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Charlie Chaplin

Charlie Chaplin wuchs in bitterer Armut in London auf, mit einem trinkenden Vater und einer psychisch kranken Mutter, und landete als Kind im Armenhaus. Mit seiner Figur des Tramps wurde er zum ersten Weltstar des Kinos, gründete sein eigenes Filmstudio und verspottete Hitler, als die Welt noch schwieg. Hier findest du sein Leben, seine Familie, seine besten Filme und was du von ihm über Mut, Humor und Durchhalten lernen kannst.

Wer war Charlie Chaplin?

Charlie Chaplin war der erste Weltstar der Filmgeschichte. In den 1920er-Jahren kannte man sein Gesicht in Amerika genauso wie in Indien, Japan oder Afrika, ohne dass er je ein Wort sagen musste. Dabei begann sein Leben im Elend: Der Vater trank sich zu Tode, die Mutter wurde psychisch krank, und der kleine Charlie landete mit sieben Jahren im Armenhaus. Aus diesem Jungen wurde ein Mann, der seine eigenen Filme schrieb, inszenierte, spielte, schnitt und vertonte, der ein eigenes Studio besaß und der es wagte, Adolf Hitler auszulachen, als die halbe Welt noch schwieg.

Charlie Chaplin Steckbrief
Vollständiger Name Sir Charles Spencer Chaplin
Geboren 16. April 1889 in London
Gestorben 25. Dezember 1977 in Corsier-sur-Vevey (Schweiz)
Alter 88 Jahre
Todesursache Schlaganfall im Schlaf
Grab Friedhof von Corsier-sur-Vevey
Größe rund 1,65 Meter
Eltern Hannah Chaplin und Charles Chaplin senior
Geschwister Halbbrüder Sydney Chaplin und Wheeler Dryden
Ehefrauen Mildred Harris, Lita Grey, Paulette Goddard, Oona O’Neill
Kinder elf Kinder aus drei Ehen
Beruf Schauspieler, Regisseur, Drehbuchautor, Produzent, Komponist
Berühmteste Figur der Tramp
Wichtigste Filme The Kid, Goldrausch, Lichter der Großstadt, Moderne Zeiten, Der große Diktator
Auszeichnungen zwei Ehren-Oscars (1929 und 1972), Oscar für die Filmmusik zu „Rampenlicht“ (1973), Ritterschlag (1975)

Charlie Chaplins Lebenslauf in Stichpunkten

  1. 1889Geburt am 16. April in London
  2. 1896Mit sieben Jahren im Armenhaus von Lambeth
  3. 1901Tod des Vaters, Charlie steht schon auf Varieté-Bühnen
  4. 1908Engagement bei der Komikertruppe von Fred Karno
  5. 1913Tournee durch die USA, Vertrag bei Keystone in Hollywood
  6. 1914Erster Auftritt als Tramp
  7. 1919Mitgründer der Filmgesellschaft United Artists
  8. 1921„The Kid“, sein erster abendfüllender Film
  9. 1925„Goldrausch“
  10. 1931„Lichter der Großstadt“
  11. 1936„Moderne Zeiten“
  12. 1940„Der große Diktator“
  13. 1943Heirat mit Oona O’Neill
  14. 1952Einreiseverbot in die USA, Umzug in die Schweiz
  15. 1972Rückkehr nach Hollywood für den Ehren-Oscar
  16. 1975Ritterschlag durch Königin Elizabeth II.
  17. 1977Tod am 25. Dezember in der Schweiz

Kindheit in London: Armut, Armenhaus und eine kranke Mutter

Charles Spencer Chaplin wurde am 16. April 1889 in London geboren, in den armen Vierteln südlich der Themse. Seine Eltern waren beide Sänger und Unterhaltungskünstler in den Varieté-Theatern, den Music Halls. Der Vater Charles Chaplin senior war zeitweise recht erfolgreich, trank aber stark und verließ die Familie, als Charlie noch klein war. Die Mutter Hannah verlor ihre Stimme und damit ihr Einkommen. Sie versuchte, ihre beiden Söhne mit Näharbeiten durchzubringen, doch es reichte nicht.

Mit sieben Jahren kam Charlie mit seinem älteren Halbbruder Sydney in das Armenhaus von Lambeth und danach in eine Schule für mittellose Kinder. Wenig später erkrankte die Mutter psychisch so schwer, dass sie in eine Anstalt eingewiesen werden musste. Die Brüder wurden zum Vater geschickt, der mit seiner neuen Partnerin lebte und kaum für sie sorgte. Der Vater starb 1901 mit nur 38 Jahren an den Folgen seines Alkoholkonsums. Charlie war damals zwölf.

Er schlug sich durch, verkaufte Blumen, arbeitete als Laufbursche, in einer Druckerei, als Glasbläser-Gehilfe. Gleichzeitig zog es ihn auf die Bühne. Schon mit fünf Jahren war er spontan für seine Mutter eingesprungen, als ihr bei einem Auftritt die Stimme versagte, und hatte das Publikum zum Lachen gebracht. Diese Erinnerung beschreibt er in seiner Autobiografie als den Moment, in dem alles begann.

