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Astrid Lindgren

Astrid Lindgren wurde 1907 in Vimmerby in Schweden geboren und wuchs auf einem Bauernhof in einer liebevollen Familie auf. Sie erfand Pippi Langstrumpf, Michel und die Kinder aus Bullerbü. Ihre Geschichten feiern Freiheit, Geborgenheit und eine Kindheit voller Abenteuer. Hier findest du ihre wichtigsten Lehren, inspirierende Zitate, Bücher und alles, was dir hilft, ihre Weisheit in deinen eigenen Alltag zu bringen.

Wer war Astrid Lindgren?

Astrid Lindgren hat mehr Kinder glücklich gemacht als fast jeder andere Mensch des 20. Jahrhunderts. Ihre Bücher wurden in über 100 Sprachen übersetzt, Pippi Langstrumpf kennt man von Stockholm bis Sansibar. Doch hinter der fröhlichen Fassade steckt eine Frau, die als junge Mutter ihr Kind weggeben musste, im Krieg heimlich Tagebuch über das Grauen führte und sich mit 70 Jahren noch mit der schwedischen Regierung anlegte. Genau diese Mischung aus Lebensfreude und Mut macht sie zu einer echten Heldin.

Astrid Lindgren Steckbrief
Vollständiger Name Astrid Anna Emilia Lindgren, geborene Ericsson
Geboren 14. November 1907 auf dem Hof Näs bei Vimmerby (Småland, Schweden)
Gestorben 28. Januar 2002 in Stockholm
Alter 94 Jahre
Grab Friedhof von Vimmerby
Eltern Samuel August Ericsson und Hanna Jonsson
Geschwister Gunnar, Stina und Ingegerd
Ehemann Sture Lindgren (Heirat 1931, gestorben 1952)
Kinder Lars (1926) und Karin (1934)
Beruf Schriftstellerin, Verlagslektorin
Bekannteste Figuren Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Karlsson vom Dach, Ronja Räubertochter
Wichtigste Preise Hans-Christian-Andersen-Preis (1958), Friedenspreis des Deutschen Buchhandels (1978), Right Livelihood Award (1994)

Astrid Lindgrens Lebenslauf in Stichpunkten

  1. 1907Geburt am 14. November auf dem Hof Näs bei Vimmerby
  2. 1924Volontärin bei der Lokalzeitung Vimmerby Tidning
  3. 1926Umzug nach Stockholm, Geburt ihres Sohnes Lars in Kopenhagen
  4. 1930Lars kommt endlich zu ihr nach Stockholm
  5. 1931Heirat mit Sture Lindgren
  6. 1934Geburt ihrer Tochter Karin
  7. 1941Die kranke Karin wünscht sich Geschichten von „Pippi Langstrumpf“
  8. 1945„Pippi Langstrumpf“ erscheint, Astrid wird Lektorin bei Rabén & Sjögren
  9. 1958Hans-Christian-Andersen-Preis
  10. 1963Das erste Buch über Michel aus Lönneberga erscheint
  11. 1973„Die Brüder Löwenherz“
  12. 1976Steuersatire „Pomperipossa in Monismanien“
  13. 1978Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, Rede „Niemals Gewalt“
  14. 1981„Ronja Räubertochter“, ihr letzter großer Roman
  15. 1988Schweden verabschiedet ein strengeres Tierschutzgesetz, die „Lex Lindgren“
  16. 1994Right Livelihood Award („Alternativer Nobelpreis“)
  17. 2002Tod am 28. Januar in Stockholm

Kindheit in Vimmerby: Geburtsort und Elternhaus

Astrid Lindgrens Geburtsort ist der Pfarrhof Näs am Rand der kleinen Stadt Vimmerby in Småland. Ihr Vater Samuel August Ericsson bewirtschaftete den Hof als Pächter, ihre Mutter Hanna führte das Haus. Astrid war das zweite von vier Kindern. Das Elternhaus war streng religiös und voller Arbeit, aber auch voller Liebe. Ihre Eltern zeigten offen Zuneigung zueinander, was damals alles andere als selbstverständlich war.

Die Kinder mussten auf dem Hof mithelfen, doch dazwischen blieb unglaublich viel Zeit zum Spielen. Astrid kletterte auf jeden Baum, spielte „den Fußboden nicht berühren“ und erfand mit ihren Geschwistern eine Welt nach der anderen. Später sagte sie, ihre Kindheit sei die Quelle all ihrer Bücher gewesen. Bullerbü, Michels Katthult und die Wiesen von Lönneberga sind im Grunde Erinnerungen an Näs. Das rote Elternhaus kannst du heute noch besuchen: Es gehört zum Astrid-Lindgren-Gården in Vimmerby.

Der Skandal mit 18: Sohn Lars und die schwerste Zeit ihres Lebens

Mit 16 Jahren begann Astrid als Volontärin bei der Vimmerby Tidning. Sie schrieb gut, war neugierig und frech, und sie schnitt sich als eines der ersten Mädchen der Stadt die Haare kurz. Mit 18 wurde sie schwanger, ausgerechnet vom verheirateten Chefredakteur der Zeitung. In einer kleinen, frommen Stadt in den 1920er-Jahren war das ein Skandal.

