Antoni Gaudí
Wer war Antoni Gaudí?
Antoni Gaudí i Cornet wurde am 25. Juni 1852 geboren und war ein spanischer Architekt. Die Quelle nennt ihn einen herausragenden Vertreter des katalanischen Modernisme, also der katalanischen Spielart des Jugendstils. Wer sich für Antoni Gaudí interessiert, begegnet einem Baumeister mit eigenwilligem Stil: Seine Bauwerke zeigen wellige, organisch wirkende Formen, geschwungene Linien und naturnahe Motive aus Flora und Fauna.
Besonders eng ist sein Name mit Barcelona verbunden. Zu seinen bekanntesten Arbeiten zählen die Casa Batlló, die Casa Milà (auch „La Pedrera“ genannt) und der Park Güell. Sein Lebenswerk wurde die Sagrada Família: Im März 1883 übernahm er die Leitung des 1882 begonnenen Baus, dem er sich von 1914 bis zu seinem Tod vollständig widmete. Die Kirche ist laut Quelle trotz ihrer Unvollendung das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Wenn von Barcelona Spain Gaudí die Rede ist, sind diese Bauten gemeint. Sieben seiner Bauten in und um Barcelona sind als serielles Kulturgut in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen.
Schon als Kind fiel ihm die Natur auf: Eine rheumatische Erkrankung hinderte ihn daran, mit anderen Kindern zu spielen, also beobachtete er stattdessen die Natur. Die Quelle sieht darin eine Erklärung für seinen späteren naturgeprägten Stil. Wer Antoni Gaudí Architecture verstehen will, findet hier einen Ausgangspunkt. Als Barcelona Architect Gaudí entwarf er seine Gebäude als Gesamtkunstwerk und gestaltete sogar die kleinsten Details im Inneren selbst. Dieser Beitrag zeichnet seinen Weg von der Werkstatt seines Vaters bis zu den großen Bauten nach.
| Vollständiger Name | Antoni Gaudí i Cornet |
|---|---|
| Geboren | 25. Juni 1852 in Reus, möglicherweise in Riudoms |
| Gestorben | 10. Juni 1926 in Barcelona |
| Nationalität | Spanisch |
| Beruf | Architekt |
| Bekannt für | Herausragender Vertreter der katalanischen Bewegung des Modernisme; Sagrada Família, Casa Batlló, Casa Milà, Park Güell |
Kindheit und Herkunft: Ein Kesselschmied-Sohn aus Reus
Antoni Gaudí i Cornet kam am 25. Juni 1852 in Katalonien zur Welt. Als Geburtsort nennt die Quelle Reus, möglicherweise aber auch Riudoms, ein Dorf wenige Kilometer entfernt, wo seine Eltern wohnten. Sicher ist also nur die Region, nicht der genaue Ort. Spätere Besucher kennen ihn vor allem aus der Großstadt: Wer an die Gaudí-Kirche in Barcelona denkt, an den Park Güell in Barcelona oder an die Häuser Gaudís in Barcelona, vergisst leicht, dass sein Weg im katalanischen Umland begann.
Eine Familie von Kesselschmieden
Gaudí wurde als Sohn eines Kupferschmieds geboren. Sein Vater hieß Francesc Gaudí i Serra (1813–1906), seine Mutter Antònia Cornet i Bertran (1819–1876). Das Handwerk lag in der Familie: Schon Gaudís Großvater und Urgroßvater waren Kesselschmiede. Die Quelle beschreibt ihn damit als Spross einer langen Handwerkertradition.
| Familienmitglied | Angaben laut Quelle |
|---|---|
| Vater | Francesc Gaudí i Serra (1813–1906), Kupfer- bzw. Kesselschmied |
| Mutter | Antònia Cornet i Bertran (1819–1876) |
| Großvater und Urgroßvater | ebenfalls Kesselschmiede |
In der Werkstatt seines Vaters wurde der junge Antoni früh mit geometrischen Formen vertraut. Später führte Gaudí selbst seinen virtuosen Umgang mit dreidimensionalen Körpern auf diese Herkunft zurück. Nach seiner eigenen Einschätzung ermöglichte sie ihm, den Raum zu fühlen und zu sehen. Man kann darin sehen, dass die Werkstatt des Vaters für ihn mehr war als ein Ort der Handarbeit: Sie war eine frühe Schule des räumlichen Denkens.
Schulzeit bei den Piaristenpatres
Zur Schule ging Gaudí in Reus, und zwar auf die Schule der Piaristenpatres. Besonders gute Ergebnisse brachte er dort nach Angabe der Quelle nicht nach Hause. Etwas anderes fiel dagegen auf: Er hob sich als hervorragender und kreativer Zeichner von den anderen Schülern ab. Diese Begabung zeigte sich also schon, bevor er an die Architekturschule in Barcelona kam.
Krankheit und der Blick auf die Natur
Seine Kindheit war durch eine rheumatische Erkrankung geprägt. Weil er deshalb nicht mit anderen Kindern spielen konnte, beobachtete er stattdessen die Natur. Die Quelle sieht darin eine Erklärung für seinen späteren naturgeprägten Architekturstil. Das ist eine Deutung, aber eine nachvollziehbare: Wer als Kind viel Zeit damit verbringt, Pflanzen und Tiere anzuschauen, nimmt ihre Formen mit.
Tatsächlich bleibt die Natur ein roter Faden in seinem Werk. Gaudí war für wellige, organisch wirkende Formen bekannt, für geschwungene Linien und für Motive aus Flora und Fauna. An der Casa Batlló, einem der Häuser Gaudís in Barcelona, sieht man laut Quelle an den geschwungenen Dach- und Wandkonstruktionen, dass er die Natur zum Vorbild nahm. Auch das Prinzip der Hängemodelle, mit dem er komplizierte Formen mit minimalem Materialeinsatz baute, verbindet Werkstattgeometrie und Naturnähe.
Was aus Kindheit und Herkunft folgt
- Das Handwerk der Familie machte ihn früh mit geometrischen Formen vertraut.
- Die Krankheit schränkte sein Spielen ein, öffnete ihm aber den Blick für die Natur.
- Seine Zeichenbegabung fiel schon in der Schulzeit auf, obwohl seine Noten nicht herausragten.
