierende Fragen. Stört dich mein Selbstbewusstsein? Ärgert dich, dass ich gehe, als hätte ich Ölquellen im Wohnzimmer? Jede Strophe zeigt ein neues Bild von Reichtum, Stolz und Würde, obwohl die Sprecherin nach den Maßstäben der Gesellschaft nichts besitzt.
Gegen Ende wird das Gedicht immer schneller und wuchtiger. Die Sprecherin erhebt sich aus der Geschichte der Sklaverei, aus Schmerz und Scham, und bezeichnet sich als Traum und Hoffnung der Versklavten. Die letzten Zeilen wiederholen dreimal „I rise“, wie ein Trommelschlag. Wer das Gedicht laut liest, merkt, dass es eher eine Rede ist als ein stilles Gedicht. Maya Angelou hat es bei Lesungen oft fast gesungen, mit Pausen und einem verschmitzten Lächeln.
Warum es bis heute so viele Menschen berührt: Das Gedicht ist nicht nur ein Text über Rassismus. Es spricht jeden an, der schon einmal kleingemacht, ausgelacht oder unterschätzt wurde. Es sagt nicht „Mir geht es gut“, sondern „Ihr kriegt mich nicht klein“. Darum wird es in Schulen, bei Abschlussfeiern, in Therapiegruppen und bei Protesten gleichermaßen vorgetragen.
Phenomenal Woman und On the Pulse of Morning
Ebenfalls weltberühmt ist „Phenomenal Woman“, ein Gedicht über eine Frau, die nicht dem Schönheitsideal entspricht und trotzdem jeden Raum zum Strahlen bringt, weil sie in sich ruht. 1993 trug Maya Angelou bei der Amtseinführung von Präsident Bill Clinton ihr Gedicht „On the Pulse of Morning“ vor. Sie war erst die zweite Dichterin oder Dichter überhaupt, nach Robert Frost im Jahr 1961, die diese Ehre bekam. Die Aufnahme wurde mit einem Grammy ausgezeichnet.
Die bekanntesten Gedichte von Maya Angelou
Neben „Still I Rise“ hat Maya Angelou dutzende Gedichte geschrieben, die in den USA in Schulbüchern stehen. Die wichtigsten im Überblick, ohne die Texte zu verraten:
| Gedicht | Jahr | Worum es geht |
|---|---|---|
| Still I Rise | 1978 | Würde und Stolz gegen jede Unterdrückung |
| Phenomenal Woman | 1978 | Selbstbewusstsein jenseits von Schönheitsidealen |
| Life Doesn’t Frighten Me | 1978 | Ein Kind zählt alles auf, was ihm keine Angst macht |
| Caged Bird | 1983 | Der freie und der gefangene Vogel als Bild für Freiheit und Unterdrückung |
| On the Pulse of Morning | 1993 | Fels, Fluss und Baum sprechen zu einer Nation, die neu anfangen soll |
| A Brave and Startling Truth | 1995 | Geschrieben zum 50. Jahrestag der Vereinten Nationen |
| Amazing Peace | 2005 | Ein Weihnachtsgedicht über Frieden, vorgetragen am Weißen Haus |
| His Day Is Done | 2013 | Abschiedsgedicht für Nelson Mandela |
Caged Bird: das Gedicht zum Buch
Viele verwechseln das Buch „I Know Why the Caged Bird Sings“ mit dem Gedicht „Caged Bird“. Das Gedicht entstand erst 1983, also 14 Jahre nach dem Buch. Es stellt zwei Vögel gegenüber: Der freie Vogel schwebt im Wind, taucht in die Sonne und beansprucht den Himmel für sich. Der Vogel im Käfig kann kaum durch seine Gitter schauen, seine Flügel sind gestutzt, seine Füße gebunden. Und trotzdem singt er, mit zitternder Stimme, von Dingen, die er nicht kennt, aber ersehnt. Das Bild ist klar: Wer unterdrückt wird, verliert nicht seine Sehnsucht nach Freiheit, sondern singt sie umso lauter.