Astrid zog nach Stockholm, machte eine Ausbildung zur Sekretärin und brachte im Dezember 1926 ihren Sohn Lars in Kopenhagen zur Welt. Dort durfte man ein Kind zur Welt bringen, ohne den Namen des Vaters anzugeben. Weil sie mit ihrem kleinen Gehalt nicht für ihn sorgen konnte, wuchs „Lasse“ seine ersten Jahre bei einer Pflegemutter in Dänemark auf. Astrid sparte jede Krone für die Zugfahrt, um ihn zu besuchen. Erst 1930 konnte sie ihn zu sich holen.

Diese Jahre haben sie tief geprägt. Viele Forscher sehen darin den Grund, warum in ihren Büchern so oft einsame Kinder vorkommen, die sich nach Geborgenheit sehnen. Mio, Rasmus und die Brüder Löwenherz tragen alle ein Stück dieser Sehnsucht in sich.

Familie: Ehemann Sture, Tochter Karin und Sohn Lars

Bei ihrer Arbeit im Königlichen Automobilclub lernte Astrid ihren Chef Sture Lindgren kennen. Die beiden heirateten 1931, drei Jahre später kam Tochter Karin zur Welt. Die Familie zog in eine Wohnung an der Dalagatan in Stockholm mit Blick auf den Vasapark, in der Astrid bis zu ihrem Tod lebte.

Die Ehe war nicht immer glücklich, Sture trank viel und starb bereits 1952. Ihr Sohn Lars starb 1986, ihr Bruder Gunnar schon 1974. Diese Verluste verarbeitete Astrid in ihren Büchern, am deutlichsten in „Die Brüder Löwenherz“, einem der wenigen Kinderbücher, das offen über den Tod spricht. Ihre Tochter Karin Nyman hat sich bis ins hohe Alter um das Erbe ihrer Mutter gekümmert.

Wie Pippi Langstrumpf entstand

Im Winter 1941 lag die siebenjährige Karin mit einer Lungenentzündung im Bett und quengelte: „Erzähl mir von Pippi Langstrumpf!“ Den Namen hatte sich Karin in diesem Moment ausgedacht. Weil der Name so verrückt klang, erfand Astrid ein ebenso verrücktes Mädchen dazu. Drei Jahre lang erzählte sie die Geschichten nur mündlich.

1944 verstauchte sich Astrid den Fuß und musste liegen. Sie nutzte die Zeit, schrieb die Geschichten in Kurzschrift auf und schenkte Karin das Manuskript zum zehnten Geburtstag. Der große Verlag Bonnier lehnte Pippi ab. Astrid gab nicht auf, überarbeitete den Text und reichte ihn 1945 bei einem Wettbewerb des Verlags Rabén & Sjögren ein. Sie gewann den ersten Preis, das Buch erschien im November 1945 und wurde ein Welterfolg. Nach Deutschland kam Pippi 1949.

Die Lehre daraus ist so einfach wie stark: Ihr wichtigstes Werk wurde zuerst abgelehnt. Hätte Astrid nach dem ersten Nein aufgegeben, gäbe es keine Pippi.

Warum Pippi damals ein Skandal war

Heute ist Pippi eine Heldin für Generationen. 1945 sahen das viele Erwachsene ganz anders. Ein Mädchen, das allein lebt, nicht zur Schule geht, Polizisten an der Nase herumführt und Erwachsenen widerspricht, galt vielen Pädagogen als gefährliches Vorbild. Ein angesehener schwedischer Literaturprofessor schrieb, die Figur sei unnatürlich und könne Kinder seelisch verwirren. Andere fanden das Buch einfach nur albern.

Auch in Deutschland tat man sich zunächst schwer. Mehrere Verlage lehnten Pippi ab, bevor der Hamburger Verleger Friedrich Oetinger 1949 das Risiko einging. Er sollte es nicht bereuen: Pippi wurde der Grundstein für einen der erfolgreichsten Kinderbuchverlage Deutschlands. In manchen Ländern wurden die Geschichten zunächst entschärft, Pippi wurde dort braver, höflicher und weniger stark dargestellt, als Astrid sie geschrieben hatte.

Astrid Lindgren hat auf die Kritik gelassen reagiert. Kinder würden sehr wohl unterscheiden, sagte sie sinngemäß, zwischen einer Geschichte und dem echten Leben. Und Pippi zeige ihnen nicht, wie man unartig ist, sondern dass man Macht haben kann, ohne sie zu missbrauchen. Diese Haltung hat sich durchgesetzt. Heute steht Pippi in Schulbibliotheken auf der ganzen Welt, und viele Frauen nennen sie als ihr erstes weibliches Vorbild.

Pippi Langstrumpf: Pferd, Affe, ganzer Name und Schauspielerin

Pippi ist das stärkste Mädchen der Welt. Sie lebt allein in der Villa Kunterbunt, hat einen Koffer voller Goldstücke und braucht keine Erwachsenen, die ihr sagen, was sie tun soll. Ihr ganzer Name lautet in der deutschen Übersetzung Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf.