Aus dem Sohn eines Kesselschmieds wurde der Architekt, der später die Sagrada Família in Barcelona, España, zu seinem Lebenswerk machte. Gaudís Sagrada Família beschäftigte ihn von 1883 an, und ab 1914 widmete er sich ihr bis zu seinem Tod vollständig. Der Park Güell, den er ebenfalls plante, gehört genauso zu seinem Erbe wie seine Wohnhäuser. Man kann in diesem Weg sehen, dass er nicht nur aus Begabung, sondern auch aus Herkunft und Umständen entstand: aus der Werkstatt des Vaters, der Familientradition des Kupferschmiedens und den Jahren, in denen ein kranker Junge lieber die Natur beobachtete, als zu spielen.
Ausbildung an der Architekturschule Barcelona
Antoni Gaudí wurde 1852 in Katalonien geboren, in Reus oder möglicherweise im nur wenige Kilometer entfernten Riudoms. Seine ersten Schuljahre verbrachte er bei den Piaristenpatres in Reus. Von dort führte sein Weg nach Barcelona: Von 1873 bis 1878 studierte er an der Architekturschule der Stadt. Wer heute an die Sagrada Família in Barcelona denkt, sieht meist den fertigen Architekten vor sich. Diese Studienjahre zeigen den Anfang des Weges.
Kein Musterschüler, aber ein außergewöhnlicher Zeichner
Die Quelle zeichnet ein nüchternes Bild: Weder in der Schulzeit in Reus noch an der Architekturschule in Barcelona war Gaudí für besonders gute Ergebnisse bekannt. Eines aber hob ihn von den anderen Schülern ab: Er galt als hervorragender und kreativer Zeichner. Man kann darin sehen, dass Begabung und Zeugnisnoten nicht immer zusammenfallen. Später entwickelte er seine Gebäude während des Baus anhand von Skizzen und Modellen. Dazu passt, was die Quelle über seine Herkunft sagt: In der Werkstatt seines Vaters, eines Kupferschmieds, war er schon früh mit geometrischen Formen vertraut geworden.
Der Abschluss am 15. März 1878
Am 15. März 1878 erhielt Gaudí seinen Abschluss an der Architekturschule. Der Direktor des Instituts, Elies Rogent, äußerte in diesem Zusammenhang Zweifel. Den genauen Wortlaut gibt die Quelle an dieser Stelle nicht wieder, daher bleibt offen, was Rogent konkret sagte. Festhalten lässt sich nur, dass der Abschluss nicht ohne Skepsis des Direktors erfolgte.
Praxis neben dem Studium
Bemerkenswert ist, dass Gaudí schon von Beginn seines Studiums an arbeitete. Er war für verschiedene Architekturbüros tätig, unter anderem bei:
- Francisco de Paula del Villar y Lozano,
- Josep Fontserè,
- Joan Martorell.
Theorie und Praxis liefen bei ihm also von Anfang an nebeneinander. Er lernte nicht nur im Hörsaal, sondern auch in der Arbeit für Büros, in denen tatsächlich geplant wurde. Welche Aufgaben er dort im Einzelnen übernahm, nennt die Quelle nicht.
Was diese Jahre für das Spätere bedeuteten
Nach dem Abschluss ging es zügig weiter. Noch 1878 lernte Gaudí Eusebi Güell kennen, mit dessen finanzieller Hilfe er später bedeutende Werke wie den Palau Güell und den Park Güell realisieren konnte. Im März 1883 übernahm er die Leitung des 1882 begonnenen Baus der Sagrada Família. Die Kirche wurde sein Lebenswerk: Von 1914 an widmete er sich ihr bis zu seinem Tod vollständig. Die Sagrada Família Church ist, obwohl bis heute unvollendet, das bekannteste Wahrzeichen Barcelonas. Als Sagrada Família Barcelona Spain steht sie heute auch für die Ausbildung, mit der alles begann.
Wer die Barcelona Church Sagrada Família betrachtet, sieht das Ergebnis eines Lebens, das mit einem unscheinbaren Studium begann. Die La Sagrada Família Church Barcelona entstand nicht aus glänzenden Schulnoten, sondern aus Zeichentalent, früher Praxis in Architekturbüros und einem Arbeitsleben, das er ganz diesem einen Bauwerk widmete.
Was wir lernen können
Gaudís Studienzeit macht Mut: Schwache Noten sind kein Urteil über das, was in einem Menschen steckt. Entscheidend kann sein, die eigene Stärke zu erkennen und zu pflegen, bei Gaudí das Zeichnen. Und wer früh praktische Erfahrung sammelt, so wie er in den Büros von Villar, Fontserè und Martorell, legt ein Fundament, auf dem sich später Großes aufbauen lässt.
Werdegang: Vom Auftrag Güells bis zur Leitung der Sagrada Família
Am 15. März 1878 erhielt Antoni Gaudí den Abschluss an der Architekturschule in Barcelona. Dort hatte er seit 1873 studiert. Als Schüler war er nicht für besonders gute Ergebnisse bekannt, hob sich aber als hervorragender und kreativer Zeichner von den anderen ab. Schon während des Studiums arbeitete er für verschiedene Architekturbüros, unter anderem bei Francisco de Paula del Villar y Lozano, Josep Fontserè und Joan Martorell. Praxis sammelte er also, bevor er seinen Abschluss in der Hand hielt.
Die ersten Aufträge
Sein erstes großes Werk war die Planung einer Fabrik und einer Arbeitersiedlung für die Sociedad Cooperativa La Obrera Mataronense (1878–1882). Der Bau scheiterte allerdings schon in einem frühen Stadium. Ein glatter Start war das nicht. Im selben Jahr 1878 lernte Gaudí jedoch Eusebi Güell kennen, und diese Begegnung sollte für seinen weiteren Weg zentral werden.
Mit Güells finanzieller Hilfe konnte Gaudí später bedeutende Werke realisieren: die Güell-Pavillons, den Palau Güell, den Park Güell, die Bodegas Güell und die Krypta der Colònia Güell. Vor seinem ersten Auftrag für Güell hatte er bereits die Casa Vicens und El Capricho geschaffen. Die Casa Vicens (1883–1885) gilt als sein erstes Bauwerk. An ihr lässt sich seine Vorliebe für Bruchsteine und Keramikfliesen gut erkennen.