Life Doesn’t Frighten Me: ein Gedicht gegen die Angst
Ein weniger bekanntes, aber besonders schönes Gedicht ist „Life Doesn’t Frighten Me“. Ein Kind zählt darin alles auf, was ihm angeblich keine Angst macht: Schatten an der Wand, laute Geräusche im Flur, Hunde, Drachen, Geister. Man spürt, dass das Kind sich mit jeder Zeile Mut zuredet. 1993 erschien das Gedicht als Bilderbuch mit Bildern des Malers Jean-Michel Basquiat und gehört seitdem zu den ungewöhnlichsten Kinderbüchern der USA.
Maya Angelou Gedichte auf Deutsch
Wer nach Maya Angelous Gedichten auf Deutsch sucht, wird nur begrenzt fündig. Ihr erstes Buch ist als „Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt“ gut erhältlich, ihre Gedichte dagegen wurden nur teilweise übersetzt. Viele Leser greifen deshalb zu zweisprachigen Ausgaben oder lesen die Gedichte im Original. Das lohnt sich, denn ihr Englisch ist einfach, rhythmisch und gut verständlich. Am besten hört man die Gedichte in ihrer eigenen Stimme: Für ihre Lesungen bekam sie drei Grammys in der Kategorie gesprochenes Wort.
Dr. Maya Angelou: Professorin ohne Studienabschluss
Maya Angelou hat nie eine Universität abgeschlossen. Trotzdem wurde sie 1982 Professorin auf Lebenszeit an der Wake Forest University in North Carolina und erhielt über 50 Ehrendoktortitel. Sie bestand darauf, mit „Dr. Angelou“ angesprochen zu werden, nicht aus Eitelkeit, sondern weil sie sich jeden Titel hart erarbeitet hatte. 1972 war sie außerdem die erste schwarze Frau, deren Drehbuch in Hollywood verfilmt wurde. Für ihre Rolle in der Serie „Roots“ wurde sie 1977 für einen Emmy nominiert.
Die Amtseinführung 1993: ein Gedicht für eine ganze Nation
Am 20. Januar 1993 stand Maya Angelou vor dem Kapitol in Washington, vor dem neuen Präsidenten Bill Clinton und Millionen Fernsehzuschauern. Clinton kannte sie aus seiner Heimat Arkansas, wo auch Stamps liegt, und hatte sie persönlich gebeten, ein Gedicht zu schreiben. „On the Pulse of Morning“ lässt einen Felsen, einen Fluss und einen Baum zu den Menschen sprechen. Sie erinnern an die Geschichte des Landes mit all ihren Verbrechen, an die Ureinwohner, die Sklaven, die Einwanderer, und laden doch alle ein, neu anzufangen und sich gegenseitig ins Gesicht zu schauen.
Der Auftritt machte sie über Nacht zu einer der bekanntesten Frauen Amerikas. Die gedruckte Fassung des Gedichts wurde ein Bestseller, und auch die Verkäufe ihrer älteren Bücher schnellten in die Höhe. Das Mädchen, das als Kind fünf Jahre geschwiegen hatte, sprach nun zu einer ganzen Nation.
So schrieb Maya Angelou: das Hotelzimmer-Ritual
Maya Angelou hatte eine der bekanntesten Schreibroutinen der Literaturgeschichte. Sie schrieb nie zu Hause. Stattdessen mietete sie ein schlichtes Hotelzimmer in ihrer Stadt, ließ alle Bilder von den Wänden abhängen und kam jeden Morgen gegen sechs Uhr dorthin. Mit dabei hatte sie immer dieselben Dinge: gelbe Schreibblöcke, eine Bibel, ein Wörterbuch, einen Thesaurus, ein Kartenspiel für Patiencen und eine Flasche Sherry. Sie schrieb auf dem Bett liegend, oft bis zum frühen Nachmittag. Abends las sie das Geschriebene noch einmal durch und strich gnadenlos.
Das Kartenspiel hatte einen Zweck: Es beschäftigte den Teil ihres Kopfes, der sie sonst abgelenkt hätte, damit der andere Teil frei schreiben konnte. Wer selbst schreibt oder kreativ arbeitet, kann von dieser Routine viel lernen: ein fester Ort, eine feste Zeit, keine Ablenkung und ein kleines Ritual, das dem Kopf sagt, dass jetzt gearbeitet wird.