Seine Eltern: Hannah Chaplin und Charles Chaplin senior

Hannah Chaplin, geboren 1865, trat unter dem Künstlernamen Lily Harley auf. Sie war nach Charlies Erinnerung eine warmherzige, witzige Frau, die ihren Söhnen Szenen vorspielte und sie stundenlang mit Geschichten unterhielt. Von ihr lernte er das Beobachten: Sie saß am Fenster, schaute den Leuten auf der Straße zu und ahmte ihren Gang und ihre Gesten nach. Ihre psychische Erkrankung begleitete sie ein Leben lang. Als Charlie in Hollywood reich geworden war, holte er sie 1921 nach Kalifornien, wo sie bis zu ihrem Tod 1928 gut versorgt in einem Haus am Meer lebte.

Charles Chaplin senior, geboren 1863, war ein beliebter Sänger in den Music Halls. Er hatte Talent, aber keine Disziplin. Der Alkohol, der in dieser Branche allgegenwärtig war, zerstörte seine Karriere und seine Gesundheit. Für seine Söhne war er kaum da. Charlie hat später offen darüber gesprochen, wie sehr ihn der frühe Verlust beider Eltern geprägt hat, des einen durch den Tod, der anderen durch die Krankheit.

Sydney Chaplin: der große Bruder

Der wichtigste Mensch in Charlies Kindheit war sein vier Jahre älterer Halbbruder Sydney. Er beschützte ihn, teilte jedes Stück Brot mit ihm und verschaffte ihm später den Kontakt zur Truppe von Fred Karno, wo seine Karriere begann. Auch in Hollywood blieb Sydney an seiner Seite, als Schauspieler, vor allem aber als Geschäftsmann, der Charlies Verträge verhandelte und ihm Millionen sicherte. Sydney starb 1965. Charlie sagte, ohne seinen Bruder hätte er es nie geschafft. Nicht zu verwechseln ist er mit Sydney Earl Chaplin, Charlies Sohn, der nach seinem Onkel benannt wurde.

Fred Karno und der Weg nach Amerika

1908 bekam Charlie ein Engagement bei Fred Karno, dem damals berühmtesten Komödienproduzenten Englands. Karnos Truppen spielten Sketche ohne Worte, voller Stürze, Verwechslungen und Slapstick, und tourten durch ganz Großbritannien. Hier lernte Chaplin das Handwerk: Timing, Körperbeherrschung, das perfekte Stolpern. Bald wurde er der Star der Truppe. Mit Karno reiste er 1910 und 1912 durch die USA. Bei der zweiten Tournee sah ihn ein Vertreter der Filmfirma Keystone und bot ihm einen Vertrag an. Ende 1913 ging Chaplin nach Hollywood, für 150 Dollar pro Woche, ein Vermögen für einen jungen Mann aus dem Londoner Armenviertel.

Die Geburt des Tramps

Bei Keystone sollte Chaplin für einen Film eine komische Figur erfinden, und zwar schnell. Er ging in die Garderobe und kombinierte, was er fand: eine zu enge Jacke, viel zu weite Hosen, riesige Schuhe, einen kleinen Bowler-Hut, einen Spazierstock und einen kurzen Schnurrbart, der ihn älter machen sollte, ohne seine Mimik zu verdecken. Alles sollte widersprüchlich sein, eng und weit, klein und groß. 1914 erschien der Tramp zum ersten Mal auf der Leinwand.

Der Tramp ist ein Landstreicher, arm wie eine Kirchenmaus, aber mit den Manieren eines Gentlemans. Er wird herumgestoßen, verliebt sich unglücklich, hilft Schwächeren und wehrt sich mit List gegen Polizisten und Reiche. Am Ende watschelt er oft allein auf einer Landstraße in den Sonnenuntergang, geschlagen, aber nicht gebrochen. Menschen auf der ganzen Welt erkannten sich in ihm wieder, gerade weil er nichts besaß außer seiner Würde und seiner Hoffnung.

Der Bart des Tramps

Das kleine Bärtchen wurde zu Chaplins Markenzeichen. Ironie der Geschichte: Ausgerechnet Adolf Hitler trug einen fast identischen Schnurrbart. Die Ähnlichkeit fiel vielen auf, und Chaplin nutzte sie später für seinen mutigsten Film. Privat trug Chaplin übrigens keinen Bart, der Schnurrbart des Tramps war immer angeklebt. Ohne Kostüm erkannten ihn viele Menschen auf der Straße nicht.

Vom Angestellten zum eigenen Studio

Chaplins Aufstieg in Hollywood war atemberaubend schnell. Bei Keystone drehte er 1914 rund 35 kurze Filme und begann bald, selbst Regie zu führen. 1915 wechselte er zur Firma Essanay und verdiente schon ein Vielfaches. 1916 bot ihm die Mutual Film Corporation 670.000 Dollar für ein Jahr Arbeit an, damals eine der höchsten Gagen der Welt. Mit 27 Jahren war der Junge aus dem Armenhaus Millionär.