  • Das Pferd von Pippi Langstrumpf heißt „Kleiner Onkel“. Pippi kann es mit bloßen Händen hochheben.
  • Der Affe von Pippi Langstrumpf heißt „Herr Nilsson“ und trägt eine kleine blaue Jacke und einen Strohhut.
  • Ihr Vater ist Kapitän Efraim Langstrumpf, der in Taka-Tuka-Land König der Inselbewohner wird.
  • Ihre Freunde sind die Nachbarskinder Thomas und Annika.

Die Villa Kunterbunt und Pippis Welt

Pippi wohnt in der Villa Kunterbunt, einem alten, etwas verfallenen Haus mit einem verwilderten Garten am Rand einer kleinen schwedischen Stadt. Auf der Veranda steht Kleiner Onkel, das Pferd, denn im Stall wäre es Pippi zu langweilig für ihn. Ihr Schlafplatz ist ihr Bett, aber sie schläft gern mit den Füßen auf dem Kopfkissen. Pfannkuchen backt sie auf dem Fußboden, und die Schule findet sie nur so lange interessant, bis sie erfährt, dass es dort Ferien gibt.

Das Besondere an Pippi ist nicht ihre Kraft allein. Sie ist großzügig, verschenkt Gold und Süßigkeiten an alle Kinder, beschützt Schwächere und lacht über Erwachsene, die sich wichtig machen. Als zwei Polizisten sie ins Kinderheim bringen wollen, spielt sie mit ihnen Fangen und setzt sie am Ende sanft vor die Tür. Pippi zeigt Kindern, dass man stark sein kann, ohne gemein zu sein.

Pippi in Taka-Tuka-Land

Im dritten Pippi-Buch, „Pippi in Taka-Tuka-Land“ von 1948, reist Pippi mit Thomas und Annika zu ihrem Vater auf die Südseeinsel Taka-Tuka-Land. Kapitän Efraim Langstrumpf ist dort König der Inselbewohner geworden. Die Kinder baden in Lagunen, erkunden Höhlen und werden von zwei Piraten bedroht, die es auf Perlen abgesehen haben. Natürlich hat Pippi am Ende alles im Griff. Die Verfilmung „Pippi in Taka-Tuka-Land“ von 1970 gehört bis heute zu den beliebtesten Kinderfilmen im deutschen Fernsehen, vor allem an Feiertagen.

Wer hat Pippi Langstrumpf gespielt? In den berühmten Filmen und der Fernsehserie von 1969 und 1970 spielte die Schwedin Inger Nilsson die Pippi. Sie wurde damit weltberühmt und arbeitet bis heute als Schauspielerin. Astrid Lindgren schrieb die Drehbücher selbst.

Pippi Langstrumpf heute: Was macht Inger Nilsson?

Inger Nilsson war erst neun Jahre alt, als sie für die Rolle der Pippi ausgewählt wurde. Sie war in ihrer Heimat praktisch unbekannt und hatte keine Schauspielausbildung. Nach dem riesigen Erfolg war es für sie lange schwer, aus dem Schatten der Figur herauszukommen. Sie blieb trotzdem beim Schauspiel, spielte Theater und übernahm viele Rollen im schwedischen Fernsehen. Auch ihre Film-Freunde Thomas und Annika wurden von Kinderdarstellern gespielt, die später ganz normale Berufe ergriffen. Wer nach „Pippi Langstrumpf heute“ sucht, findet eine bodenständige Frau, die gern über die Dreharbeiten spricht und Pippi bis heute verteidigt.

Das Pippi-Langstrumpf-Lied

Fast jeder in Deutschland kann das Titellied der Fernsehserie mitsingen. Das Original „Här kommer Pippi Långstrump“ komponierte der schwedische Jazzmusiker Jan Johansson, den schwedischen Text schrieb Astrid Lindgren selbst. Der deutsche Text stammt von Wolfgang Franke und weicht deutlich vom Original ab. Ausgerechnet die bekannteste Zeile über eine Welt, die man sich so macht, wie sie einem gefällt, steht nicht in Astrid Lindgrens Büchern. Sie wurde erst für das deutsche Lied geschrieben und ist trotzdem zu einem der bekanntesten Pippi-Sätze überhaupt geworden.

Pippi-Langstrumpf-Kostüm: So gelingt der Look

Pippi ist eines der beliebtesten Kostüme zu Fasching und Karneval, bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Das Gute: Du brauchst kaum etwas zu kaufen.

  • Zöpfe, die abstehen: Zwei geflochtene rote Zöpfe, in die ein biegsamer Draht oder ein Pfeifenputzer eingeflochten wird, damit sie seitlich abstehen. Alternativ gibt es fertige Pippi-Perücken.
  • Sommersprossen: mit braunem Augenbrauen- oder Kajalstift aufgetupft.
  • Zwei verschiedene Strümpfe: einer gestreift, einer einfarbig, gern in Rot, Grün oder Braun.
  • Ein buntes Kleid mit Flicken: Pippi näht sich ihre Kleider selbst aus Stoffresten.
  • Zu große Schuhe: Pippis Schuhe sind doppelt so lang wie ihre Füße, damit sie mit den Zehen wackeln kann.
  • Extra: ein Plüschaffe als Herr Nilsson auf der Schulter.