Wörter sind Dinge: Maya Angelous Haltung zur Sprache
Maya Angelou glaubte fest daran, dass Wörter eine Wirkung haben, die über den Moment hinausgeht. Sie sagte sinngemäß, Wörter seien Dinge, die sich in Wänden, Teppichen und Kleidern festsetzen und am Ende in uns selbst. Deshalb duldete sie in ihrem Haus keine abfälligen oder rassistischen Wörter, auch nicht im Spaß. Wer bei ihr zu Gast war und sich im Ton vergriff, wurde freundlich, aber bestimmt hinausgebeten.
Diese Haltung hatte mit ihrer Kindheit zu tun. Sie hatte erlebt, wie Worte verletzen und wie Schweigen schützen kann, und dann, wie Gedichte heilen können. Für sie war Sprache nie neutral. Wer spricht, trägt Verantwortung für das, was seine Worte bei anderen auslösen. Gerade in Zeiten von Kommentarspalten und schnellen Nachrichten ist dieser Gedanke aktueller denn je.
Maya Angelou als Lehrerin: Mut, Freundlichkeit und Vergebung
An der Wake Forest University unterrichtete Maya Angelou über 30 Jahre lang, nicht nur Literatur, sondern auch Philosophie, Ethik, Theater und Schreiben. Ihre Studenten beschrieben sie als streng und warmherzig zugleich. Sie verlangte, dass man Texte auswendig lernt und laut vorträgt, weil Sprache erst im Körper lebendig wird. Und sie sprach mit ihnen über die großen Fragen: Wie wird man ein guter Mensch? Wie geht man mit Unrecht um, ohne bitter zu werden?
Drei Werte tauchen in ihren Vorlesungen, Interviews und Büchern immer wieder auf. Erstens Mut, den sie als Grundlage aller anderen Tugenden sah. Zweitens Freundlichkeit, auch und gerade gegenüber Fremden. Und drittens Vergebung, die sie nicht als Geschenk an den Täter verstand, sondern als Befreiung für sich selbst. Wer nicht vergibt, sagte sie sinngemäß, bleibt an den Menschen gebunden, der ihm wehgetan hat.
Maya Angelou Zitate: echt oder zugeschrieben?
Maya Angelou ist eine der meistzitierten Frauen der Welt, und nicht jedes Zitat stammt wirklich von ihr. Der berühmte Satz, die Menschen würden vergessen, was du gesagt und getan hast, aber nie, wie du sie hast fühlen lassen, wird ihr ständig zugeschrieben. Recherchen zeigen jedoch, dass ein sehr ähnlicher Satz schon 1971 in einem Buch des amerikanischen Kirchenführers Carl W. Buehner auftaucht. Angelou hat ihn wohl aufgegriffen, erfunden hat sie ihn nicht. Gut belegt ist dagegen ihr Rat: Wenn dir etwas nicht gefällt, ändere es; wenn du es nicht ändern kannst, ändere deine Einstellung dazu.
Familie und Liebe: Ehen, Partner und Sohn Guy
Maya Angelou war mehrmals verheiratet oder in festen Partnerschaften. Nach der Ehe mit Tosh Angelos lebte sie in den 1960er-Jahren mit dem südafrikanischen Aktivisten Vusumzi Make zusammen. Von 1973 bis 1983 war sie mit dem britischen Schriftsteller und Zimmermann Paul du Feu verheiratet. Über ihre Beziehungen schrieb sie offen und ohne Bitterkeit. Sie hat nie behauptet, in der Liebe alles richtig gemacht zu haben, und gerade diese Ehrlichkeit macht ihre Bücher so glaubwürdig.
Der wichtigste Mensch in ihrem Leben blieb ihr Sohn Guy Johnson, der selbst Schriftsteller wurde. Nach einem schweren Autounfall in Ghana musste er lange um seine Gesundheit kämpfen, und Maya blieb an seiner Seite. Später wurde sie Großmutter und Urgroßmutter. Für junge Frauen wurde sie zu einer Art Ersatzmutter, am bekanntesten für die Moderatorin Oprah Winfrey, die Maya Angelou als ihre Mentorin bezeichnete.