Doch Geld allein reichte ihm nicht. Chaplin wollte die volle Kontrolle über seine Filme. 1918 baute er in Hollywood sein eigenes Studio, in dem er ohne Zeitdruck arbeiten konnte. 1919 gründete er zusammen mit Mary Pickford, Douglas Fairbanks und dem Regisseur D. W. Griffith die Filmgesellschaft United Artists. Die Idee: Künstler sollten ihre Filme selbst vertreiben, statt sich von den großen Studios diktieren zu lassen. Chaplin war damit einer der ersten unabhängigen Filmemacher der Geschichte.

Ein besessener Perfektionist

Chaplin war bei der Arbeit gnadenlos, vor allem mit sich selbst. Er schrieb, inszenierte, spielte, schnitt und komponierte später auch die Musik zu seinen Filmen selbst. Szenen ließ er dutzende, manchmal hunderte Male wiederholen, bis jede Bewegung saß. Für eine einzige Szene in „Lichter der Großstadt“, in der das blinde Blumenmädchen den Tramp für einen reichen Mann hält, soll er über 300 Wiederholungen gedreht haben. Die Dreharbeiten zu manchen Filmen zogen sich über Jahre. Schauspieler und Mitarbeiter litten unter diesem Perfektionismus, doch das Ergebnis waren Filme, die auch 100 Jahre später noch funktionieren.

Charlie Chaplin Filme: die wichtigsten Werke

Jahr Deutscher Titel Worum es geht
1921 The Kid Der Tramp nimmt ein ausgesetztes Baby auf und zieht es groß
1925 Goldrausch Der Tramp als Goldsucher in Alaska, mit dem berühmten Schuh-Essen und dem Brötchentanz
1928 Der Zirkus Der Tramp wird versehentlich zum Star eines Zirkus
1931 Lichter der Großstadt Der Tramp verliebt sich in ein blindes Blumenmädchen und sammelt Geld für ihre Operation
1936 Moderne Zeiten Der Tramp gegen Fließband, Maschinen und Arbeitslosigkeit
1940 Der große Diktator Satire auf Hitler, Chaplins erster echter Tonfilm
1947 Monsieur Verdoux Schwarze Komödie über einen Heiratsschwindler und Mörder
1952 Rampenlicht Ein alternder Clown rettet eine junge Tänzerin
1957 Ein König in New York Satire auf das Amerika der Kommunistenjagd
1967 Die Gräfin von Hongkong Sein letzter Film, mit Marlon Brando und Sophia Loren

The Kid: ein Film über seine eigene Kindheit

„The Kid“ von 1921 war Chaplins erster langer Film und einer seiner persönlichsten. Der Tramp findet ein ausgesetztes Baby, zieht es in einer ärmlichen Dachkammer groß und muss am Ende verhindern, dass die Behörden ihm das Kind wegnehmen und ins Waisenhaus stecken. Die Szene, in der der kleine Junge schreiend vom Wagen der Fürsorge die Arme nach dem Tramp ausstreckt, gehört zu den bewegendsten der Filmgeschichte. Chaplin wusste genau, wovon er erzählte. Den Kinderstar Jackie Coogan machte der Film weltberühmt. Chaplin kündigte den Film mit dem Hinweis an, es sei eine Komödie mit einem Lächeln und vielleicht einer Träne, und genau das wurde sein Markenzeichen.

Goldrausch: Schuhe essen und tanzende Brötchen

„Goldrausch“ von 1925 war der Film, für den Chaplin selbst am liebsten in Erinnerung bleiben wollte. Der Tramp zieht als Goldsucher in die verschneiten Berge Alaskas, kämpft gegen Hunger, Kälte und einen Bären und verliebt sich in eine Tänzerin in einem Saloon. Zwei Szenen sind legendär. In der einen kocht der hungernde Tramp an Thanksgiving seinen Schuh und isst ihn mit der Würde eines Feinschmeckers, die Schnürsenkel wie Spaghetti, die Nägel wie Hühnerknochen. Der Schuh war aus Lakritz gemacht, und Chaplin und sein Partner mussten nach den vielen Wiederholungen mit Bauchschmerzen behandelt werden. In der anderen Szene spießt der Tramp zwei Brötchen auf Gabeln und lässt sie auf dem Tisch tanzen wie zwei kleine Beine. Diese Szene wurde seitdem unzählige Male zitiert, in Filmen wie in der Werbung.

Der Zirkus: Dreharbeiten im Chaos

„Der Zirkus“ von 1928 brachte Chaplin seinen ersten Oscar, doch die Dreharbeiten waren ein Albtraum. Ein Feuer zerstörte Teile des Studios, Aufnahmen gingen verloren, und mitten in der Produktion lief die schmutzige Scheidung von Lita Grey, die ihn fast ruinierte. Zeitweise wurde sogar sein Studio beschlagnahmt. Chaplin drehte trotzdem weiter. Für die berühmte Szene, in der der Tramp auf einem Hochseil balanciert, während ihn Affen angreifen, lernte er tatsächlich Seiltanzen. Der fertige Film ist leicht und komisch, von den Katastrophen hinter den Kulissen merkt man nichts. In seiner Autobiografie erwähnt Chaplin diesen Film kaum, so schmerzhaft war die Erinnerung an diese Zeit.