Die Leitung der Sagrada Família
Im März 1883 übernahm Gaudí die Leitung über den 1882 begonnenen Bau der Sagrada Família. Die Kirche wurde sein Lebenswerk. Er arbeitete annähernd seit Beginn seiner Tätigkeit als Architekt an ihr. Wer sich für die Sagrada Família Bauzeit interessiert, findet bei Gaudí eine lange Linie: Der Bau begann 1882, Gaudí leitete ihn ab 1883, und von 1914 bis zu seinem Tod 1926 widmete er sich ihm vollständig. Fertig war die Kirche zu diesem Zeitpunkt nicht.
La Sagrada Familia, wie sie auf Spanisch genannt wird, ist trotz ihrer Unvollendung das bekannteste Wahrzeichen Barcelonas. Am 7. November 2010 weihte Papst Benedikt XVI. la basilica de la Sagrada Familia und erhob sie zur päpstlichen Basilica minor. Die Basilica Sagrada Familia trägt diesen Rang also seit 2010. Gaudí fand seine letzte Ruhe in der Krypta der noch unvollendeten Kirche, dort, wo er nach den Worten der Quelle die längste Zeit seines Lebens gearbeitet hatte.
Zur Arbeitsweise: Gaudí entwickelte seine Gebäude während des Baus anhand von Skizzen und Modellen. Er verstand ein Gebäude als Gesamtkunstwerk und entwarf auch die kleinsten Details im Gebäudeinneren selbst. Für die Sagrada Família Innen lässt sich daraus ableiten, dass er sich mit dem Inneren seiner Bauten ebenso gründlich befasste wie mit der äußeren Form. Gotische Strebebögen lehnte er verächtlich als „Krücken“ ab und setzte stattdessen schräge Baupfeiler ein.
Weitere Aufträge neben der Sagrada Família
Die Leitung der Sagrada Família hielt Gaudí nicht davon ab, weitere Projekte zu übernehmen. Neben dem Palau Güell (1886 bis 1889) leitete er 1889–1894 den Bau des Theresianerinnen-Stifts in Barcelona und 1887–1893 den des Bischofspalasts in Astorga. 1898 entstanden die ersten Entwürfe für die Kirche der Colònia Güell sowie die Casa Calvet für den Textilfabrikanten Pedro M. Calvet. Für dieses Gebäude erhielt er zwei Jahre später den jährlich vergebenen Preis der Stadtverwaltung Barcelonas für das beste Gebäude der Stadt.
Nicht jedes Projekt führte er zu Ende. Das erste glorreiche Geheimnis für den monumentalen Rosenkranz beim Kloster Montserrat plante er zwar, gab den Auftrag aber wegen Meinungsverschiedenheiten frühzeitig auf. Daraufhin plante er den Park Güell. Von 1904 bis 1906 gestaltete er die Casa Batlló neu. Seine letzten großen Werke waren der Park Güell, die Krypta der Colònia Güell und der Neubau der Casa Milà, auch „La Pedrera“ genannt.
Die Stationen im Überblick
- 1873Beginn des Architekturstudiums in Barcelona, das bis 1878 dauert.
- 1878Am 15. März erhält Gaudí den Abschluss an der Architekturschule. Im selben Jahr lernt er Eusebi Güell kennen und plant die Fabrik und Arbeitersiedlung für La Obrera Mataronense, deren Bau früh scheitert.
- 1883Gaudí übernimmt im März die Leitung über den Bau der Sagrada Família; zudem entsteht die Casa Vicens (1883–1885).
- 1886Beginn des Baus des Palau Güell (bis 1889 bzw. 1890).
- 1889Gaudí leitet 1889–1894 den Bau des Theresianerinnen-Stifts in Barcelona; der Bischofspalast in Astorga entsteht 1887–1893.
- 1898Erste Entwürfe für die Kirche der Colònia Güell sowie die Casa Calvet für Pedro M. Calvet.
- 1900Gaudí erhält für die Casa Calvet den Preis für das beste Gebäude der Stadt Barcelona; Beginn des Park Güell (1900–1914).
- 1904Zwischen 1904 und 1906 gestaltet Gaudí die Casa Batlló neu.
- 1906Beginn des Neubaus der Casa Milà (1906–1910); Gaudí lebt bis Ende 1925 im Haus im Park Güell.
- 1914Gaudí widmet sich von 1914 bis zu seinem Tod vollständig dem Bau der Sagrada Família.
Die Zeitleiste zeigt, wie sich Gaudís Laufbahn nach dem Studienabschluss entwickelte. Man kann darin sehen, dass der anfängliche Rückschlag bei der Fabrik und Arbeitersiedlung seinen Weg nicht aufhielt. Die Bekanntschaft mit Güell und die Leitung der Sagrada Família prägten die folgenden Jahrzehnte, bis er sich ab 1914 ganz auf die Kirche konzentrierte.
Leistungen: Stil, Bauweise und Hauptwerke
Antoni Gaudí gilt als herausragender Vertreter des Modernisme, der katalanischen Spielart des Jugendstils. Bekannt wurde er für einen eigenwilligen Stil mit welligen, organisch wirkenden Formen. Wer seine Bauten ansieht, erkennt sofort, dass hier kein gewöhnlicher Architekt am Werk war: geschwungene Linien, unregelmäßige Grundrisse, schräg gemauerte Stützen und naturnahe, weiche Formen mit Motiven der Flora und Fauna prägen seine Gebäude.
Gebäude als Gesamtkunstwerk
Gaudí empfand ein Gebäude als Gesamtkunstwerk. Deshalb entwarf er auch die kleinsten Details im Inneren selbst. Seine Entwürfe führten die Schmiede- und Mosaikkunst, die Tischlerei und die Glaskunst zu neuen Höhepunkten. Die Stilelemente beeindrucken laut Quelle mit schlichten, aber originellen, vielfach organischen Formen.
Zu seinen bevorzugten Materialien zählten Bruchsteine und bunte Keramikfliesen, die er als Gestaltungselement in seinen Bauwerken verwenden ließ. Die gotischen Strebebögen lehnte er verächtlich als „Krücken“ ab. Stattdessen setzte er schräge Baupfeiler ein. Auffällig ist auch seine Arbeitsweise: Er entwickelte seine Gebäude während des Baus anhand von Skizzen und Modellen.
Seinen virtuosen Umgang mit dreidimensionalen Körpern führte Gaudí selbst auf seine Herkunft als Sohn eines Kesselschmieds zurück. Das ermögliche ihm, den Raum zu fühlen und zu sehen. Man kann darin einen Zusammenhang mit der Werkstatt seines Vaters sehen, in der er schon früh mit geometrischen Formen vertraut wurde.