Filme, Regie und Dokumentationen
Maya Angelou stand nicht nur auf der Bühne, sondern arbeitete auch für Film und Fernsehen. 1972 schrieb sie das Drehbuch zu „Georgia, Georgia“. Sie spielte in der Serie „Roots“ und hatte Gastauftritte in Filmen, etwa in „Poetic Justice“ von 1993, in dem ihre Gedichte eine zentrale Rolle spielen. 1998 führte sie bei dem Spielfilm „Down in the Delta“ selbst Regie. Wer mehr über ihr Leben erfahren will, dem sei die Dokumentation „Maya Angelou: And Still I Rise“ von 2016 empfohlen, in der Weggefährten wie Bill Clinton und Oprah Winfrey von ihr erzählen.
Essays, Kochbücher und Briefe
Maya Angelou schrieb nicht nur Gedichte und Autobiografien. In kurzen Essaybänden wie „Wouldn’t Take Nothing for My Journey Now“ (1993) und „Letter to My Daughter“ (2008) gab sie Lebensweisheiten weiter, gerichtet an die Tochter, die sie nie hatte, und damit an alle jungen Frauen. Sie war außerdem eine leidenschaftliche Köchin und veröffentlichte zwei Kochbücher, in denen sie Rezepte mit Geschichten aus ihrem Leben verbindet. Für sie gehörten Essen, Erinnerung und Gemeinschaft untrennbar zusammen.
Woran ist Maya Angelou gestorben?
Maya Angelou starb am 28. Mai 2014 im Alter von 86 Jahren in ihrem Haus in Winston-Salem. Sie hatte in ihren letzten Jahren gesundheitliche Probleme mit dem Herzen und musste kurz zuvor eine Lesung absagen. Eine genaue Todesursache hat die Familie nicht öffentlich gemacht. Bei der Trauerfeier an der Wake Forest University sprachen unter anderem Michelle Obama, Bill Clinton und Oprah Winfrey. Präsident Barack Obama, der ihr 2011 die höchste zivile Auszeichnung der USA verliehen hatte, nannte sie eine der hellsten Lichter ihrer Zeit. 2022 wurde sie als erste schwarze Frau auf einer amerikanischen Münze abgebildet.
Maya Angelou und Oprah Winfrey
Eine der bekanntesten Freundschaften in Maya Angelous Leben war die mit Oprah Winfrey. Oprah las „Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt“ als Teenager und erkannte sich darin wieder: ein schwarzes Mädchen aus dem Süden, das missbraucht wurde und trotzdem seinen Weg ging. Als die beiden sich Jahre später kennenlernten, wurde Maya für Oprah zu Mentorin, Ratgeberin und Mutterfigur. Oprah richtete ihr Geburtstagsfeste aus, besuchte sie regelmäßig und sagte später, sie verdanke Maya einen großen Teil dessen, was sie über Würde und Verantwortung gelernt habe. Für Maya war Oprah die Tochter, die sie nie hatte.
Still I Rise im Alltag: So nutzt du das Gedicht für dich
Das Gedicht ist mehr als Literatur, es ist ein Werkzeug. Viele Menschen nutzen es ganz praktisch, wenn sie einen schweren Tag vor sich haben. So kannst du es für dich einsetzen:
- Laut lesen statt still: Maya Angelou hat ihre Gedichte zum Vortragen geschrieben. Lies „Still I Rise“ morgens einmal laut, am besten im Original.
- Deine eigene Strophe schreiben: Was versucht dich gerade kleinzumachen? Schreib es auf und setz dahinter, wie du trotzdem aufstehst.
- Nach einem Rückschlag: Lies das Gedicht nicht, um dich besser zu fühlen, sondern um dich daran zu erinnern, dass du schon oft wieder aufgestanden bist.
- Mit Kindern: Für jüngere Kinder ist „Life Doesn’t Frighten Me“ die bessere Wahl, als Mutmacher vor dem Einschlafen.
Maya Angelous Vermächtnis
Maya Angelou hat Generationen von Schriftstellerinnen den Weg geebnet, die über ihr eigenes Leben schreiben, offen und ohne Scham. Ihre Bücher gehören in den USA zum Schulstoff, und ihre Gedichte werden bei Abschlussfeiern, Hochzeiten, Beerdigungen und politischen Ereignissen vorgelesen. Zahlreiche Schulen tragen ihren Namen. Seit 2022 ist sie auf der amerikanischen 25-Cent-Münze abgebildet, mit erhobenen Armen, hinter ihr ein Vogel im Flug und eine aufgehende Sonne. Kaum ein Bild könnte besser zusammenfassen, wofür sie stand.