Lichter der Großstadt: das berühmteste Filmende

„Lichter der Großstadt“ kam 1931 in die Kinos, als längst alle Welt Tonfilme drehte. Chaplin blieb stur beim Stummfilm, mit eigener Musik, und landete einen seiner größten Erfolge. Der Tramp verliebt sich in ein blindes Blumenmädchen, das ihn für einen reichen Herrn hält. Um Geld für eine Augenoperation aufzutreiben, versucht er alles, boxt sogar in einem aberwitzigen Kampf, landet am Ende aber unschuldig im Gefängnis. Als er Monate später zerlumpt aus der Haft kommt, steht das Mädchen sehend in ihrem eigenen Blumenladen. Sie erkennt ihn erst, als sie seine Hand berührt. Die letzte Einstellung, sein unsicheres, hoffendes Lächeln, gilt vielen Kritikern als einer der größten Momente der Filmgeschichte.

Moderne Zeiten: der Mensch gegen die Maschine

„Moderne Zeiten“ von 1936 zeigt den Tramp als Fabrikarbeiter am Fließband, der so lange Schrauben festzieht, bis er wie eine Maschine zuckt und schließlich in das riesige Räderwerk der Fabrik gezogen wird. Der Film ist eine Abrechnung mit der Weltwirtschaftskrise, mit Arbeitslosigkeit, Armut und einer Industrie, die Menschen wie Ersatzteile behandelt. Gleichzeitig ist er unglaublich komisch. Am Ende hört man Chaplin zum ersten Mal singen, in einem Lied aus erfundenen Fantasiewörtern, weil der Tramp seinen Text vergessen hat. Das Bild von Chaplin zwischen den riesigen Zahnrädern ist eines der berühmtesten der Filmgeschichte.

Der große Diktator: Chaplin gegen Hitler

Ende der 1930er-Jahre wagte Chaplin etwas, was in Hollywood kaum jemand wagte. Er drehte eine Satire auf Adolf Hitler. In „Der große Diktator“ spielt er eine Doppelrolle: den Diktator Adenoid Hynkel, einen größenwahnsinnigen Schreihals, und einen jüdischen Friseur, der ihm zum Verwechseln ähnlich sieht. Unvergessen ist die Szene, in der Hynkel mit einem aufblasbaren Globus tanzt, bis er ihm vor dem Gesicht zerplatzt.

Die Dreharbeiten begannen 1939, als die USA noch neutral waren und viele Studios Geschäfte mit Deutschland machten. Chaplin finanzierte den Film selbst. Am Ende hält der Friseur, der für den Diktator gehalten wird, eine sechsminütige Rede an die Menschheit, ein Appell für Menschlichkeit, Freiheit und Mitgefühl. Diese Rede wird bis heute millionenfach im Internet geteilt. Später sagte Chaplin, hätte er damals das ganze Ausmaß der Verbrechen in den Konzentrationslagern gekannt, hätte er den Film nicht als Komödie drehen können.

Rampenlicht: Abschied mit Buster Keaton

„Rampenlicht“ von 1952 ist Chaplins persönlichster Spätfilm. Er spielt Calvero, einen alternden, vergessenen Clown aus den Londoner Music Halls, der eine junge, verzweifelte Tänzerin vor dem Selbstmord bewahrt und ihr neuen Lebensmut gibt, während sein eigener Stern verblasst. Der Film spielt in der Welt seiner Eltern und seiner Kindheit, und man spürt, wie sehr Chaplin hier über das eigene Älterwerden nachdenkt. In einer Szene steht er zusammen mit Buster Keaton auf der Bühne, dem anderen großen Stummfilmkomiker, das einzige Mal, dass die beiden Legenden gemeinsam vor der Kamera standen. Es war auch der letzte Film, den Chaplin in Amerika drehte. Seine Premiere in London wurde zur Reise ins Exil.

Charlie Chaplin und die Oscars

Chaplin erhielt drei Oscars, alle unter ungewöhnlichen Umständen. 1929, bei der allerersten Oscar-Verleihung, bekam er einen Ehren-Oscar für „Der Zirkus“, für seine Vielseitigkeit als Autor, Darsteller, Regisseur und Produzent. 1972 holte ihn Hollywood nach 20 Jahren Exil zurück und verlieh ihm einen zweiten Ehren-Oscar für sein Lebenswerk. Das Publikum stand rund zwölf Minuten lang und applaudierte, die längste stehende Ovation in der Geschichte der Oscars. Chaplin war tief bewegt und brachte kaum ein Wort heraus. 1973 folgte schließlich ein regulärer Oscar für die beste Filmmusik zu „Rampenlicht“, weil der Film erst 20 Jahre nach seiner Entstehung in Los Angeles offiziell im Kino lief.