Pippi Langstrumpf Sprüche und Zitate

Pippis Sprüche sind frech, schlagfertig und oft voller Lebensweisheit. Sie verdreht Wörter, erfindet neue wie den berühmten „Spunk“, nennt das Einmaleins „Plutimikation“ und erklärt Erwachsenen mit größter Selbstverständlichkeit die Welt. Viele Sätze, die im Netz als Pippi-Zitate kursieren, stammen allerdings aus den Filmen, dem deutschen Lied oder sind frei erfunden. Darum prüfen wir jedes Pippi-Zitat gegen die Bücher, bevor es bei uns ein Zitatbild wird.

Die Pippi-Langstrumpf-Filme im Überblick

Jahr Deutscher Titel Besonderheit
1969 Pippi Langstrumpf Kinofassung der Fernsehserie mit Inger Nilsson
1969 Pippi geht von Bord Pippi bleibt lieber in der Villa Kunterbunt
1970 Pippi in Taka-Tuka-Land Rettungsaktion für Kapitän Langstrumpf
1970 Pippi außer Rand und Band Der Abschluss der klassischen Reihe
1988 Pippi Langstrumpf (Neuverfilmung) Amerikanisch-schwedische Version
1997 Pippi Langstrumpf (Zeichentrick) Animationsfilm, später als Serie

Astrid Lindgren Bücher: die wichtigsten Werke

Astrid Lindgren schrieb über 70 Bücher, dazu Bilderbücher, Theaterstücke und Drehbücher. Ihre Bücher wurden weltweit über 165 Millionen Mal verkauft. Das sind die Klassiker, die du kennen solltest:

Jahr Buch Worum es geht
1945 Pippi Langstrumpf Das stärkste Mädchen der Welt stellt alle Regeln auf den Kopf
1946 Meisterdetektiv Kalle Blomquist Ein Junge löst echte Kriminalfälle
1947 Wir Kinder aus Bullerbü Glückliche Kindheit auf dem Land
1954 Mio, mein Mio Ein einsamer Junge findet seinen Vater und seinen Mut
1955 Karlsson vom Dach Ein kleiner dicker Mann mit Propeller auf dem Rücken
1960 Madita Kindheit in einer schwedischen Kleinstadt um 1900
1963 Michel aus Lönneberga Der Lausbub aus Katthult und seine Streiche
1973 Die Brüder Löwenherz Zwei Brüder, Mut und der Tod
1981 Ronja Räubertochter Freundschaft zwischen den Kindern verfeindeter Räuber

Bemerkenswert: Michel heißt im schwedischen Original Emil. In Deutschland wurde er umbenannt, weil es mit „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner schon einen berühmten Emil gab.

Wir Kinder aus Bullerbü

„Wir Kinder aus Bullerbü“ erschien 1947 und ist vielleicht das friedlichste Kinderbuch der Welt. Die siebenjährige Lisa erzählt vom Leben auf drei Bauernhöfen, dem Nordhof, dem Mittelhof und dem Südhof, in denen sechs Kinder wohnen. Es gibt keine großen Abenteuer, keine Bösewichte und keine Dramen, sondern Heuschober, Kirschen, Krebsefangen, Weihnachten und Geheimnisse. Als Vorbild diente Sevedstorp bei Vimmerby, der Ort, an dem Astrids Vater aufgewachsen war. Den Weiler kannst du heute noch besuchen. Bullerbü wurde in Deutschland zu einem Sehnsuchtsort für eine einfache, glückliche Kindheit auf dem Land.

Michel aus Lönneberga

Michel lebt auf dem Hof Katthult in Lönneberga mit seinem Vater Anton, seiner Mutter Alma, seiner kleinen Schwester Ida, dem Knecht Alfred und der Magd Lina. Er ist ein herzensguter Junge, der trotzdem ständig Unfug anstellt: Er steckt seinen Kopf in die Suppenschüssel, zieht seine Schwester an der Fahnenstange hoch und lädt alle Armen der Gemeinde zum Weihnachtsessen ein. Zur Strafe muss er jedes Mal in den Tischlerschuppen, wo er Holzmännchen schnitzt. Bis zum Ende der Bücher sind es über 360 Stück.

Michel war für Astrid eine Liebeserklärung an ihren Vater und an das bäuerliche Småland ihrer Kindheit. Die Fernsehfilme aus den 1970er-Jahren mit Jan Ohlsson als Michel laufen bis heute regelmäßig im deutschen Fernsehen.

Karlsson vom Dach

Karlsson ist ein kleiner, rundlicher Mann mit einem Propeller auf dem Rücken, der in einem Häuschen auf dem Dach eines Stockholmer Mietshauses wohnt. Er besucht den einsamen Lillebror, den jüngsten Sohn der Familie Svantesson, und hält sich in allem für den Besten der Welt. Karlsson ist eitel, gierig und angeberisch und gerade deshalb so komisch. Für Lillebror ist er der Freund, den er sich immer gewünscht hat. Die Bücher erschienen 1955, 1962 und 1968 und waren besonders in der Sowjetunion ungeheuer beliebt.