Das Hängemodell und das katalanische Gewölbe
Technisch bemerkenswert ist Gaudís Konstruktionsprinzip. Für tragende Strukturen verwendete er häufig das Prinzip der Hängemodelle. Damit konnte er auch komplizierte Formen ohne aufwendige Berechnungen und mit minimalem Materialeinsatz verwirklichen, denn in den Gewölben treten nur Druckkräfte auf. Diese Bauform wird auch als katalanisches Gewölbe bezeichnet.
Die von ihm verwendeten Bögen beruhen auf dem Prinzip einer auf den Kopf gestellten Kettenlinie (Katenoide). Bei den Turmbauten sind sie als Rotationskatenoid ausgeführt. In sattelförmigen Gewölben ähneln sie einem hyperbolischen Paraboloid.
Die Hauptwerke im Überblick
Sein erstes Bauwerk war die Casa Vicens (1883–1885). Hier lässt sich seine Vorliebe für Bruchsteine und Keramikfliesen gut erkennen. Die Casa Batlló, die er zwischen 1904 und 1906 neu gestaltete, zeigt seine Detailverliebtheit. An den geschwungenen Dach- und Wandkonstruktionen ist zudem sichtbar, dass er die Natur zum Vorbild nahm.
Die Casa Milà, auch als „La Pedrera“ bekannt, gilt als Nachfolgerin der Casa Batlló. Obwohl die Casa Batlló laut Quelle schon ein Höhepunkt seines Schaffens war, wollte er eine größere Freiheit haben. Auch hier prägen geschwungene Dach- und Wandkonstruktionen den Eindruck natürlicher Formen. Der Park Güell, die Krypta der Colònia Güell und der Neubau der Casa Milà waren zugleich seine letzten großen Werke.
Die Krypta der Colònia Güell entstand zwischen 1908 und 1916 in Santa Coloma de Cervelló. Den Park Güell in Barcelona baute er zwischen 1900 und 1914. Dass Gaudí diese Werke verwirklichen konnte, hing eng mit Eusebi Güell zusammen, den er 1878 kennenlernte und mit dessen finanzieller Hilfe er bedeutende Bauten realisierte, darunter die Güell-Pavillons, den Palau Güell, den Park Güell, die Bodegas Güell und die Krypta der Colònia Güell.
| Werk | Ort | Zeitraum |
|---|---|---|
| Casa Vicens | Barcelona | 1883–1888 |
| Palau Güell | Barcelona | 1886–1890 |
| Casa Calvet | Barcelona | 1898–1900 |
| Park Güell | Barcelona | 1900–1914 |
| Casa Batlló | Barcelona | 1904–1906 |
| Casa Milà (La Pedrera) | Barcelona | 1906–1910 |
| Krypta der Colònia Güell | Santa Coloma de Cervelló | 1908–1916 |
Für die Casa Calvet erhielt Gaudí vom Stadtrat Barcelonas den jährlich vergebenen Preis für das beste Gebäude der Stadt.
Das Lebenswerk: die Sagrada Família
Gaudís Lebenswerk wurde die Kirche Sagrada Família in Barcelona. Er arbeitete an ihr annähernd seit Beginn seiner Tätigkeit als Architekt. Im März 1883 übernahm er die Leitung über den 1882 begonnenen Bau, dem er sich von 1914 bis zu seinem Tod vollständig widmete. Die Basílica de la Sagrada Família ist laut Quelle trotz ihrer Unvollendung das bekannteste der Wahrzeichen Barcelonas.
Wer von der Sagrada Família Barcelona spricht, meint also ein Bauwerk, das Gaudís Handschrift über Jahrzehnte trägt. Am 7. November 2010 wurde die Kirche von Papst Benedikt XVI. geweiht und zur päpstlichen Basilica minor erhoben. Zur Sagrada Família Innenansicht macht die Quelle keine näheren Angaben; belegt ist aber, dass Gaudí Gebäude als Gesamtkunstwerk verstand und selbst die kleinsten Details im Inneren entwarf. Dass Gaudí die Sagrada Família en Barcelona bis zu seinem Tod 1926 nicht fertigstellen konnte, gehört zu ihrer Geschichte. Er wurde schließlich in der Krypta der noch unvollendeten Kirche beigesetzt, also dort, wo er die längste Zeit seines Lebens gearbeitet hatte. So ist Barcelonas Sagrada Família zugleich Hauptwerk und letzte Ruhestätte ihres Architekten.
Insgesamt sieben Bauten Gaudís in und um Barcelona sind unter der Bezeichnung „Werke von Antoni Gaudí“ als serielles Kulturgut in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen.
Rückschläge: Gescheiterte Projekte und politische Haft
Gaudís Laufbahn verlief nicht nur von Erfolg zu Erfolg. Die Quelle nennt mehrere Stellen, an denen Vorhaben abbrachen oder er mit der Staatsmacht in Konflikt geriet. Zwei davon stehen besonders heraus: sein erstes großes Projekt und seine Verhaftung im Jahr 1924.
Das erste große Werk scheitert
Sein erstes großes Werk war die Planung einer Fabrik und einer Arbeitersiedlung für die Sociedad Cooperativa La Obrera Mataronense. Das Projekt lief von 1878 bis 1882. Der Bau scheiterte jedoch schon in einem frühen Stadium. Warum, sagt die Quelle nicht, deshalb bleibt dieser Punkt offen. Festhalten lässt sich: Gaudí hatte am 15. März 1878 den Abschluss an der Architekturschule erhalten, und sein erstes großes Werk scheiterte schon in einem frühen Stadium.
Im selben Jahr lernte er Eusebi Güell kennen. Mit dessen finanzieller Hilfe konnte er später bedeutende Werke wie die Güell-Pavillons, den Palau Güell, den Park Güell, die Bodegas Güell und die Krypta der Colònia Güell realisieren. Man kann darin sehen, dass auf den frühen Fehlschlag eine Zusammenarbeit folgte, die sein Werk entscheidend trug.
Ein aufgegebener Auftrag
Auch später gab es Brüche. Gaudí plante das erste glorreiche Geheimnis für den monumentalen Rosenkranz beim Kloster Montserrat. Wegen Meinungsverschiedenheiten gab er den Auftrag jedoch frühzeitig auf. Danach plante er den Park Güell.