Charlie Chaplins Ehefrauen

Chaplins Privatleben war stürmisch und sorgte immer wieder für Schlagzeilen. Er war viermal verheiratet, und auffällig ist, dass seine Ehefrauen bei der Hochzeit oft sehr jung waren, ein Punkt, der heute zu Recht kritisch gesehen wird.

Ehefrau Ehe Kinder
Mildred Harris 1918–1920 Norman Spencer Chaplin, der 1919 nur drei Tage nach der Geburt starb
Lita Grey 1924–1927 Charles Chaplin junior (1925) und Sydney Chaplin (1926)
Paulette Goddard 1936–1942 keine gemeinsamen Kinder
Oona O’Neill 1943–1977 acht Kinder: Geraldine, Michael, Josephine, Victoria, Eugene, Jane, Annette und Christopher

Die Ehe mit Lita Grey endete in einer der schmutzigsten Scheidungen der Hollywood-Geschichte, mit öffentlichen Vorwürfen und einer Rekordabfindung. Paulette Goddard spielte an seiner Seite in „Moderne Zeiten“ und „Der große Diktator“. Und Anfang der 1940er-Jahre verklagte ihn die junge Schauspielerin Joan Barry auf Vaterschaft. Ein Bluttest bewies, dass Chaplin nicht der Vater sein konnte, doch das Gericht verurteilte ihn trotzdem zu Unterhaltszahlungen, weil Bluttests damals in Kalifornien nicht als Beweis galten. Der Prozess beschädigte seinen Ruf in Amerika schwer.

Oona O’Neill: die große Liebe seines Lebens

1943 heiratete der 54-jährige Chaplin die 18-jährige Oona O’Neill, die Tochter des berühmten Dramatikers Eugene O’Neill. Ihr Vater war so empört über die Verbindung, dass er nie wieder ein Wort mit seiner Tochter sprach. Was viele für eine kurze Affäre hielten, wurde die glücklichste Beziehung in Chaplins Leben. Die beiden blieben 34 Jahre zusammen, bis zu seinem Tod, und bekamen acht Kinder. Oona gab ihre eigenen Pläne als Schauspielerin auf und war ihm Partnerin, Beraterin und Halt, besonders in den schweren Jahren des Exils. Nach Chaplins Tod zog sie sich zurück und litt unter Depressionen. Sie starb 1991 an Krebs und wurde neben ihm in Corsier-sur-Vevey begraben.

Charlie Chaplins Kinder: elf Kinder aus drei Ehen

Chaplin hatte insgesamt elf Kinder. Viele von ihnen gingen selbst ins Showgeschäft.

  • Norman Spencer Chaplin (1919): starb drei Tage nach der Geburt.
  • Charles Chaplin junior (1925–1968): Schauspieler, spielte in einigen Filmen, starb mit nur 42 Jahren.
  • Sydney Chaplin (1926–2009): Schauspieler am Broadway und im Film, bekannt unter anderem aus „Rampenlicht“, benannt nach Chaplins Bruder.
  • Geraldine Chaplin (geboren 1944): die bekannteste Tochter, Schauspielerin, weltberühmt seit „Doktor Schiwago“ von 1965.
  • Michael Chaplin (geboren 1946): spielte als Kind in „Ein König in New York“ mit, später Autor.
  • Josephine Chaplin (geboren 1949): Schauspielerin, vor allem in europäischen Filmen.
  • Victoria Chaplin (geboren 1951): Zirkuskünstlerin, gründete mit ihrem Mann Jean-Baptiste Thierrée einen poetischen Zirkus.
  • Eugene Chaplin (geboren 1953): Tontechniker und Musikproduzent, arbeitete unter anderem mit großen Rockbands.
  • Jane Chaplin (geboren 1957): Schauspielerin und Autorin.
  • Annette Chaplin (geboren 1959): Schauspielerin.
  • Christopher Chaplin (geboren 1962): Schauspieler und Komponist.

Geraldine Chaplin: die berühmteste Tochter

Geraldine Chaplin wurde 1944 als ältestes Kind von Charlie und Oona geboren. Sie wollte zunächst Tänzerin werden, wurde aber als Schauspielerin berühmt. Der Durchbruch kam 1965 mit „Doktor Schiwago“, später drehte sie viele Filme mit dem spanischen Regisseur Carlos Saura, mit dem sie lange zusammenlebte und einen Sohn hat, Shane Saura Chaplin. 1992 spielte sie in dem Film „Chaplin“ ihre eigene Großmutter Hannah. Geraldine Chaplin ist bis ins hohe Alter als Schauspielerin aktiv, in europäischen Kinofilmen ebenso wie in internationalen Serien.