Mio, mein Mio

Der neunjährige Bo lebt bei Pflegeeltern in Stockholm, die ihn nicht lieben. Eines Abends wird er in das Land der Ferne gebracht, wo sein wahrer Vater als König auf ihn wartet und ihn Mio nennt. Doch Mio muss gegen den grausamen Ritter Kato kämpfen, der Kinder in Vögel verwandelt. „Mio, mein Mio“ von 1954 ist ein Märchen über ein ungeliebtes Kind, das seinen eigenen Mut entdeckt. Man spürt darin, wie sehr Astrid die Jahre ihres Sohnes bei einer Pflegemutter bewegt haben.

Die Brüder Löwenherz

Karl, genannt Krümel, ist schwer krank und hat Angst vor dem Tod. Sein großer Bruder Jonatan erzählt ihm vom Land Nangijala, in das man nach dem Tod kommt. Dann stirbt Jonatan bei einem Brand, als er Krümel rettet, und kurz darauf stirbt auch Krümel. In Nangijala finden sich die Brüder wieder und kämpfen im Kirschtal gegen den Tyrannen Tengil und seinen Drachen Katla. Das Buch von 1973 löste heftige Diskussionen aus, weil es Kindern den Tod so offen zeigt. Viele Kinder, die schwer krank waren, schrieben Astrid, dass ihnen genau dieses Buch Trost gegeben habe.

Ronja Räubertochter

Ronja wächst als einzige Tochter des Räuberhauptmanns Mattis auf der Mattisburg auf. Als ein Blitz die Burg spaltet, zieht in die andere Hälfte die verfeindete Räuberbande von Borka mit ihrem Sohn Birk. Ronja und Birk werden gegen den Willen ihrer Väter Freunde, fliehen in den Wald und lernen, allein zu überleben. „Ronja Räubertochter“ von 1981 war Astrids letzter großer Roman. Es ist ein Buch über Freundschaft, Naturliebe und darüber, dass Kinder die Fehler ihrer Eltern nicht wiederholen müssen.

Weitere Bücher und Figuren

  • Kalle Blomquist (ab 1946): ein Junge, der Meisterdetektiv werden will und mit seinen Freunden echte Verbrecher fängt.
  • Madita (ab 1960): ein lebhaftes Mädchen in einer schwedischen Kleinstadt um 1900. Ihr Elternhaus heißt Junibacken, daher der Name des Stockholmer Museums.
  • Lotta aus der Krachmacherstraße (ab 1958): die trotzige kleine Lotta und ihr Plüschschwein Bamse.
  • Rasmus und der Landstreicher (1956): ein Waisenjunge reißt aus und zieht mit einem Landstreicher durch das Land.
  • Ferien auf Saltkrokan (1964): Sommerferien auf einer Schäreninsel, ursprünglich als Fernsehserie geschrieben.

Lektorin, Kriegstagebuch und Mut zur eigenen Meinung

Nach dem Erfolg von Pippi stellte Rabén & Sjögren Astrid als Lektorin ein. Von 1946 bis 1970 leitete sie dort die Kinderbuchabteilung und förderte viele junge Autoren. Morgens schrieb sie im Bett ihre eigenen Bücher in Kurzschrift, danach ging sie ins Büro.

Während des Zweiten Weltkriegs führte sie Tagebuch. Sie klebte Zeitungsartikel ein und schrieb ihre Angst, ihre Wut und ihre Hoffnungen nieder. Die Tagebücher erschienen 2015 auf Deutsch unter dem Titel „Die Menschheit hat den Verstand verloren“. Sie zeigen, wie genau Astrid die Welt beobachtete und wie sehr sie Gewalt verabscheute.

Weihnachten mit Astrid Lindgren

Kaum eine Autorin hat Weihnachten so geprägt wie Astrid Lindgren. In fast jedem ihrer großen Bücher gibt es ein Weihnachtskapitel: Die Kinder aus Bullerbü schmücken den Baum und laufen durch den Schnee zur Christmette, Michel lädt alle Armen der Gemeinde zu einem Festessen ein und Lotta besorgt sich auf eigene Faust einen Weihnachtsbaum. Dazu kommen eigene Weihnachtsgeschichten und Bilderbücher wie „Tomte Tummetott“ über einen Wichtel, der in der kalten Winternacht über einen Bauernhof wacht.

Viele dieser Geschichten gibt es heute als Hörbuch, Bilderbuch-Sammlung und als Tonie. Die Figur „Weihnachten mit Astrid Lindgren“ für die Toniebox gehört in der Adventszeit zu den meistgesuchten Hörspielen für Kinder. Auch Zitate von Astrid Lindgren zu Weihnachten werden jedes Jahr tausendfach in Karten und Grüßen geteilt.

Astrid Lindgren als Hörspiel und Tonie

Für viele Kinder beginnt die Begegnung mit Astrid Lindgren heute nicht mit dem Buch, sondern mit der Toniebox. Pippi Langstrumpf, Michel, Bullerbü, Karlsson und Ronja gibt es als Hörspiel-Figuren. Die Hörspiele des Oetinger-Verlags sind seit Jahrzehnten Klassiker und eignen sich besonders gut für Kinder ab drei Jahren, die noch nicht selbst lesen. Für die Weihnachtszeit gibt es eigene Sammlungen.