Verhaftung unter Primo de Rivera
Gaudí war ein überzeugter Katalanist. Er sah Katalonien grundsätzlich als ein anderes Land als Spanien an, betätigte sich aber nicht politisch und lehnte es ab, für das Parlament zu kandidieren. Dennoch sprach er 1910, als König Alfons XIII. die Baustelle der Sagrada Família besuchte, ausschließlich Katalanisch mit ihm.
1924, während der Diktatur von Primo de Rivera, hielt die Polizei den damals 72-Jährigen an. Er wollte eine verbotene Messe für katalanische Märtyrer des 18. Jahrhunderts besuchen. Als die Beamten ihn aufforderten, Kastilisch zu sprechen, weigerte er sich. Er wurde inhaftiert und erst freigelassen, als ein Priester seine Geldstrafe bezahlt hatte.
Die Sagrada Família: ein Werk über sein Leben hinaus
Ein anderer Rückschlag liegt in der Natur seines Lebenswerks. Im März 1883 übernahm Gaudí die Leitung über den 1882 begonnenen Bau der Basílica de la Sagrada Família. Von 1914 bis zu seinem Tod 1926 widmete er sich ihm vollständig. Wer nach der Sagrada Família Fertigstellung fragt, findet in der Quelle nur den Stand, dass die Kirche bis heute unvollendet ist. Sie gilt dennoch als das bekannteste Wahrzeichen Barcelonas.
Gaudí selbst erlebte die Sagrada Família fertig nicht: Er starb am 10. Juni 1926, und seine Beisetzung erfolgte in der Krypta der noch unvollendeten Kirche. Zahlen zur Höhe der Sagrada Família oder Angaben zu einem Kreuz nennt die Quelle nicht, sie bleiben hier deshalb unerwähnt. Belegt ist die Weihe: Am 7. November 2010 weihte Papst Benedikt XVI. die Kirche und erhob sie zur päpstlichen Basilica minor.
Man kann darin sehen, dass Gaudí an einem Projekt arbeitete, dessen Ende er nicht erlebte. Er blieb ihm dennoch treu, bis zu seinem Tod, und fand dort auch seine letzte Ruhe.
Privatleben: Ein asketisches Leben im Park Güell
Über Antoni Gaudís Privatleben verrät die Quelle weniger als über seine Bauten, doch ein paar Eckpunkte stehen fest. Gaudí heiratete nie. Er hatte Heiratsabsichten mit einer Frau, in die er sich verliebt hatte, doch diese Pläne scheiterten. Danach entschied er sich für ein asketisches Leben als zölibatärer Laie. Wie er diese Zeit erlebte oder was er dabei empfand, hält die Quelle nicht fest, und wir wollen dazu nichts hinzudichten.
Das Haus im Park Güell
Von 1906 bis Ende 1925 lebte Gaudí in einem Haus im Park Güell, also fast zwanzig Jahre lang. Seit 1963 erinnert dieses Haus als Casa-Museu Gaudí an ihn. Der Park Güell zählt zugleich zu seinen eigenen Werken: Er plante ihn, nachdem er den Auftrag für den monumentalen Rosenkranz beim Kloster Montserrat wegen Meinungsverschiedenheiten frühzeitig aufgegeben hatte. Der Architekt wohnte also in einer Anlage, die er selbst geschaffen hatte.
Familie und Herkunft
Auch familiär lassen sich einige Stationen nachzeichnen. Seine Mutter war Antònia Cornet i Bertran (1819–1876), sein Vater Francesc Gaudí i Serra (1813–1906) war Kupferschmied. Auch Gaudís Großvater und Urgroßvater waren Kesselschmiede. Sein Vater starb 1906 im Alter von 93 Jahren, im selben Jahr, in dem Gaudí in das Haus im Park Güell zog. In der Werkstatt des Vaters wurde Gaudí früh mit geometrischen Formen vertraut. Seinen virtuosen Umgang mit dreidimensionalen Körpern führte er laut Quelle selbst auf diese Herkunft zurück.
Schon seine Kindheit war von einer rheumatischen Erkrankung geprägt. Weil er dadurch nicht mit anderen Kindern spielen konnte, beobachtete er stattdessen die Natur. Daraus lässt sich nach Ansicht der Quelle sein späterer naturgeprägter Architekturstil erklären.
Glaube und Heimat
Gaudí war ein überzeugter Katalanist. Er sah Katalonien grundsätzlich als ein anderes Land als Spanien an, betätigte sich aber nicht politisch und lehnte es ab, für das Parlament zu kandidieren. Als König Alfons XIII. 1910 die Baustelle der Sagrada Família besuchte, sprach er ausschließlich Katalanisch mit ihm. 1924 wurde der 72-Jährige inhaftiert, nachdem er eine verbotene Messe für katalanische Märtyrer besuchen wollte und sich weigerte, Kastilisch zu sprechen. Erst als ein Priester seine Geldstrafe bezahlt hatte, kam er frei. Man kann darin sehen, wie eng bei ihm Glaube und Heimatverbundenheit zusammengehörten.
Seinen Alltag prägte zuletzt das Bauwerk, dem er sich von 1914 bis zu seinem Tod vollständig widmete: die Sagrada Família. Auf dem Weg dorthin, vom morgendlichen Besuch im Oratorium des heiligen Philipp Neri zur Baustelle, wurde er am 7. Juni 1926 von einer Straßenbahn erfasst. Er starb am 10. Juni 1926 und wurde in der Krypta der Kirche beigesetzt, also dort, wo er die längste Zeit seines Lebens gearbeitet hatte.
Gaudís Spuren heute besuchen
Wer Gaudís Lebensstationen in Barcelona nachvollziehen möchte, kann das Haus im Park Güell als Casa-Museu Gaudí besuchen. Auch die Sagrada Família, die am 7. November 2010 von Papst Benedikt XVI. geweiht und zur päpstlichen Basilica minor erhoben wurde, ist ein naheliegendes Ziel. Für sie gibt es sagrada familia tickets, und je nach Bedarf lohnt sich der Blick auf ein sagrada familia ticket, auf einen sagrada familia entrance ticket oder gleich auf mehrere sagrada familia entrance tickets für eine Gruppe. Auf Deutsch spricht man schlicht von der Eintrittskarte Sagrada Família. Welche Angebote es konkret gibt, klärst du am besten auf den offiziellen Seiten der Kirche.