Charlie Chaplins Enkelkinder: Oona Chaplin, Kiera, Carmen und Dolores

Auch in der Enkelgeneration gibt es bekannte Namen. Die bekannteste ist Oona Chaplin, eigentlich Oona Castilla Chaplin, geboren 1986, die Tochter von Geraldine Chaplin und dem Kameramann Patricio Castilla. Benannt wurde sie nach ihrer Großmutter Oona O’Neill. Weltweit bekannt wurde sie als Talisa in der Serie „Game of Thrones“. In den „Avatar“-Fortsetzungen von James Cameron spielt sie Varang, die Anführerin eines feindlichen Na’vi-Stammes. Wenn heute jemand „Oona Chaplin“ sucht, meint er meist sie und nicht ihre Großmutter.

Weitere Enkel sind unter anderem das Model Kiera Chaplin und die Schauspielerin Carmen Chaplin, beide Töchter von Michael Chaplin, die Schauspielerin Dolores Chaplin, Tochter von Eugene, sowie James und Aurélia Thierrée, die Kinder von Victoria, die als Zirkus- und Theaterkünstler die Familientradition fortführen. Insgesamt hat Chaplin Dutzende Nachkommen, von denen viele bis heute in Film, Theater und Musik arbeiten.

Warum war Charlie Chaplin im Exil?

In den 1940er-Jahren kippte die Stimmung in Amerika gegen Chaplin. Mehrere Gründe kamen zusammen. Er hatte nie die amerikanische Staatsbürgerschaft angenommen und blieb Brite, was viele ihm übelnahmen. Er äußerte sich offen links, forderte im Krieg eine zweite Front zur Unterstützung der Sowjetunion und kritisierte in seinen Filmen Kapitalismus und Militarismus. In der Zeit des Kalten Krieges und der Kommunistenjagd unter Senator Joseph McCarthy machte ihn das verdächtig. Das FBI legte eine umfangreiche Akte über ihn an. Dazu kamen der Vaterschaftsprozess und seine Beziehungen zu sehr jungen Frauen, die von der Presse genüsslich ausgeschlachtet wurden.

Im September 1952 reiste Chaplin mit seiner Familie per Schiff nach London zur Premiere von „Rampenlicht“. Noch auf hoher See erfuhr er, dass der US-Justizminister seine Wiedereinreiseerlaubnis widerrufen hatte. Er hätte sich bei einer Rückkehr einer Befragung zu seiner politischen Gesinnung und seiner Moral stellen müssen. Chaplin weigerte sich und kehrte nicht zurück. Oona reiste allein nach Amerika, löste das Vermögen auf und brachte es in Sicherheit. Erst 20 Jahre später betrat Chaplin wieder amerikanischen Boden, für seinen Ehren-Oscar.

Das Leben in der Schweiz: Manoir de Ban

1953 kaufte Chaplin das Anwesen Manoir de Ban in Corsier-sur-Vevey am Genfer See, ein großes Herrenhaus mit Park und Blick auf die Berge. Hier lebte er mit Oona und den Kindern die letzten 24 Jahre seines Lebens, so ruhig und familiär wie nie zuvor. Er schrieb seine Autobiografie, komponierte neue Musik zu seinen alten Stummfilmen und drehte noch zwei Filme. Prominente Gäste kamen zu Besuch, doch im Mittelpunkt standen die Familie, lange Spaziergänge und Abende im Kreis seiner Kinder. Seit 2016 ist das Anwesen als Museum „Chaplin’s World“ geöffnet, in dem Besucher sein Haus, seinen Garten und nachgebaute Filmkulissen erleben können.

Begegnungen mit Einstein und Gandhi

Als Weltstar traf Chaplin viele der berühmtesten Menschen seiner Zeit. 1931 begleitete ihn Albert Einstein als Ehrengast zur Premiere von „Lichter der Großstadt“ in Los Angeles. Im selben Jahr besuchte Chaplin in London Mahatma Gandhi. Er fragte ihn, warum er gegen Maschinen sei, die doch die Arbeit erleichtern. Gandhi erklärte ihm, dass Indien sich zuerst von der britischen Herrschaft befreien müsse und dass Maschinen Menschen abhängig machen könnten. Chaplin sagte später, dieses Gespräch habe ihn zum Nachdenken gebracht, und viele sehen darin eine der Wurzeln für „Moderne Zeiten“. Er traf außerdem Winston Churchill, George Bernard Shaw, H. G. Wells und viele andere.

Charlie Chaplins Vermögen

Chaplin war einer der reichsten Künstler seiner Zeit. Anders als viele Schauspieler besaß er die Rechte an fast allen seinen Filmen selbst, dazu sein eigenes Studio und Anteile an United Artists. Er war ein vorsichtiger, manchmal geradezu sparsamer Geschäftsmann, der die Armut seiner Kindheit nie vergaß. Genaue Zahlen zu seinem Vermögen beim Tod sind nicht verlässlich bekannt, Schätzungen bewegen sich im Bereich vieler Millionen Dollar. Die Rechte an seinen Filmen liegen bis heute bei Gesellschaften, die von seiner Familie kontrolliert werden.

Woran ist Charlie Chaplin gestorben?