Das Kriegstagebuch: Astrid Lindgren als Briefzensorin

Was viele nicht wissen: Während des Zweiten Weltkriegs arbeitete Astrid Lindgren für den schwedischen Geheimdienst in der Briefzensur. Sie las Briefe, die ins Ausland gingen oder von dort kamen, und strich heikle Stellen. So erfuhr sie früher und genauer als die meisten Schweden, was in Europa wirklich geschah, auch über die Verfolgung der Juden. Dieses Wissen floss in ihr Tagebuch, das sie über alle Kriegsjahre in 17 Heften führte.

Die Tagebücher sind ein eindrucksvolles Zeitdokument. Man liest darin, wie eine junge Mutter in Stockholm zwischen Alltag, Weihnachtsvorbereitungen und den Schreckensmeldungen aus Europa hin- und hergerissen ist. Viele Forscher sind überzeugt, dass Pippi Langstrumpf, das stärkste Mädchen der Welt, das sich niemals von Mächtigen einschüchtern lässt, auch eine Antwort auf diese Jahre der Gewalt war.

So schrieb Astrid Lindgren: Kurzschrift im Bett

Astrid Lindgren hatte eine feste Routine. Sie schrieb morgens, gleich nach dem Aufwachen, im Bett liegend. Dafür nutzte sie Stenografie, die Kurzschrift, die sie als Sekretärin gelernt hatte. So konnte sie fast so schnell schreiben, wie sie dachte. Danach tippte sie die Texte auf der Schreibmaschine ab und überarbeitete sie, oft viele Male. Ihre Stenoblöcke sind heute in der Königlichen Bibliothek in Stockholm archiviert und gehören zum Weltdokumentenerbe der UNESCO.

Wichtig war ihr eine einzige Regel: Sie schrieb nicht für Kinder, sondern für das Kind in sich selbst. Sie fragte sich nie, was Kinder lesen sollen, sondern nur, was sie selbst als Kind gern gelesen hätte. Pädagogische Zeigefinger hat sie bewusst vermieden. Gerade deshalb fühlen sich Kinder in ihren Büchern ernst genommen.

Astrid Lindgrens Wohnung an der Dalagatan

Über 60 Jahre lang lebte Astrid Lindgren in derselben Wohnung an der Dalagatan 46 in Stockholm, mit Blick auf den Vasapark. Hier entstanden fast alle ihre Bücher. Obwohl sie Millionen verdiente, zog sie nie in eine Villa. Die Wohnung ist bis heute fast unverändert erhalten und kann bei Führungen besichtigt werden. Wer sie betritt, sieht ihr Bett, in dem sie schrieb, ihre Bücherregale und den Schreibtisch, an dem sie tausende Briefe von Kindern aus aller Welt beantwortete.

Kämpferin für Kinderrechte

Astrid Lindgren war nicht nur Schriftstellerin, sondern eine der wirkungsvollsten Stimmen für Kinderrechte im 20. Jahrhundert. In einer Zeit, in der Gehorsam und Strenge als gute Erziehung galten, beschrieb sie Kinder als eigenständige Menschen mit eigenen Gefühlen, Ideen und Rechten. Sie forderte, dass Erwachsene Kindern zuhören, sie nicht schlagen und ihnen Raum zum Spielen lassen. Viele Erzieherinnen und Lehrer sagen bis heute, dass sie durch Pippi, Michel und Ronja gelernt haben, Kinder anders zu sehen. Der nach ihr benannte Astrid Lindgren Memorial Award zeichnet seit 2003 jedes Jahr Menschen und Organisationen aus, die im Geist dieser Haltung für Kinder und das Lesen arbeiten.

Wie eine Kinderbuchautorin eine Regierung stürzte

1976 bekam Astrid einen Steuerbescheid, nach dem sie mehr als 100 Prozent ihres Einkommens an den Staat zahlen sollte. Statt sich still zu ärgern, schrieb sie das Märchen „Pomperipossa in Monismanien“ über eine Hexe, die mehr Steuern zahlen muss, als sie verdient. Das Märchen erschien in einer großen Zeitung und löste eine landesweite Debatte aus. Bei der Wahl im selben Jahr verloren die Sozialdemokraten nach über 40 Jahren die Macht. Viele sehen in Astrids Satire einen der Gründe dafür.

Das Bemerkenswerte daran: Astrid Lindgren war ihr Leben lang Wählerin der Sozialdemokraten. Sie stellte sich nicht aus Prinzip gegen eine Partei, sondern gegen eine Regel, die sie für ungerecht hielt. Genau diese Unabhängigkeit hat sie so glaubwürdig gemacht.

Später setzte sie sich mit derselben Hartnäckigkeit für Tiere ein. Ihre Zeitungsartikel gegen die Massentierhaltung führten 1988 zu einem neuen Tierschutzgesetz, das in Schweden „Lex Lindgren“ genannt wird.