Tod: Der Unfall auf dem Weg zur Baustelle
Am 7. Juni 1926 war Antoni Gaudí auf dem Weg vom allmorgendlichen Besuch im Oratorium des heiligen Philipp Neri zur Baustelle der Sagrada Família. Auf diesem Weg wurde er von einer Straßenbahn erfasst und blieb bewusstlos liegen. Der Ort, an dem er die längste Zeit seines Lebens gearbeitet hatte, war damit zugleich das Ziel seines letzten Weges.
Gaudí führte keine Ausweispapiere mit sich. Wegen seines verwahrlosten Äußeren hielt man ihn zunächst für einen Bettler, und er wurde nicht angemessen notfallmedizinisch versorgt. Erst nach Stunden ließ ihn ein Polizist mit dem Taxi in das Armenhospital Hospital de la Santa Creu bringen. Tage später fanden ihn dort sein Freund und engster Mitarbeiter Domènec Sugrañes und der Kaplan der Sagrada Família, Msgr. Gil Parés. Sie ließen ihn in ein Privatzimmer verlegen. Am 10. Juni 1926, drei Tage nach dem Unfall, starb Gaudí in Barcelona. Er war 73 Jahre alt, wenige Tage vor seinem 74. Geburtstag.
Beisetzung in der Krypta
Die ganze Stadt war in tiefer Trauer, und Tausende gaben ihm die letzte Ehre. Die Regierung ordnete seine Beisetzung in der Krypta der noch unvollendeten Kirche an, wozu Papst Pius XI. seine Einwilligung gab. So fand Gaudí seine letzte Ruhe an dem Ort, an dem er die längste Zeit seines Lebens gearbeitet hatte.
Die Sagrada Família nach Gaudí
Die Sagrada Família war sein Lebenswerk. Dem Bau widmete er sich von 1914 bis zu seinem Tod vollständig. Am 7. November 2010 weihte Papst Benedikt XVI. die Kirche und erhob sie zur päpstlichen Basilica minor. Sie ist trotz ihrer Unvollendung das bekannteste Wahrzeichen Barcelonas.
Wer die Kirche heute besichtigen möchte, stößt auf praktische Fragen wie den Sagrada Familia Eintrittspreis. Auch die Sagrada Familia Eintrittspreise oder ein Sagrada Familia Entrance Ticket sind Themen, die die Quelle selbst nicht behandelt, daher lohnt sich ein Blick auf die offizielle Seite der Basilika. Dasselbe gilt für Bausätze: Ob es ein La Sagrada Familia Lego oder ein Lego Sagrada Familia gibt, lässt sich aus der Biografie nicht beantworten. Wichtig ist hier vor allem, was Gaudí selbst hinterlassen hat.
Was sein Ende zeigt
Man kann in den Umständen seines Todes einen auffälligen Kontrast sehen: Ein Architekt, dessen Bauten bis heute bekannt sind, wurde wegen seines schlichten, verwahrlosten Äußeren zunächst nicht erkannt. Die Quelle nennt kein weiteres Motiv dahinter. Sie zeigt aber, dass Gaudí ein asketisches Leben führte, und dazu passt, dass er an seinem Todestag auf dem Weg zu seiner Arbeit war.
- 7. Juni 1926: Unfall mit der Straßenbahn auf dem Weg zur Baustelle
- 10. Juni 1926: Tod in Barcelona
- Ruhestätte: Krypta der Sagrada Família
Vermächtnis: Die Sagrada Família als Welterbe
Wenn man fragt, was von Antoni Gaudí bleibt, führt die Antwort zuerst nach Barcelona. Die Sagrada Família war sein Lebenswerk. Den Bau, der 1882 begonnen worden war, übernahm er im März 1883 und widmete sich ihm von 1914 bis zu seinem Tod vollständig. Die Quelle beschreibt, dass er an dieser Kirche annähernd seit Beginn seiner Tätigkeit als Architekt arbeitete. Barcelona Sagrada Família: Dieses Begriffspaar steht bis heute für ein Bauwerk, das nicht zu Gaudís Lebzeiten vollendet wurde.
Dass die Kirche heute noch immer unvollendet ist, ändert nichts an ihrer Stellung. Nach der Quelle ist sie das bekannteste der Wahrzeichen Barcelonas. La Sagrada Família ist damit zugleich ein Denkmal für den Architekten selbst: Er fand seine letzte Ruhe in ihrer Krypta, also dort, wo er die längste Zeit seines Lebens gearbeitet hatte. Die Regierung hatte diese Beisetzung angeordnet, und Papst Pius XI. gab seine Einwilligung dazu.
Die Weihe am 7. November 2010
Ein besonderer Tag in der Geschichte des Bauwerks war der 7. November 2010. An diesem Tag weihte Papst Benedikt XVI. die Kirche und erhob sie zur päpstlichen Basilica minor. Wer von der Basílica de la Sagrada Familia spricht, meint genau dieses Gotteshaus in Barcelona, das trotz der unfertigen Bauarbeiten als Basilika geweiht wurde.
| Datum | Ereignis |
|---|---|
| 1882 | Beginn des Baus der Sagrada Família |
| März 1883 | Gaudí übernimmt die Leitung des Baus |
| 1914 | Gaudí widmet sich bis zu seinem Tod vollständig dem Bau |
| 10. Juni 1926 | Gaudí stirbt und wird in der Krypta der Kirche beigesetzt |
| 7. November 2010 | Weihe durch Papst Benedikt XVI. und Erhebung zur Basilica minor |
Sieben Bauten als UNESCO-Welterbe
Gaudís Vermächtnis beschränkt sich nicht auf eine einzige Kirche. Insgesamt sieben seiner Bauten in und um Barcelona sind unter der Bezeichnung „Werke von Antoni Gaudí“ als serielles Kulturgut zusammengefasst in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen. Die Quelle nennt an anderer Stelle zahlreiche Werke, darunter die Casa Vicens, die Casa Batlló, die Casa Milà und den Park Güell. Welche sieben Bauten im Einzelnen zum Welterbe zählen, nennt die Quelle nicht, daher lässt sich hier nur festhalten, dass sie als zusammengehörige Gruppe gelten.