Charlie Chaplin starb in der Nacht zum 25. Dezember 1977, am Weihnachtsmorgen, im Schlaf in seinem Haus in Corsier-sur-Vevey. Er wurde 88 Jahre alt. In seinen letzten Jahren war er nach mehreren kleinen Schlaganfällen zunehmend gebrechlich und saß im Rollstuhl. Die Todesursache war ein Schlaganfall. Seine Familie war bei ihm. Er wurde in einer schlichten Zeremonie auf dem kleinen Friedhof des Dorfes beigesetzt.

Die gestohlene Leiche: der Grabraub von 1978

Kaum drei Monate nach seinem Tod geschah etwas Unglaubliches. Im März 1978 gruben zwei Männer seinen Sarg aus und entführten ihn. Sie forderten von der Familie ein Lösegeld. Oona weigerte sich zu zahlen. Aus der Familie hieß es später, Chaplin selbst hätte die ganze Sache vermutlich eher komisch gefunden. Die Polizei überwachte die Telefone der Familie, und nach rund elf Wochen wurden die Täter gefasst, zwei Mechaniker, die aus Geldnot gehandelt hatten. Der Sarg wurde in einem Feld in der Nähe gefunden. Chaplin wurde erneut beigesetzt, diesmal unter einer dicken Betonschicht. Heute ruht er dort neben Oona. Das Grab ist bis heute ein Ziel für Besucher aus aller Welt.

Charlie Chaplin Zitate

Von Chaplin stammen viele kluge Gedanken über das Leben, das Lachen und das Scheitern. Doch wie bei vielen Berühmtheiten kursieren im Netz auch zahlreiche Sprüche, die er nie gesagt hat. Ein bekanntes Beispiel ist ein langes Gedicht über Selbstliebe, das oft als Chaplins Rede zu seinem 70. Geburtstag geteilt wird. Es stammt nicht von ihm, sondern geht auf einen Text anderer Autoren zurück. Darum prüfen wir jedes Chaplin-Zitat, bevor daraus ein Zitatbild wird.

Chaplin als Komponist: Smile und This Is My Song

Was viele nicht wissen: Chaplin hat die Musik zu seinen späteren Filmen selbst komponiert, obwohl er keine Noten lesen konnte. Er summte oder spielte seine Melodien auf dem Klavier oder der Geige vor, und Arrangeure schrieben sie auf. Seine berühmteste Melodie stammt aus „Moderne Zeiten“. Mit einem später hinzugefügten Text wurde sie als „Smile“ zu einem Welthit, den unter anderem Nat King Cole und Michael Jackson sangen. Auch „This Is My Song“ aus seinem letzten Film „Die Gräfin von Hongkong“ wurde ein großer Hit. Für die Musik zu „Rampenlicht“ bekam er 1973 seinen einzigen regulären Oscar.

Die Autobiografie: Die Geschichte meines Lebens

1964 veröffentlichte Chaplin seine Autobiografie, auf Deutsch unter dem Titel „Die Geschichte meines Lebens“. Besonders die ersten Kapitel über seine Kindheit in London gelten als literarisch stark und bewegend. Er beschreibt darin das Elend der Armenviertel, die Liebe zu seiner Mutter, den Hunger und die Scham, aber auch die Momente voller Fantasie und Hoffnung. Über seine Ehen und Skandale schreibt er dagegen auffällig knapp. Wer Chaplin verstehen will, findet in diesem Buch den besten Zugang zu dem Menschen hinter dem Tramp.

Der Film „Chaplin“ von 1992

1992 drehte Richard Attenborough das Filmporträt „Chaplin“ mit Robert Downey Jr. in der Hauptrolle. Downey Jr. lernte für die Rolle Chaplins Gang, seine Gesten und sogar das Geigenspiel mit der linken Hand und wurde dafür für den Oscar nominiert. Geraldine Chaplin spielte ihre eigene Großmutter Hannah. Der Film erzählt Chaplins Leben von der Kindheit bis zum Ehren-Oscar 1972 und ist ein guter Einstieg für alle, die seine Geschichte kennenlernen wollen.

Sir Charles: der Ritterschlag 1975

Lange zögerte das britische Königshaus, Chaplin zu ehren. Seine politischen Ansichten, die Skandale und die Tatsache, dass er im Ersten Weltkrieg nicht als Soldat gedient hatte, standen im Weg. 1975, zwei Jahre vor seinem Tod, schlug ihn Königin Elizabeth II. schließlich zum Ritter. Chaplin saß bereits im Rollstuhl und konnte nicht mehr niederknien, die Königin berührte seine Schultern mit dem Schwert, während er sitzen blieb. Aus dem Jungen aus dem Armenhaus von Lambeth war Sir Charles Chaplin geworden.

Chaplins Vermächtnis

Fast 50 Jahre nach seinem Tod gehört Chaplin zu den bekanntesten Menschen des 20. Jahrhunderts. Seine Filme laufen weltweit im Fernsehen, in Kinos und Konzertsälen, wo Orchester live die Musik zu seinen Stummfilmen spielen. Comedians und Regisseure von Buster Keaton bis Rowan Atkinson mit Mr. Bean haben sich auf ihn berufen. Der Tramp ist eine der am häufigsten abgebildeten Figuren der Welt. Schulen, Straßen und Plätze tragen seinen Namen, in London steht eine Statue von ihm am Leicester Square, eine weitere am Ufer des Genfer Sees in Vevey.