„Niemals Gewalt“: die berühmte Friedenspreis-Rede

1978 erhielt Astrid Lindgren den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Ihre Dankesrede „Niemals Gewalt“ sollte zuerst gar nicht gehalten werden, weil sie den Veranstaltern zu brisant war. Sie bestand darauf. In der Rede erzählt sie von einer Mutter, die ihren Sohn mit einem Stock schlagen will. Der Junge bringt ihr einen Stein und sagt: „Wenn du mir wehtun willst, dann kannst du ja den hier nehmen.“ Die Mutter versteht in diesem Moment, was sie tun wollte, und legt den Stein ins Küchenregal als Mahnung: niemals Gewalt.

Die Rede hatte große Wirkung. Ein Jahr später verbot Schweden als erstes Land der Welt die Prügelstrafe für Kinder auch zu Hause. Deutschland folgte erst im Jahr 2000.

Astrid Lindgren Zitate: echt oder nur zugeschrieben?

Kaum eine Autorin wird im Netz so oft zitiert wie Astrid Lindgren, und kaum eine so oft falsch. Die Astrid Lindgren Company korrigiert regelmäßig Sätze, die ihr fälschlich zugeschrieben werden. Darum unterscheiden wir sauber:

  • „Niemals Gewalt“ ist echt. So lautet der Titel ihrer Friedenspreis-Rede von 1978.
  • „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar“ ist der wohl meistgeteilte Satz, der ihr zugeschrieben wird. Eine genaue Fundstelle in ihren Büchern ist nicht sicher belegt.
  • „Das habe ich noch nie vorher versucht, also bin ich völlig sicher, dass ich es schaffe“ wird Pippi zugeschrieben und passt perfekt zu ihr. Auch hier fehlt eine sicher belegte Fundstelle im Originaltext.

Die schönsten Zitate von Astrid Lindgren findest du als Zitatbilder hier auf ihrer Seite, jeweils mit Herkunft und Bedeutung.

Astrid Lindgrens Welt in Vimmerby und ihr Grab

In ihrer Heimatstadt Vimmerby steht heute der Freizeitpark „Astrid Lindgrens Welt“. Dort kannst du durch die Villa Kunterbunt laufen, Katthult besuchen und Theaterszenen aus ihren Büchern erleben. Direkt in der Stadt liegt der Astrid-Lindgren-Gården mit ihrem Elternhaus und einem Museum. Ihr Grab befindet sich auf dem Friedhof von Vimmerby, wo es jedes Jahr tausende Besucher anzieht. In Stockholm erinnert das Junibacken-Museum an ihre Figuren.

Astrid Lindgrens Welt in Vimmerby: Tipps für deinen Besuch

Wenn du mit Kindern nach Schweden reist, ist Vimmerby ein Pflichtstopp. Der Park „Astrid Lindgrens Welt“ öffnete 1981 und ist kein klassischer Freizeitpark mit Achterbahnen. Stattdessen läufst du durch die originalgetreu nachgebauten Schauplätze ihrer Bücher, kleiner als im Original, damit Kinder sich groß fühlen. Schauspieler spielen über den Tag verteilt Szenen aus Pippi, Michel, Ronja und den Brüdern Löwenherz. Der Park ist vor allem in den Sommermonaten geöffnet, zur Hauptsaison sind die Vorstellungen auch auf Deutsch zu erleben.

  • Astrid Lindgrens Welt: Villa Kunterbunt, Katthult, Bullerbü, Mattisburg und viele weitere Schauplätze.
  • Astrid Lindgrens Näs: ihr Elternhaus mit Ausstellung, Garten und Café, nur wenige Minuten vom Park entfernt.
  • Sevedstorp: der echte Weiler, der als Vorbild für Bullerbü diente.
  • Katthult (Gibberyd): der Hof, auf dem die Michel-Filme gedreht wurden.
  • Junibacken in Stockholm: Museum auf der Insel Djurgården mit einer Märchenbahn durch ihre Geschichten.

In Stockholm steht außerdem eine Statue von ihr im kleinen Park Tegnérlunden, nicht weit von ihrer Wohnung an der Dalagatan. Und seit 2015 ist ihr Porträt auf dem schwedischen 20-Kronen-Schein abgebildet, zusammen mit Pippi.

Woran ist Astrid Lindgren gestorben?

Astrid Lindgren ist am 28. Januar 2002 in ihrer Wohnung in Stockholm gestorben. Sie wurde 94 Jahre alt. Eine dramatische Todesursache gab es nicht: In ihren letzten Lebensjahren war sie nach einem Schlaganfall sehr geschwächt, sah und hörte kaum noch und schlief schließlich friedlich ein. Ihre Beerdigung in Stockholm wurde live im Fernsehen übertragen, König Carl XVI. Gustaf und die Königsfamilie nahmen teil. Die schwedische Regierung stiftete im selben Jahr den Astrid Lindgren Memorial Award, einen der höchstdotierten Literaturpreise der Welt für Kinder- und Jugendliteratur.