Man kann darin sehen, dass sich die Vielfalt seines Schaffens in einer einzigen Eintragung bündelt: von Wohnhäusern über eine Parkanlage bis zur Kirche. Gerade das Wort „seriell“ deutet an, dass erst das Zusammenspiel mehrerer Bauten das Werk des Architekten sichtbar macht. Wer sich die Sagrada Família Barcelona España ansehen möchte, findet dort also nur einen, wenn auch den bekanntesten Teil dieses Erbes.
Ein Erbe über das Bauen hinaus
Auch außerhalb der Architektur wirkt Gaudís Name nach. Die katholische Kirche leitete im Jahr 2000 ein Seligsprechungsverfahren für ihn ein. Am 14. April 2025 erkannte Papst Franziskus Gaudí den heroischen Tugendgrad zu. Die Quelle nennt außerdem Bücher, Dokumentationen und musikalische Werke über ihn, etwa ein Musical von Eric Woolfson und ein Konzeptalbum der Alan Parsons Project.
Sein Stil, geprägt von geschwungenen Linien und naturnahen Formen mit Motiven der Flora und Fauna, bleibt an seinen Bauten ablesbar. Er verstand ein Gebäude als Gesamtkunstwerk und entwarf selbst die kleinsten Details im Inneren. Auch an der Sagrada Família Spain, seinem Lebenswerk, lässt sich dieser Anspruch ablesen: Gotische Strebebögen lehnte er als „Krücken“ ab und benutzte stattdessen schräge Baupfeiler. Man kann darin eine Haltung erkennen: Wer ein Werk ganz durchdringt, widmet sich ihm über Jahrzehnte und lässt es doch unvollendet zurück. Gaudí starb, bevor seine Kirche fertig war, und trotzdem ist sie heute das Wahrzeichen einer ganzen Stadt.
Was wir lernen können: Natur, Handwerk und Hingabe
Antoni Gaudís Lebensweg lässt sich als Beispiel dafür lesen, wie aus Beobachtung und handwerklichem Wissen etwas Eigenständiges wächst. Die folgenden Lektionen sind Deutungen, die auf den belegten Stationen seines Lebens aufbauen.
Gaudí wuchs als Sohn eines Kupferschmieds auf, dessen Vater und Großvater ebenfalls Kesselschmiede waren. In der Werkstatt seines Vaters wurde er früh mit geometrischen Formen vertraut. Seinen virtuosen Umgang mit dreidimensionalen Körpern führte er selbst auf diese Herkunft zurück: Sie ermögliche ihm, den Raum zu fühlen und zu sehen. Seine Kindheit war zudem von einer rheumatischen Erkrankung geprägt. Weil er nicht mit anderen Kindern spielen konnte, beobachtete er die Natur, und daraus lässt sich laut Quelle sein späterer naturgeprägter Architekturstil erklären. Man kann darin sehen, dass auch Einschränkungen eine Quelle von Stärke sein können.
- Beobachte genau, bevor du gestaltest. Gaudís geschwungene Linien und naturnahe Formen mit Motiven der Flora und Fauna haben ihren Ursprung in der Naturbeobachtung. Wer genau hinschaut, findet Lösungen, die nicht aus Lehrbüchern stammen.
- Nutze dein Herkunftswissen. Das Handwerk aus der väterlichen Werkstatt wurde zur Grundlage seines Könnens. Was du früh gelernt hast, auch scheinbar Alltägliches, kann später ein echter Vorteil sein.
- Schulnoten sind nicht alles. In Schule und Studium war Gaudí nicht für besonders gute Ergebnisse bekannt, hob sich aber als hervorragender und kreativer Zeichner ab. Deine Stärke zeigt sich manchmal an anderer Stelle als im Zeugnis.
- Lass Entwürfe im Prozess wachsen. Gaudí entwickelte seine Gebäude während des Baus anhand von Skizzen und Modellen. Das verdeutlicht Offenheit für Entwicklung: Ein Plan muss nicht von Anfang an vollständig sein, um gut zu werden.
- Denke das Ganze und das Detail zusammen. Er verstand ein Gebäude als Gesamtkunstwerk und entwarf selbst die kleinsten Details im Inneren. Sorgfalt im Kleinen kann dem Großen Charakter geben.
- Finde mit wenig Mitteln kluge Lösungen. Mit dem Prinzip der Hängemodelle realisierte er komplizierte Formen mit minimalem Materialeinsatz, weil in den Gewölben nur Druckkräfte auftreten. Eleganz entsteht oft aus Verständnis statt aus Aufwand.
- Bleibe bei deinen Überzeugungen. 1924 weigerte er sich, Kastilisch zu sprechen, als die Polizei ihn aufforderte, und wurde inhaftiert. Man muss seine Haltung nicht teilen, um daran zu erkennen, wie viel Gewicht Treue zu den eigenen Werten haben kann.
Hingabe an ein Lebenswerk
Besonders deutlich wird seine Hingabe an der Sagrada Família. Im März 1883 übernahm er die Leitung des 1882 begonnenen Baus und widmete sich ihm von 1914 bis zu seinem Tod vollständig. Er starb 1926 und wurde in der Krypta der noch unvollendeten Kirche beigesetzt, also dort, wo er die längste Zeit seines Lebens gearbeitet hatte. Die Sagrada Família Barcelona ist bis heute unvollendet und trotzdem das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Wer sich für die Sagrada Família Bauzeit interessiert, sieht an Gaudís Beispiel, dass ein Lebenswerk Geduld verlangt und nicht an die eigene Lebensspanne gebunden sein muss. Eine Sagrada Família Fertigstellung erlebte er nicht mehr, doch am 7. November 2010 wurde die Kirche von Papst Benedikt XVI. geweiht und zur päpstlichen Basilica minor erhoben.
Für dich heißt das: Wähle ein Anliegen, das dir wichtig genug ist, um dich ihm über Jahre zu widmen, und miss seinen Wert nicht allein daran, ob du das Ergebnis vollendet erlebst. Falls du die La Sagrada Familia Church Barcelona einmal besuchen möchtest, informierst du dich am besten rechtzeitig über Sagrada Família Tickets. Der Besuch kann dir vor Augen führen, was Beobachtung, Handwerk und Beharrlichkeit hervorbringen können.
FAQ: Häufige Fragen zu Antoni Gaudí
Wo wurde Antoni Gaudí geboren?
Antoni Gaudí i Cornet kam am 25. Juni 1852 zur Welt. Als Geburtsort nennt die Quelle Reus in Katalonien. Möglicherweise wurde er aber in Riudoms geboren, einem Dorf, das nur wenige Kilometer entfernt liegt und in dem seine Eltern wohnten. Ganz sicher ist der Geburtsort also nicht.