Vor allem aber hat er gezeigt, was Komik kann. Seine Filme bringen Menschen zum Lachen und gleichzeitig zum Nachdenken über Armut, Ungerechtigkeit, Einsamkeit und Liebe. Diese Mischung aus Lachen und Mitgefühl ist sein eigentliches Erbe.

Kritik und Schattenseiten

Chaplins Leben hat dunkle Seiten, die man nicht ausblenden sollte. Mehrere seiner Ehefrauen und Partnerinnen waren bei Beginn der Beziehung sehr jung, Lita Grey sogar noch minderjährig. Was damals als Skandal galt, sieht man heute noch deutlich kritischer. Als Chef war er oft tyrannisch, launisch und rücksichtslos gegenüber Mitarbeitern. Sein Umgang mit Geld galt als knauserig, seine Abrechnungen mit Ex-Partnerinnen als hart. Gleichzeitig war er ein Mensch, der das Leid der Armen kannte und es in seinen Filmen mit großer Zärtlichkeit zeigte. Beides gehört zu ihm.

Was du von Charlie Chaplin lernen kannst

  • Herkunft ist kein Schicksal. Vom Armenhaus zum Weltstar, Chaplin hat bewiesen, dass der Start nicht das Ziel bestimmt.
  • Werde dein eigener Chef. Mit eigenem Studio und United Artists sicherte er sich die Freiheit, seine Filme so zu machen, wie er wollte.
  • Qualität braucht Geduld. Hunderte Wiederholungen für eine einzige Szene, und genau deshalb funktionieren seine Filme noch heute.
  • Humor ist Widerstand. Mit Lachen hat er einen Diktator entlarvt, als andere schwiegen.
  • Würde kostet nichts. Der Tramp besitzt nichts und bleibt trotzdem ein Gentleman.

Häufige Fragen zu Charlie Chaplin

Wer war Charlie Chaplin? Ein britischer Schauspieler, Regisseur und Komponist (1889–1977), der mit seiner Figur des Tramps zum ersten Weltstar des Kinos wurde.

Wann wurde Charlie Chaplin geboren? Am 16. April 1889 in London.

Wann ist Charlie Chaplin gestorben? Am 25. Dezember 1977 in Corsier-sur-Vevey in der Schweiz.

Wie alt wurde Charlie Chaplin? 88 Jahre.

Woran starb Charlie Chaplin? An einem Schlaganfall im Schlaf.

Wo ist Charlie Chaplin begraben? Auf dem Friedhof von Corsier-sur-Vevey am Genfer See, neben seiner Frau Oona.

Wie viele Kinder hatte Charlie Chaplin? Elf Kinder aus drei Ehen, acht davon mit Oona O’Neill.

Wer war die Frau von Charlie Chaplin? Er war viermal verheiratet. Seine letzte und längste Ehe führte er mit Oona O’Neill, von 1943 bis zu seinem Tod.

Ist Oona Chaplin die Enkelin von Charlie Chaplin? Ja. Die Schauspielerin aus „Game of Thrones“ und „Avatar“ ist die Tochter von Geraldine Chaplin.

Wer waren Charlie Chaplins Eltern? Die Sängerin Hannah Chaplin und der Sänger Charles Chaplin senior, beide Künstler in den Londoner Music Halls.

Was ist der berühmteste Film von Charlie Chaplin? Am bekanntesten sind „Moderne Zeiten“, „Der große Diktator“, „Lichter der Großstadt“ und „Goldrausch“. Chaplin selbst nannte „Goldrausch“ als den Film, für den er in Erinnerung bleiben wollte.

Wie groß war Charlie Chaplin? Rund 1,65 Meter.

Wie viele Oscars hat Charlie Chaplin gewonnen? Drei: zwei Ehren-Oscars (1929 und 1972) und einen für die Filmmusik zu „Rampenlicht“ (1973).

Warum lebte Charlie Chaplin in der Schweiz? Weil ihm die USA 1952 die Wiedereinreise verweigerten. Er ließ sich daraufhin am Genfer See nieder.

Warum Charlie Chaplin ein echter Motivationsheld ist

Charlie Chaplin hatte als Kind alles gegen sich: keinen Vater, eine kranke Mutter, kein Geld, kein Zuhause. Er hätte zerbrechen können. Stattdessen hat er aus seinem Schmerz eine Figur gemacht, über die die ganze Welt lacht und mit der sie mitfühlt. Er hat sich hochgearbeitet, sich seine Freiheit erkämpft und sie genutzt, um gegen Ungerechtigkeit und Diktatur aufzustehen. Wenn du das nächste Mal das Gefühl hast, dass alles gegen dich läuft, denk an den kleinen Mann mit Melone und Stock, der nach jedem Sturz den Staub abklopft und weitergeht.