Kritik und Schattenseiten

Auch Astrid Lindgren war nicht frei von Widersprüchen. In den frühen Pippi-Büchern wurde Pippis Vater mit einem rassistischen Begriff beschrieben, der dem Zeitgeist der 1940er-Jahre entsprach. In neueren deutschen Ausgaben ist er „Südseekönig“. Kritiker warfen ihr außerdem vor, mit Pippi Ungehorsam zu verherrlichen. Und Astrid selbst haderte ihr Leben lang mit den Jahren, in denen ihr Sohn bei einer Pflegemutter aufwuchs. Gerade diese Brüche machen sie menschlich: Sie war kein Engel, sondern eine Frau, die aus ihren schwersten Erfahrungen etwas Gutes gemacht hat.

Filme und Bücher über Astrid Lindgren

Wer mehr über ihr Leben erfahren will, findet einige starke Biografien und Filme. Der Kinofilm „Astrid“ aus dem Jahr 2018 erzählt mit Alba August in der Hauptrolle von der jungen Astrid, ihrer Schwangerschaft und dem Kampf um ihren Sohn. Die Biografie „Astrid Lindgren. Ihr Leben“ von Jens Andersen gilt als eines der gründlichsten Bücher über sie. Und die Kriegstagebücher „Die Menschheit hat den Verstand verloren“ zeigen sie so, wie sie selbst geschrieben hat. Daneben gibt es mehrere Dokumentarfilme, in denen ihre Familie, Weggefährten und Inger Nilsson von ihr erzählen.

Astrid Lindgren Zitate zu Geburt, Kindheit und Weihnachten

Besonders gesucht sind Zitate von Astrid Lindgren für Geburtskarten, Taufen und Weihnachtsgrüße. Das passt zu ihr, denn kaum jemand hat so liebevoll und ernsthaft über Kinder geschrieben. Immer wieder betonte sie, dass Kinder Liebe, Geborgenheit und Freiheit brauchen, und dass Erwachsene ihnen mit Respekt begegnen sollten. Auch über das Lesen hat sie viel gesagt: Ein Kind, das liest, sei für das Leben besser gerüstet. Die schönsten echten Zitate zu diesen Anlässen findest du bei uns als Zitatbilder, jeweils mit Quelle.

Häufige Fragen zu Astrid Lindgren

Wann ist Astrid Lindgren geboren? Am 14. November 1907. Ihr Geburtstag wird in Schweden und Deutschland bis heute mit Lesungen gefeiert.

Wo ist Astrid Lindgren geboren? Auf dem Hof Näs bei Vimmerby in der südschwedischen Provinz Småland.

Wie alt wurde Astrid Lindgren? Sie wurde 94 Jahre alt und starb am 28. Januar 2002.

Wann ist Astrid Lindgren gestorben? Am 28. Januar 2002 in ihrer Wohnung in Stockholm.

Hatte Astrid Lindgren Kinder? Ja, einen Sohn, Lars (1926–1986), und eine Tochter, Karin (geboren 1934).

Wer war Astrid Lindgrens Ehemann? Sture Lindgren, ihr früherer Chef beim Königlichen Automobilclub. Sie heirateten 1931, er starb 1952.

Wie viele Bücher hat Astrid Lindgren geschrieben? Über 70 Bücher, dazu Bilderbücher, Theaterstücke und Drehbücher.

Wie heißt das Pferd von Pippi Langstrumpf? Kleiner Onkel.

Wie heißt der Affe von Pippi Langstrumpf? Herr Nilsson.

Wie lautet der ganze Name von Pippi Langstrumpf? Pippilotta Viktualia Rollgardina Pfefferminz Efraimstochter Langstrumpf.

Wer hat Pippi Langstrumpf gespielt? Die Schwedin Inger Nilsson in den Filmen und der Serie von 1969 und 1970.

Gibt es eine gute Biografie über Astrid Lindgren? Ja, zum Beispiel „Astrid Lindgren. Ihr Leben“ von Jens Andersen. Kindgerecht und schön bebildert sind außerdem die Bildbände über ihr Leben in Vimmerby.

Was du von Astrid Lindgren lernen kannst

  • Ein Nein ist kein Ende. Pippi wurde abgelehnt und wurde trotzdem ein Welterfolg.
  • Nimm Kinder ernst, auch dein inneres Kind. Spiel, Fantasie und Neugier sind keine Zeitverschwendung.
  • Mach aus Schmerz etwas Gutes. Ihre schwersten Jahre wurden zu ihren tiefsten Büchern.
  • Erheb deine Stimme. Mit einem Märchen veränderte sie die Steuerpolitik, mit einer Rede das Kinderrecht.
  • Bleib bodenständig. Trotz Weltruhm lebte sie über 60 Jahre in derselben Wohnung.

Warum Astrid Lindgren ein echter Motivationsheld ist

Astrid Lindgren hat gezeigt, dass Stärke viele Gesichter hat. Pippi hebt ein Pferd hoch, Astrid hob ganze Generationen von Kindern auf und gab ihnen das Gefühl, richtig zu sein, so wie sie sind. Sie hat als junge Frau einen Skandal überlebt, ihr Kind zurückgekämpft, nach einer Absage weitergemacht und sich bis ins hohe Alter gegen Gewalt und Ungerechtigkeit eingesetzt. Wenn du heute zweifelst, ob du etwas schaffen kannst, dann denk an Pippi: Wer es noch nie versucht hat, hat jedenfalls noch nie verloren.