Woher stammte seine Familie?
Gaudí war der Sohn eines Kupferschmieds. Sein Vater Francesc Gaudí i Serra (1813–1906) war Kesselschmied, ebenso sein Großvater und sein Urgroßvater. Seine Mutter hieß Antònia Cornet i Bertran (1819–1876). In der Werkstatt des Vaters wurde Gaudí früh mit geometrischen Formen vertraut.
Wann und wo studierte Gaudí Architektur?
Er studierte von 1873 bis 1878 an der Architekturschule in Barcelona. Am 15. März 1878 erhielt er seinen Abschluss. Als Schüler war er nicht für besonders gute Noten bekannt, fiel aber als hervorragender und kreativer Zeichner auf. Schon während des Studiums arbeitete er für verschiedene Architekturbüros, unter anderem bei Francisco de Paula del Villar y Lozano, Josep Fontserè und Joan Martorell.
Welche Rolle spielte Gaudí beim Bau der Sagrada Família?
Im März 1883 übernahm Gaudí die Leitung des 1882 begonnenen Baus der Sagrada Família. Von 1914 bis zu seinem Tod widmete er sich ihr vollständig. Die Quelle nennt die Kirche sein Lebenswerk. Trotz ihrer Unvollendung ist die Sagrada Família das bekannteste Wahrzeichen Barcelonas.
Wann wurde die Sagrada Família geweiht?
Am 7. November 2010 weihte Papst Benedikt XVI. die Kirche und erhob sie zur päpstlichen Basilica minor. Die Quelle bezeichnet sie dabei weiterhin als unvollendet.
Was weiß die Quelle über Eintrittspreise oder Lego-Modelle der Sagrada Família?
Dazu enthält die Quelle keine Angaben. Weder Eintrittspreise noch ein Lego-Modell der Sagrada Família werden dort erwähnt. Auch ein Kreuz an der Kirche wird nicht beschrieben. Aktuelle Informationen zu Tickets und Preisen findest du am besten auf den offiziellen Seiten der Basilika. Die Quelle beschäftigt sich mit Gaudís Leben, seiner Architektur und seinen Bauten.
Was zeichnet Gaudís Architekturstil aus?
Gaudí war für seinen eigenwilligen Stil mit welligen, organisch wirkenden Formen bekannt. Seine Bauten folgen der Formsprache des Modernisme, der katalanischen Spielart des Jugendstils. Typisch sind geschwungene Linien, unregelmäßige Grundrisse, schräg gemauerte Stützen und naturnahe Formen mit Motiven der Flora und Fauna. Gern verwendete er Bruchsteine und bunte Keramikfliesen. Gotische Strebebögen lehnte er verächtlich als „Krücken“ ab und setzte stattdessen schräge Baupfeiler ein. Seine Gebäude entwickelte er während des Baus anhand von Skizzen und Modellen.
Welche Werke gehören zu Gaudís bekanntesten Bauten?
Zu den bekanntesten Arbeiten zählen die Sagrada Família, die Casa Vicens, die Güell-Pavillons, der Palau Güell, die Casa Calvet, der Park Güell, die Casa Batlló, die Casa Milà (La Pedrera) und die Krypta in der Colònia Güell. Insgesamt sieben Bauten Gaudís in und um Barcelona sind als serielles Kulturgut in die Liste des UNESCO-Welterbes eingetragen.
Wer unterstützte Gaudí finanziell?
1878 lernte Gaudí Eusebi Güell kennen. Mit dessen finanzieller Hilfe konnte er später bedeutende Werke realisieren, darunter die Güell-Pavillons, den Palau Güell, den Park Güell, die Bodegas Güell und die Krypta der Colònia Güell.
Wie starb Gaudí?
Am 7. Juni 1926 wurde Gaudí auf dem Weg zur Baustelle der Sagrada Família von einer Straßenbahn erfasst. Er hatte keine Ausweispapiere bei sich und wurde wegen seines verwahrlosten Äußeren zunächst für einen Bettler gehalten. Deshalb erhielt er anfangs keine angemessene notfallmedizinische Versorgung. Erst nach Stunden brachte ihn ein Polizist per Taxi ins Armenhospital Hospital de la Santa Creu. Am 10. Juni 1926, drei Tage nach dem Unfall, starb er. Die Regierung ordnete seine Beisetzung in der Krypta der Sagrada Família an, wozu Papst Pius XI. seine Einwilligung gab.
Was ist über das Seligsprechungsverfahren bekannt?
Im Jahr 2000 leitete die römisch-katholische Kirche ein Seligsprechungsverfahren für Gaudí ein. Kardinal Ricardo María Carles setzte sich dafür ein und verteidigte Gaudí gegen den vermeintlichen Vorwurf, Freimaurer gewesen zu sein. Ein besonders vorbildhaft geführtes Leben ist eine der Voraussetzungen für eine Seligsprechung.
Was geschah am 14. April 2025?
An diesem Tag erkannte Papst Franziskus Gaudí den heroischen Tugendgrad zu. Das ist ein Schritt innerhalb des Seligsprechungsverfahrens, das die katholische Kirche im Jahr 2000 eingeleitet hatte.
Hat Gaudí geheiratet?
Nein, Gaudí heiratete nie. Nach dem Scheitern von Heiratsabsichten mit einer Frau, in die er sich verliebt hatte, entschied er sich für ein asketisches Leben als zölibatärer Laie. Von 1906 bis Ende 1925 lebte er in einem Haus im Park Güell. Es erinnert seit 1963 als Casa-Museu Gaudí an ihn.
Wie stand Gaudí zu Katalonien?
Gaudí war überzeugter Katalanist und sah Katalonien grundsätzlich als ein anderes Land als Spanien an. Politisch betätigte er sich aber nicht und lehnte es ab, für das Parlament zu kandidieren. Als König Alfons XIII. 1910 die Baustelle der Sagrada Família besuchte, sprach Gaudí ausschließlich Katalanisch mit ihm. 1924, während der Diktatur von Primo de Rivera, hielt ihn die Polizei an, als er eine verbotene Messe für katalanische Märtyrer besuchen wollte. Er weigerte sich, Kastilisch zu sprechen, wurde inhaftiert und erst freigelassen, als ein Priester seine Geldstrafe bezahlt hatte.