Kritik und Schattenseiten
Maya Angelou schrieb sehr offen über die dunklen Kapitel ihres Lebens, auch darüber, dass sie als junge Mutter eine Zeit lang im Rotlichtmilieu arbeitete. Ihre Bücher wurden in den USA immer wieder aus Schulbibliotheken verbannt, weil sie Missbrauch und Rassismus so deutlich beschreiben. Literaturkritiker warfen ihren späten Gedichten vor, zu einfach und zu sehr auf Wirkung geschrieben zu sein. Ihre Antwort war immer dieselbe: Sie schreibe für Menschen, nicht für Kritiker.
Häufige Fragen zu Maya Angelou
Wer ist Maya Angelou? Eine amerikanische Schriftstellerin, Dichterin und Bürgerrechtlerin (1928–2014), bekannt für ihr Buch „Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt“ und ihr Gedicht „Still I Rise“.
Wie hieß Maya Angelou eigentlich? Marguerite Annie Johnson. „Maya“ war der Spitzname ihres Bruders, „Angelou“ stammt vom Nachnamen ihres ersten Mannes.
Wann ist Maya Angelou gestorben? Am 28. Mai 2014 in Winston-Salem, North Carolina, im Alter von 86 Jahren.
Was ist Maya Angelous bekanntestes Gedicht? „Still I Rise“ aus dem Jahr 1978.
Was ist der Unterschied zwischen „Caged Bird“ und „I Know Why the Caged Bird Sings“? Das eine ist ein Gedicht von 1983, das andere ihre erste Autobiografie von 1969.
Hatte Maya Angelou Kinder? Ja, einen Sohn, Guy Johnson.
Warum wird sie „Dr. Maya Angelou“ genannt? Sie erhielt über 50 Ehrendoktortitel und war Professorin auf Lebenszeit an der Wake Forest University.
Wo ist Maya Angelou geboren? In St. Louis im US-Bundesstaat Missouri. Aufgewachsen ist sie überwiegend bei ihrer Großmutter in Stamps, Arkansas.
Worum geht es in „Phenomenal Woman“? Um eine Frau, die nicht dem gängigen Schönheitsideal entspricht und trotzdem jeden Raum zum Strahlen bringt, weil sie mit sich selbst im Reinen ist.
Welche Preise hat Maya Angelou bekommen? Unter anderem die Presidential Medal of Freedom (2011), die National Medal of Arts (2000), drei Grammys für gesprochenes Wort und über 50 Ehrendoktortitel.
Was war Maya Angelou von Beruf? Fast alles: Straßenbahnschaffnerin, Köchin, Tänzerin, Sängerin, Schauspielerin, Journalistin, Bürgerrechtlerin, Regisseurin, Professorin, Dichterin und Schriftstellerin.
Welche Bücher von Maya Angelou gibt es auf Deutsch? Vor allem „Ich weiß, warum der gefangene Vogel singt“. Viele ihrer Gedichte und späteren Bücher sind nur auf Englisch erhältlich.
Was du von Maya Angelou lernen kannst
- Steh wieder auf. Egal, wie oft du am Boden liegst, du entscheidest, ob du liegen bleibst.
- Hartnäckigkeit öffnet Türen. Sie ging so lange ins Büro, bis man sie als Schaffnerin einstellte.
- Erfinde dich neu. Sie war Tänzerin, Journalistin, Professorin, du musst nicht nur eine Rolle spielen.
- Deine Geschichte ist deine Kraft. Was sie am meisten verletzt hatte, machte sie in Worten zu etwas, das anderen hilft.
- Behandle Menschen gut. Am Ende erinnern sich alle daran, wie sie sich bei dir gefühlt haben.
Warum Maya Angelou ein echter Motivationsheld ist
Maya Angelou wurde als schwarzes Mädchen im rassistischen Süden geboren, verletzt, verlassen und zum Schweigen gebracht. Sie hätte allen Grund gehabt, verbittert zu werden. Stattdessen wurde sie eine Stimme für Millionen und sprach am Ende vor dem Präsidenten der Vereinigten Staaten. Ihr Leben ist der Beweis für die Botschaft ihres berühmtesten Gedichts: Was auch immer passiert, du kannst wieder aufstehen.
